Krisenticker Ölpreise fallen um mehr als zwei Dollar

Die US-Börsen schließen mit Kursverlusten. Die britische Wirtschaft steckt so tief in der Rezession wie seit 35 Jahren nicht mehr. Die Ölpreise sinken um mehr als zwei Dollar. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.05 Uhr: Die US-Börsen haben mit Verlusten geschlossen. Grund für den Pessimismus waren enttäuschende Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel mit einem Minus von 1 Prozent bei 8447 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 8393 und 8560 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 0,9 Prozent auf 919 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab um 0,5 Prozent auf 1835 Punkte nach.

20.35 Uhr: Die Ölpreise sind nach einem gesunkenen US-Verbrauchervertrauen um mehr als zwei Dollar gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete 69,27 Dollar und damit 2,17 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im August fiel um 2,35 Dollar auf 68,64 Dollar. In der Nacht zum Dienstag war der WTI-Preis noch auf bis zu 73,38 Dollar und der Brent-Preis auf bis zu 73,50 Dollar gestiegen.

20.26 Uhr: Die deutschen Aktien haben im späten Parketthandel etwas nachgegeben. Der L-Dax schloss bei 4806,72 Zählern, nachdem der Index auf Xetra bereits 1,56 Prozent auf 4808,64 Zähler verloren hatte.

19.40 Uhr: Die US-Regierung wird nach den Worten des AIG-Chefs womöglich für immer der Haupteigentümer des ehemaligen Versicherungsgiganten bleiben. Bei der ersten Hauptversammlung nach der Implosion der American International Group in New York sagte der von der Regierung im September eingesetzte Edward Liddy, es gebe keine Garantie dafür, dass sich an der staatlichen Beteiligung von knapp 80 Prozent jemals etwas ändern werde.

Die Wahrscheinlichkeit sei jedoch groß, dass AIG die staatlichen Kredite über 83 Milliarden Dollar irgendwann zurückzahlen könne. Gebeutelten Aktionären - deren Papiere im Sog der Finanzkrise von 100 Dollar auf gut ein Dollar gefallen sind - sprach Liddy sein Beileid aus.

19.30 Uhr: Europas größter Einzelhändler Carrefour will 4,5 Milliarden Euro sparen. Bis 2012 sollten die Kosten um diesen Betrag sinken, sagte Vorstandschef Lars Olofsson in Paris. Erreichen will Carrefour dies durch eine Senkung der operativen Aufwendungen, einer kürzeren Lagerdauer und verbesserten Einkaufskonditionen.

18.15 Uhr: Die britische Wirtschaft steckt so tief in der Krise wie seit 35 Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte nach Angaben der Statistikbehörde im ersten Quartal dieses Jahres deutlich stärker als aus ersten Schätzungen hervorgeht. Das BIP verringerte sich im Vergleich zum Vorquartal um 2,4 Prozent. So schlecht ging es der Wirtschaft zuletzt 1974. Die Statistiker rechneten erst mit einem Rückgang von 1,9 Prozent.

17.44 Uhr: Die deutschen Banken sollen ihre Bilanzen in einem größeren Umfang von Schrottpapieren reinigen können als bisher von der großen Koalition geplant. Die Experten von Union und SPD einigten sich auf einen früheren Stichtag für die Bilanzbereinigung. Außerdem wird den kriselnden Landesbanken eine Ausgliederung ganzer Geschäftsbereiche in neue öffentlich-rechtliche Anstalten auf Landesebene erlaubt.

17.42 Uhr: Enttäuschende US-Konjunkturdaten haben den Dax belastet. Der Leitindex ging 1,6 Prozent tiefer bei 4808 Punkten aus dem Handel. Ein erneut sinkendes US-Verbrauchervertrauen sowie weiter fallende Häuserpreise in den USA drücken den US-Leitindex Dow Jones tiefer in die Verlustzone.

16.34 Uhr: Die EU-Kommission hat den Notkredit zur Rettung von Quelle genehmigt. Die Beihilfe erfülle die EU-Kriterien zur Rettung von Unternehmen in Schwierigkeiten, weil die Hilfe in Form eines Darlehens gewährt werde und zeitlich befristet sei. Das teilte die Kommission in Brüssel mit.

16.04 Uhr: In den USA hat sich die Stimmung der Verbraucher im Juni überraschend eingetrübt. Der vom Conference Board ermittelte Index sei von revidiert 54,8 Punkten im Vormonat auf 49,3 Punkte gefallen, teilte das private Forschungsinstitut in Washington mit. Volkswirte hatten indes mit einem Anstieg auf 57,0 Punkte gerechnet. Der Vormonatswert war ursprünglich mit 54,9 Punkten angegeben worden.

15.45 Uhr: In der Region Chicago hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Juni überraschend deutlich aufgehellt. Der entsprechende Index sei von 34,9 Punkten im Vormonat auf 39,9 Punkte gestiegen, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung von Chicago mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 38,3 Punkten gerechnet.

15.10 Uhr: Die Häuserpreise in den 20 größten Ballungsgebieten der USA sind im April weiter gefallen. Der Preisrückgang im April war der 23. in Folge und betrug 18,1 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte das private Institut S&P/Case-Shiller am Dienstag in Washington mit.

Zum Vormonat sank der Index im April um 0,6 Prozent, nachdem er im März noch um 2,2 Prozent gefallen war. Die Talfahrt der Häuserpreise geht damit weiter, auch wenn sich das Tempo des Preisrückgangs etwas abgeschwächt hat. Ihren Höhepunkte hatten die Häuserpreise Mitte 2006 erreicht.

14.55 Uhr: Die angeschlagene WestLB wird zunächst weiter von einem kommissarischen Bankchef geleitet. Die Berufung von Dietrich Voigtländer zum ordentlichen Vorstandsvorsitzenden sei auf dessen Wunsch vertagt worden, teilte die WestLB AG nach einer Aufsichtsratssitzung in Düsseldorf mit.

14.38 Uhr: Bei der britischen Bankengruppe Lloyds ist immer noch kein Ende der Krise in Sicht. Die teilverstaatlichte Bank streicht weitere 2100 Stellen in den kommenden drei Jahren. Betroffen seien diesmal Mitarbeiter im Geschäftskundenbereich und der Verwaltung. Die Bankengruppe gehört zu 43 Prozent dem Staat. Sie entstand nach einer Notfusion zwischen Lloyds TSB und HBOS im Januar. Seitdem sind 7000 Arbeitsplätze gestrichen worden. Die Lloyds-Gruppe hat insgesamt 135.000 Beschäftigte.

14.30 Uhr: Die Deutsche Bank hat ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im kommenden Jahr angehoben. Das Institut erwartet nun einen Anstieg von 2,5 Prozent in 2010, bislang hatte die Prognose auf 2 Prozent gelautet. "Die Anhebung erfolgt wegen deutlich verbesserter Aussichten für die Industrieländer, wo das Wachstum nächstes Jahr nun bei einem Prozent gesehen wird, verglichen mit zuvor 0,3 Prozent", schrieb die Bank.

Rezession in Irland abgeschwächt

14.20 Uhr: Die Wirtschaftskrise treibt die Arbeitslosigkeit in Japan auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren. Die Arbeitslosenquote stieg im Mai auf 5,2 Prozent, wie die Regierung in Tokio mitteilte. Sowohl Dienstleister als auch Industrie bauten Stellen ab.

13.20 Uhr: Die Rezession in Irland hat sich Anfang des Jahres abgeschwächt. Die Wirtschaftsleistung schrumpfte von Januar bis März um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie die nationale Statistikbehörde mitteilte. Im Schlussquartal 2008 hatte das Minus noch bei 5,4 Prozent gelegen. Experten rechnen aber erst im kommenden Jahr wieder mit Wachstum.

11.55 Uhr: Der Sportwagenbauer Porsche  bemüht sich nicht weiter um einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW. Von der Möglichkeit, einen neuen Kreditantrag einzureichen, werde man nicht Gebrauch machen, hieß es in einer Mitteilung des Stuttgarter Unternehmens. Der Sportwagenbauer hatte ursprünglich einen Kredit über 1,75 Milliarden Euro beantragt, der aber von der KfW abgelehnt wurde. Statt dessen würden nun Gespräche über alternative Finanzierungsmöglichkeiten aufgenommen, hieß es.

10.55 Uhr: Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone sind im Juni zum ersten Mal in der Geschichte der Währungsunion gefallen. Sie sanken um durchschnittlich 0,1 im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Europäische Statistikamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten sogar mit einem Rückgang von 0,2 Prozent gerechnet. Im Mai waren die Preise noch stabil geblieben.

10.36 Uhr: Die Wirtschaft Großbritanniens ist im ersten Quartal 2009 deutlicher als zunächst ermittelt geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im Vergleich zum Vorquartal um 2,4 Prozent zurückgegangen, teilte das Nationale Statistikbüro in der endgültigen Schätzung mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 2,1 Prozent gerechnet, in der Zweitschätzung war noch ein Minus von 1,9 Prozent ermittelt worden. Die britische Wirtschaft schrumpfte damit so stark wie seit 50 Jahren nicht mehr. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres war die Wirtschaftsleistung um revidierte 1,8 (zuvor: 1,6) Prozent zum Vorquartal zurückgegangen.

10.32 Uhr: -Das britische Energieunternehmen BG steigt ins Geschäft mit Shale Gas ein. Dazu wolle das Unternehmen für 1,06 Milliarden Dollar die Hälfte der amerikanischen Shale-Gas-Felder des Konkurrenten Exco Resources übernehmen, wie die BG mitteilte. BG und Exco werden künftig eine Allianz in diesem Energiebereich bilden, wie der Konzern ausführte.

10.29 Uhr: Nach erneuten Rekorden bei Umsatz und Gewinn erwartet die Frankfurter Messe auch im Krisenjahr 2009 ein positives Ergebnis. Zum neunten Mal in Folge habe das Unternehmen im vergangenen Jahr seinen Umsatz gesteigert, berichtete Messechef Michael von Zitzewitz am Dienstag. Von den 440 Millionen Euro wurde ein knappes Viertel (104 Millionen Euro) im Ausland erwirtschaftet. Auch das Ergebnis vor Ertragssteuern mit rund 52 Millionen Euro und der Konzernjahresüberschuss mit 36 Millionen Euro erreichten neue Höchstwerte.

Stankiewicz entlässt 118 Mitarbeiter

10.19 Uhr: Kurz nach der Übernahme des insolventen Autozulieferers Stankiewicz durch den amerikanischen Investor International Automotive Components (IAC) verlieren weitere 118 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Am Stammsitz des Unternehmens in Adelheidsdorf (Kreis Celle) werden 52 Stellen gestrichen und in Hamburg-Harburg fallen 66 Jobs den Streichungen zum Opfer. Die Entlassungen seien bereits vor der Übernahme angekündigt worden, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Holger Voskuhl am Dienstag.

10.13 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe stoppt vorerst den Ratifizierungsprozess zum Lissabon-Vertrag. Die Bundesrepublik darf den EU-Reformvertrag von Lissabon erst ratifizieren, wenn die Begleitgesetze zu seiner Umsetzung verändert werden. Das entschied das Bundesverfassungsgericht am Dienstag in Karlsruhe. Diese Gesetze müssten novelliert werden. Zuvor hatten die Richter das Zustimmungsgesetz zum EU-Reformvertrag als verfassungskonform bestätigt.

9.21 Uhr: Das angeschlagene Solarunternehmen Conergy  hat drei Solarparks in Bayern verkauft. Die Anlagen hätten zusammen eine Leistung von 10,7 Megawatt, teilte die TecDAX -Gesellschaft am Dienstag in Hamburg mit. Conergy habe die drei Dünnschichtanlagen projektiert, gebaut und in Betrieb genommen. Zudem übernimmt das Unternehmen die Betriebsführung der Anlagen für die kommenden 20 Jahre. Käufer ist den Angaben zufolge ein luxemburgischer Investor. Zum Preis wurden keine Angaben gemacht.

9.12 Uhr: In der Wirtschaftskrise dürfte die Zahl der Arbeitsmigranten in den OECD-Staaten zum ersten Mal seit den 80er Jahren zurückgehen. "In Irland, Spanien oder Großbritannien ist diese Entwicklung bereits in vollem Gange", teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris mit. Neben den Auswirkungen der Krise trage vielfach auch eine restriktivere Migrationspolitik zu dem Rückgang bei. Zum ersten Mal seit langer Zeit sei etwa in den USA das Kontingent für temporäre Visa nicht ausgeschöpft worden. Tschechien, Japan und Spanien versuchten zudem durch spezielle Angebote, Migranten zur Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu bewegen.

Dax eröffnet im Plus

9.05 Uhr: Der deutsche Aktienindex Dax  eröffnet mit 12 Punkten im Plus. Zu Handelsbeginn lag der Index somit bei 4897 Zählern.

8.17 Uhr: Die Tokioter Börse schließt unter der Marke von 10.000 Zählern. Der Nikkei  legte um 1,79 Prozent auf 9958 Zähler zu.

8.16 Uhr: Die Frühjahrsbelebung am deutschen Arbeitsmarkt ist im Mai wegen der Wirtschaftskrise nur schwach ausgefallen. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland sank gegenüber dem Vorjahresmonat nach vorläufigen Berechnungen um 147.000 Personen oder 0,4 Prozent auf 40,05 Millionen, wie die Statistikbehörde Destatis am Dienstag mitteilte.

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Beschäftigung um 88.000 Personen bzw. 0,2 Prozent, womit sich wie bereits in den Vormonaten eine leichte Frühjahrsbelebung des Arbeitsmarktes zeigt.

8.08 Uhr: Der Euro  ist am Dienstag über die Marke von 1,41 Dollar gestiegen. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,4120 Dollar und damit rund einen halben Cent mehr als am Vorabend. Ein Dollar war damit 0,7082 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag noch auf 1,4058 (Freitag: 1,4096) Dollar festgesetzt.

8.07 Uhr: Telekom-Finanzchef Timotheus Höttges hat die Erwartungen für das zweite Quartal gedämpft. "Wir sind auf einem guten Weg, unsere Jahresziele für das operative Ergebnis und den Free Cashflow zu erreichen. Aber vom zweiten Quartal sollte man keine Wunder erwarten", sagte Höttges der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Im April hatte die Telekom ihre Jahresprognose wegen Problemen vor allem in den USA und auf dem britischen Markt zurückgenommen.

Ölpreise steigen weiter

7.07 Uhr: Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gestiegen und zeitweise über die Marke von 73 Dollar geklettert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete im frühen Handel 72,51 Dollar und damit 1,02 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stieg um 1,25 Dollar auf 72,24 Dollar. In der Nacht zum Dienstag war der WTI-Preis auf bis zu 73,38 Dollar und der Brent-Preis auf bis zu 73,50 Dollar gestiegen.

6.15 Uhr: Das Kosovo ist dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank beigetreten. Präsident Fatmir Sejdiu und Regierungschef Hashim Thaci unterzeichneten am Montag im US-Außenministerium in Washington die Beitrittsdokumente. Die frühere serbische Provinz wurde damit das 186. Mitglied der beiden Finanzinstitutionen.

5.21 Uhr: Der Euro  hat seine Gewinne am Dienstag im frühen Handel in Fernost ausgebaut. Nach überraschend guten Daten zur wirtschaftlichen Stimmung in der Euro-Zone legte die Gemeinschaftswährung um 0,2 Prozent auf 1,4110 Dollar zu. Zum Yen stieg der Euro um 0,3 Prozent auf 135,70 Yen. Die japanische Währung geriet auch wegen der höheren Ölpreise und Kurszuwächsen an der Tokioter Börse unter Druck.

4.35 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Dienstagvormittag in Folge der positiven Vorgabe der Wall Street und der Festigung des Dollars zum Yen kräftig zugelegt. Der Nikkei  überwand gar kurzzeitig die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Punkten. Zur Handelsmitte notierte das Börsenbarometer einen Aufschlag von 185 Punkten oder 1,89 Prozent beim Stand von 9968 Punkten. Der breit gefasste Topix  legte bis dahin um 14 Punkte oder 1,56 Prozent auf den Zwischenstand von 930 Zählern zu.

4.31 Uhr: Im Kampf gegen die Finanzkrise will Malaysia Einschränkungen für ausländische Investoren lockern. Internationale Investmentfonds sollten in Zukunft auch eine Mehrheit an Brokerhäusern halten können, kündigte Ministerpräsident Najib Razak am Dienstag an. Bisher war ihr Anteil auf 49 Prozent beschränkt, nun soll er auf bis zu 70 Prozent ausgeweitet werden können.

IWF stockt Kredit auf

4.13 Uhr: Angesichts der heftigen Auswirkungen der Finanzkrise auf Weißrussland hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Kredite für die ehemalige Sowjetrepublik auf 3,5 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro) aufgestockt. Weißrussland sei in den vergangenen Monaten stärker als erwartet von einem Rückgang der Auslandsnachfrage und von Währungsschwankungen betroffen gewesen, begründete der IWF am Montag die Erhöhung der bislang zugesagten Kredite um eine weitere Milliarde Dollar. Bedingung für die Hilfe sind den Angaben zufolge stärkere Anstrengungen zur Privatisierung der noch stark staatsgelenkten Wirtschaft. Die Kredithöhe entspricht 7 Prozent des Bruttosozialprodukts von Weißrussland.

2.08 Uhr: Die US-Kartellbehörde will der Aufnahme von Continental Airlines in das Lufthansa-Bündnis Star Alliance nicht bedingungslos zustimmen. Die Zusammenarbeit bei Tarifen und Flugstrecken hebe den Wettbewerb zwischen Continental  und der Star-Alliance-Gesellschaft UAL auf den Strecken nach Europa und Lateinamerika vollständig auf und schränke die Konkurrenz auf den Linien nach Peking ein, hieß es am Dienstag in einer Stellungnahme des zuständigen Justizministeriums. Continental und UAL äußerten sich dennoch überzeugt, die Genehmigung zu erhalten. Branchenexperten zufolge werden die Fluggesellschaften nun über Zugeständnisse verhandeln.

0.36 Uhr: Nach der Verurteilung des Milliardenbetrügers Bernard Madoff zu 150 Jahren Gefängnis wird in den USA mit Spannung die Entscheidung über den Ort seiner Haft erwartet. Von der Wahl der Behörden hängt für den 71 Jahre alten Ex-Broker viel ab: Die Zustände und Sicherheitsauflagen in amerikanischen Gefängnissen sind höchst unterschiedlich.

0.33 Uhr: Das Oberste Gericht hat das Recht der US-Bundesstaaten beim Verbraucherschutz von Bankkunden erweitert. In einer knappen Entscheidung von 5:4 Stimmen wiesen die Richter am Montag eine Entscheidung der landesweiten Bankenaufsichtsbehörde zurück, wonach die Bundesstaaten eine Diskriminierung bei der Kreditvergabe nicht strafrechtlich verfolgen dürfen.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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