Montag, 26. August 2019

Krisenticker Millionenstrafe für HeidelbergCement

HeidelbergCement soll wegen Preisabsprachen 170 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Die Quelle-Kataloge werden trotz der unsicheren Finanzlage des Unternehmens ausgeliefert. Die spanische Regierung hat einen milliardenschweren Banken-Rettungsfonds verabschiedet. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

21.40 Uhr: Der Baustoffhändler HeidelbergCement Börsen-Chart zeigen soll wegen angeblicher Preisabsprachen eines Zementkartells rund 170 Millionen Euro Bußgeld bezahlen. Das habe das Oberlandesgericht Düsseldorf am Freitag entschieden, sagte eine Sprecherin des Baustoffhändlers. HeidelbergCement habe aber bereits Rechtsbeschwerde gegen das Urteil eingelegt. HeidelbergCement wird vorgeworfen, mit mehreren anderen Herstellern die Preise für die Lieferung von Zement abgesprochen und damit jahrelang höhere Preise durchgesetzt zu haben. Das Bundeskartellamt hatte bereits im Jahr 2003 hohe Bußgelder verhängt, dagegen hatte HeidelbergCement Einspruch eingelegt.

21.30 Uhr: Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich deutlich über der Marke von 1,40 US-Dollar seitwärts bewegt. Im New Yorker Handel kletterte die Gemeinschaftswährung zeitweise bis auf 1,4119 Dollar, zuletzt wurden 1,4070 Dollar je Euro bezahlt. Devisenhändler begründeten die Dollarschwäche mit einer zurückgekehrten Konjunkturzuversicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,4096 (Donnerstag: 1,3940) Dollar festgesetzt. Der Dollar Börsen-Chart zeigen kostete damit 0,7094 (0,7174) Euro.

19.15 Uhr: Der Quelle-Katalog wird trotz des noch unsicheren Massekredits für Quelle ausgeliefert. "Prinovis hat sich entschlossen, heute um 20.00 Uhr mit der Auslieferung der ersten Kataloge zu beginnen", teilte der Geschäftsführer der Druckerei Prinovis, Winfried Marquardt, mit. Die Bertelsmann-Tochter Prinovis behalte sich jedoch vor, diesen Prozess kurzfristig auszusetzen, falls sich die Lage verschlechtere. Bisher hatte Prinovis Druck - und Auslieferung des Katalogs von der Bereitstellung eines Kredits für Quelle abhängig gemacht.

18.50 Uhr: Der indische Autobauer Tata Motors Börsen-Chart zeigen hat wegen der Absatzflaute und Verlusten bei seinen Töchtern Jaguar und Land Rover den ersten Jahresverlust seit mindestens acht Jahren eingefahren. Tata verzeichnete im Geschäftsjahr bis Ende März einen Nettoverlust von umgerechnet rund 520 Millionen Dollar. Der Umsatz lag bei 14,6 Milliarden Dollar. Das Unternehmen kündigte einen umfassenden Sparkurs an.

18.45 Uhr: Im Rennen um die Übernahme von Opel scheint wieder alles offen. Neben dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna hat sich nun auch der italienische Autobauer Fiat wieder als Interessent für den Rüsselsheimer Autobauer ins Gespräch gebracht. Er habe gehört, die Gespräche zwischen der ehemaligen Opel-Mutter GM und Magna würden "nicht sehr gut laufen", sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne am Freitagabend. "Wir haben unser Interesse bestätigt."

17.45 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am Freitag 0,5 Prozent im Minus bei 4776 Punkten geschlossen. Auf Wochensicht gab der Dax 1,3 Prozent nach, notiert jedoch noch immer gut ein Drittel über seinem Jahrestief von März. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen notierte zum Xetra-Schluss 0,7 Prozent im Minus.

16.40 Uhr: Nach monatelangem Ringen hat die spanische Regierung einen milliardenschweren Banken-Rettungsfonds verabschiedet. 99 Milliarden Euro sollen bereitgestellt werden, um im Notfall schwer angeschlagene Finanzinstitute unter die Arme zu greifen sowie eine Kreditvergabe an Unternehmen zu garantieren. Die Regierung will mit dem Fonds nicht zuletzt eine Konsolidierung der Branche unterstützen, in der sich nach dem Ende des Baubooms vor allem bei kleineren Instituten die faulen Kredite häufen. Der Fonds startet mit neun Milliarden Euro. Das Parlament muss dem Plan noch zustimmen.

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