Sonntag, 22. September 2019

Krisenticker Drei Autokonzerne, acht Milliarden Dollar

3. Teil: Oetker muss Verluste fürchten

13.20 Uhr: Die westfälischen Sparkassen beraten über die zusätzlichen Garantien für die angeschlagene Landesbank WestLB. In Lemgo ist auf einer turnusmäßigen Versammlung des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes dazu ein Beschluss geplant, wie am Dienstag verlautete. Die WestLB-Eigentümer hatten sich Anfang Juni nach langer Diskussion darauf geeinigt, die Garantien für die nordrhein-westfälische Landesbank von fünf auf neun Milliarden Euro fast zu verdoppeln.

Oetker tritt auf die Bremse: Geringere Umsätze bei Unternehmen der Gruppe
13 Uhr: Die Finanz- und Wirtschaftskrise kann im schlimmsten Fall die Haushalte der 27 EU-Staaten nach Brüsseler Schätzungen mit insgesamt bis zu 1,8 Billionen Euro belasten. Das entspreche 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der EU, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Die Behörde korrigierte damit eine eigene Schätzung, wonach die Kosten für Kapitalspritzen und Darlehen der Regierungen bis zu 16,5 Prozent des BIP betragen könnten, nach unten. In Europa haben zahlreiche Staaten im Kampf gegen die Krise milliardenschwere Konjunkturpakete aufgelegt und wankenden Banken mit Finanzspritzen und Garantien unter die Arme gegriffen.

12.45 Uhr: Die Oetker-Gruppe schließt für ihre Reederei Hamburg Süd Verluste im laufenden Jahr nicht aus. "Die Situation ist in den vergangenen zwei Monaten sicherlich nicht besser geworden", sagte Ottmar Gast, Leiter der Schifffahrtssparte, in Bielefeld. "Im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld würden wir mit moderaten Verlusten aber noch mit einem blauen Auge davonkommen." Das Reedereigeschäft hatte im Geschäftsjahr 2008 mit 48,2 Prozent den größten Anteil am Gesamtumsatz ausgemacht, gefolgt von Nahrungsmitteln mit 22,2 und Bier mit 17,8 Prozent. Die Erlöse stiegen insgesamt um 19,3 Prozent auf rund 9,2 Milliarden Euro.

12.30 Uhr: Die Hypo Real Estate (HRE) Börsen-Chart zeigen hat ihre Bad-Bank-Pläne konkretisiert. Um ihr Geschäft neu auszurichten, will die HRE faule Kredite und Bestände von Wertpapieren, die keine strategische Bedeutung haben, in eine eigenständige Gesellschaft zur Abwicklung auslagern, wie das Unternehmen mitteilte. Dafür wolle die HRE das Modell zur Einrichtung einer sogenannten Bad Bank nutzen, das eigentlich den angeschlagenen Landesbanken helfen soll, ihre Bilanzen von Wertpapierschrott zu säubern und ihr Geschäft zu verschlanken. Bislang gibt es dafür allerdings nur einen Gesetzentwurf, das Gesetz muss noch den Bundestag passieren. Neben dem Landesbankmodell für Bad Banks gibt es auch ein Konzept für reine Wertpapiersammelstellen, das für Banken allgemein geschaffen wurde.

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