Joint Venture GM trennt sich von Toyota

Der insolvente US-Automobilhersteller General Motors wird die Zusammenarbeit mit Toyota beenden. Bislang fertigen die Unternehmen gemeinsam in einem Werk. Toyota bezeichnet die GM-Entscheidung als einen Rückschlag. Der japanische Automobilhersteller bemüht sich derzeit, sein US-Geschäft neu auszurichten.

Fremont - General Motors  (GM) wird sein Joint Venture mit Toyota  auflösen. Das seit 25 Jahren bestehende Gemeinschaftsunternehmen New United Manufacturing (NUMMI) hatte in einem Werk im kalifornischen Fremont Modelle der beiden Automobilhersteller gefertigt. Für Toyota ist die GM-Entscheidung ein Rückschlag.

Der japanische Automobilhersteller bemüht sich derzeit, sein US-Geschäft neu auszurichten, nachdem er im vergangenen Geschäftsjahr den ersten Verlust seit fast 70 Jahren verbuchen musste. Die GM-Entscheidung erschwere die angesichts des wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfelds bereits schwierige Lage für Toyota weiter, hieß es in einer am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Pressemitteilung des japanischen Automobilherstellers.

GM hatte in Fremont zuletzt den Pontiac Vibe gebaut, den sie in den kommenden 60 Tagen einstellen wird. Toyota wolle in dem Werk zunächst weiter die Modelle Corolla und Tacoma fertigen, sagte Toyota-Sprecher Mike Goss. Zur Zukunft des Werks könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Rund drei Viertel der Gesamtproduktion des Werks entfallen auf Toyota-Modelle.

Toyota und GM hatten das Werk 1984 in Betrieb genommen. GM wollte dabei Toyotas neue Produktionsmethoden wie "lean manufacturing" kennenlernen. Der japanische Automobilhersteller wollte seinerseits testen, ob es diese Methoden auch in den USA erfolgreich anwenden konnte. Der GM-Anteil an dem Werk wird Teil der "alten" GM. Die Vermögenswerte der "alten" GM sollen im Rahmen des Insolvenzverfahrens verkauft oder abgewickelt werden.

manager-magazin.de mit Material von dow jones

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