Nach Insolvenz Märklin soll bald verkauft werden

Der Modellbahnhersteller Märklin soll nach Vorstellungen von Insolvenzverwalter Michael Pluta bereits im August oder September verkauft werden. Finanzinvestoren sollen dabei außen vor bleiben - nach Angaben von Pluta gibt es bereits mehrere Interessenten.

Göppingen - Unter Zeitdruck stehe er nicht, sagte Pluta laut einem Vorabbericht des "Tagesspiegel". "Die Gehälter für unsere Mitarbeiter verdienen wir jetzt selbst, also gibt es keinen unmittelbaren Handlungsdruck", fügte er hinzu. Märklin könne daher theoretisch ewig in der Insolvenz bleiben. "Aber das ist natürlich nicht das Ziel."

Pluta hat die Investmentbank Close Brothers mit der Investorensuche beauftragt. Bisher verhandelt der Insolvenzverwalter nach eigenen Angaben mit sieben Investoren, will aber keine Namen nennen. Die Investmentbank soll über die bereits vorhandenen Interessenten hinaus gezielt mögliche Investoren ansprechen, auch im Ausland. "Das Ganze dauert bestimmt noch zwei bis drei Monate", schätzt Pluta.

Finanzinvestoren haben schlechte Chancen, den Zuschlag zu bekommen. "Ich will Märklin nur an jemanden verkaufen, der dauerhaft dabei bleiben will", sagte Pluta dem Blatt. Das könne kein Finanzinvestor sein, der nach drei Jahren wieder aussteigt.

"Geld wird bei der Auswahl des Käufers nicht alles sein", sagte der Insolvenzverwalter. Der Modelleisenbahn-Hersteller mit Standorten in Göppingen, Nürnberg und dem ungarischen Györ mit damals mehr als 1400 Mitarbeitern hatte Anfang Februar Insolvenz angemeldet.

manager-magazin.de mit Material von ddp