Streit um Quelle Seehofer greift Regierung an

CSU-Chef Horst Seehofer hat die Bundesregierung im Streit um einen Kredit für das insolvente Versandhaus Quelle scharf angegriffen. Am Montag dürfte die Entscheidung fallen, ob die Arcandor-Tochter einen Massekredit bekommt. Von den benötigten 50 Millionen Euro will Bayern 21 Millionen übernehmen.

Berlin - "Man muss sich die Frage stellen: Wie sehr gefährdet die Politik durch ihr Verhalten Arbeitsplätze?", sagte Bayerns Ministerpräsident am Sonntag in Berlin. Mit der Grundsatzentscheidung aus Berlin über einen sogenannten Massekredit für die insolvente Arcandor-Tochter wird nach einer Sitzung am Montagabend gerechnet.

Ein Massekredit ist eine Nothilfe, mit der insolvente Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb aufrechterhalten können.

Das Unternehmen braucht zur Fortführung seiner Geschäfte einen Kredit von insgesamt 50 Millionen Euro, an dem sich der Freistaat Bayern mit 21 Millionen beteiligen will. Sachsen will vier Millionen Euro geben.

Seehofer sagte, es sei nicht nachvollziehbar, die zögerliche Haltung mit fehlenden Sicherheiten zu begründen. Schließlich übernehme Bayern einen Großteil des Kredits. "Wir sind auch nicht daran interessiert, dass wir leichtfertig Steuergelder aufs Spiel setzen." Er könne sich überhaupt nicht erklären, warum die Bundesregierung "in dieses eigenartige Verfahren" eingetreten sei.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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