Schuldenkrise Porsche bessert KfW-Antrag nach

Noch ist offen, ob der Staat dem hoch verschuldeten Sportwagenbauer Porsche aus der Patsche hilft. Die Förderbank KfW hat von dem Unternehmen einen nachgebesserten Kreditantrag gefordert. Auf dessen Grundlage soll über das Schicksal von Porsche entschieden werden.

Stuttgart/Berlin - Der Sportwagenhersteller Porsche  will nach der ersten Absage seinen Kreditantrag bei der staatseigenen Förderbank KfW nachbessern. "Das werden wir schnell tun", sagte ein Sprecher am Montag in Stuttgart. Die KfW habe die Nachbesserung gefordert.

Porsche hatte Anfang Juni bei der KfW ein Darlehen über 1,75 Milliarden Euro beantragt. "Wir sind nach wie vor in Verhandlungen mit der KfW und der Politik. Es ist noch nichts entschieden", betonte der Porsche-Sprecher.

Dass es noch keine abschließende Entscheidung im Fall des Sportwagenherstellers gebe, betonte auch der Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums. Dies gelte auch für den Versandhändler Quelle. "Es gibt noch keine Entscheidung in beiden Fällen", sagte Ministeriumssprecher Steffen Moritz am Montag in Berlin. In beiden Fällen könne er auch noch nicht genau sagen, wann der Termin für eine Entscheidung sein wird.

Mit Blick auf die Hilfen für Quelle sagt er weiter, dass Ressortchef Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bereits am Wochenende erklärt habe, dass Mitte der Woche voraussichtlich der Bürgschaftsausschuss noch einmal hierzu zusammentreten werde. "Bei Porsche kann ich Ihnen noch kein genaueres Datum nennen", sagte Moritz. Quelle will eine Staatsbürgschaft von 50 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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