Samstag, 21. September 2019

Krisenticker Drei Autokonzerne, acht Milliarden Dollar

2. Teil: 57 Millionen Arbeitslose

17.05 Uhr: Die OECD rechnet mit einem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit. In den 30 Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) werden Ende 2010 voraussichtlich mehr als 57 Millionen Menschen arbeitslos sein. Dies entspreche einer Quote von 9,9 Prozent und damit der höchsten Arbeitslosigkeit seit Ende der 70er Jahre.

16.20 Uhr: Arcandor hat am Dienstag die Insolvenzanträge 29 und 30 beim Amtsgericht Essen gestellt. Es handelt sich um die Primondo Großgut Stückgut GmbH (Fürth) und die Revue Vertriebs GmbH (Nürnberg), teilte das Gericht mit. Die Muttergesellschaft Arcandor Börsen-Chart zeigen hatte bereits am 9. Juni einen Insolvenzantrag gestellt.

15.30 Uhr: Die Börsen in New York haben im Plus eröffnet. Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigen startete mit einem Plus von 1,43 Prozent und 8340,44 Punkten in den Handel.

14.39 Uhr: Das Biotech-Unternehmen Morphosys Börsen-Chart zeigen ist nach eigenen Aussagen von den Auswirkungen der Finanzkrise verschont geblieben. "Wir sind von der Finanzkrise nicht betroffen", sagt Morphosys-Finanzchef Dave Lemus zu Reuters am Rande einer Veranstaltung in Frankfurt. Für das Gesamtjahr strebt das Unternehmen wie bisher einen Umsatz von 80 bis 85 Millionen Euro an nach 71,6 Millionen Euro 2008. Beim operativen Gewinn ist ein Rückgang auf acht bis elf Millionen Euro geplant nach 16,4 Millionen Euro.

14.32 Uhr: Das weltgrößte Möbelhaus Ikea erwartet trotz des Wirtschaftsabschwungs im laufenden Geschäftsjahr Rekorderlöse. Zwar sei der Trend zu einem starken Wachstum durch die schwere Rezession gebrochen worden und der Konzern habe seine Umsatzerwartungen zurückgeschraubt, sagte Ikea-Chef Anders Dahlvig in einem Interview der schwedischen Zeitung "Dagens Industri". Infolge von Neueröffnungen rechne man im Geschäftsjahr bis Ende August dennoch währungsbereinigt mit einem Umsatzwachstum von drei Prozent auf 21,5 Milliarden Euro. Auch hohe Verluste blieben dem Konzern dank schnell umgesetzter Kostensenkungen erspart.

14.12 Uhr: Die Sparkassen sehen noch Chancen für eine Änderung des Bad-Bank-Modells zu ihren Gunsten. In den Koalitionsfraktionen sei noch Bewegung möglich, da die Abgeordneten ein Grundverständnis für die Anliegen der öffentlich-rechtlichen Institute hätten, sagte Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis in Berlin. Er bekräftigte, dass die Sparkassen als Miteigentümer von Landesbanken nicht gesamtschuldnerisch für künftige Risiken haften könnten. Der Bundestag entscheidet am 3. Juli über die von der Bundesregierung geplante Bilanzbereinigung von Banken.

13.59 Uhr: Die Abwrackprämie hat bei Volkswagen Börsen-Chart zeigen laut Personalvorstand Horst Neumann rund 5800 Arbeitsplätze gesichert, davon allein 3300 in Deutschland. Im April habe die gestiegene Nachfrage nur durch Sonderschichten im Werk Wolfsburg befriedigt werden können, im Mai und Juni sei dort an nahezu allen Wochenenden gearbeitet worden, berichtete Neumann am Dienstag in Wolfsburg. Die hohe Flexibilität im Werk habe sich bewährt.

13.27 Uhr: Aktionärsschützer haben sich angesichts eines drohenden Verlusts und hoher Schulden besorgt über die Lage des Möbel- und Bauzulieferers Pfleiderer Börsen-Chart zeigen geäußert. "Pfleiderer steht nicht gut da", sagte Christoph Öfele von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger am Dienstag bei der Hauptversammlung in München.

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