Krisenticker GM will Opel vielleicht zurück

General Motors will sich eine Rückkaufoption für Opel sichern Daimler streicht Stellen bei seiner Brennstoffzellen-Tochter. Die EU hat Vattenfall die geplante Übernahme des Energiekonzerns Nuon genehmigt. Und Porsche überarbeitet seinen Kreditantrag bei der KfW. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

19.58 Uhr: Der insolvente US-Autobauer General Motors  (GM) will sich einem Zeitungsbericht zufolge eine Rückkaufoption für seine einstige Tochter Opel sichern. Das habe GM als Vorgabe für den Verkauf von Opel durch die staatlich kontrollierte Treuhandgesellschaft gemacht, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in unter Berufung auf gut informierte Kreise. Für Magna  würde dies die angestrebte Übernahme von Opel unattraktiver machen, weil GM sich dann eines Tages die Früchte einer erfolgreichen Sanierung von Opel sichern könnte. "Magna wird sich deshalb auf eine solche Rückkaufoption keinesfalls einlassen", schreibt die "FAZ" unter Berufung auf Kreise weiter.

19.25 Uhr: Der Hamburger Schiffs-TÜV Germanischer Lloyd will nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" 100 bis 120 Stellen abbauen. Betroffen sind die Beschäftigten der maritimen Dienste sowie Mitarbeiter aus der Hamburger Zentrale. Hier sind 1200 Menschen beschäftigt. Hintergrund für die Maßnahmen ist, dass seit Monaten weltweit so gut wie keine Neubauaufträge für Schiffe mehr vergeben werden.

19.16 Uhr: Der Automobilhersteller Ford  ist einem Zeitungsbericht zufolge aus dem gemeinsamen Brennstoffzellenprojekt mit Daimler  ausgestiegen und hat seinen 50-Prozent-Anteil an der Gemeinschaftsfirma Nucellsys in Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) komplett an Daimler verkauft. Wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten, ist ein Arbeitsplatzabbau die Folge. Weil Ford nun keinen Beitrag mehr zu den Entwicklungskosten trage, und Daimler das Budget nicht aufstocke, werden dem Bericht zufolge 65 der 204 Mitarbeiter bei Nucellsys ihre Stelle verlieren.

19 Uhr: Russland könnte nach slowakischer Einschätzung erneut Gaslieferungen über die Ukraine nach Europa kürzen. Damit sei Ende der ersten Juli-Woche zu rechnen, sagte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico. Dies sei zu befürchten, weil die Ukraine sehr wahrscheinlich nicht die russischen Gaslieferungen vom Juni bezahlen könne. Der russische Gaskonzern Gazprom  zeigte sich kurz nach Ficos Äußerungen besorgt über die Lagerbestände und die Zahlungsfähigkeit der Ukraine. Auch die Europäische Union (EU) hatte unlängst vor einer neuen Gaskrise gewarnt.

18.42 Uhr: Die EU-Kommission hat dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall  grünes Licht für die geplante Übernahme des niederländischen Versorgers Nuon gegeben. Die Niederländer müssen allerdings ihr deutsches Endkundengeschäft in Berlin und Hamburg veräußern, damit der Wettbewerb nicht zu sehr eingeschränkt wird. Da Vattenfall in diesen beiden Städten der etablierte Anbieter und Nuon der stärkste Konkurrent ist, hatte die Kommission hier wettbewerbsrechtliche Bedenken. Vattenfall hatte im Februar angekündigt, Nuon für 10,3 Milliarden Euro zu übernehmen.

16.48 Uhr: Die Deutsche Börse  hat bei dem neuen Handelssystem für die Börse in Kuwait das Nachsehen. Der zweitgrößte arabische Handelsplatz entschied sich nach monatelangen Verhandlungen für das Angebot des Konkurrenten Nasdaq OMX. Das System soll innerhalb der nächsten 13 Monate eingeführt werden. Finanzielle Details der Übereinkunft nannte die Börse nicht.

16.10 Uhr: Die US-Aktienmärkte sind mit Kursverlusten in die neue Handelswoche gestartet. Viele Anleger blieben zurückhaltend, nachdem die Weltbank ihre Konjunkturprognosen für die USA, die Euro-Zone und Japan gesenkt hatte, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index  verlor in den ersten Handelsminuten 0,9 Prozent auf 8459 Punkte. Der Technologiewerteindex Nasdaq Composite  fiel um 1,2 Prozent auf 1805 Zähler.

Keine Lust auf Selbstständigkeit

15.39 Uhr: In Deutschland wagen weniger Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit als in anderen Industriestaaten. Nur 1,4 Prozent der 18- bis 64-Jährigen sind gerade dabei, ein Unternehmen zu gründen, wie aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht. Weitere 2,4 Prozent hätten sich während der vergangenen dreieinhalb Jahre selbstständig gemacht. "Damit belegt Deutschland innerhalb von 18 vergleichbar hoch entwickelten Ländern den vorletzten Platz."

15.05 Uhr: Deutschlands zweitgrößer Stahlproduzent Salzgitter  profitiert von steigenden Auftragseingängen. Die Auslastung der Werke erreiche in Kürze wieder Werte von 75 bis 80 Prozent, sagt ein Firmensprecher. Vor kurzem hatte der Konzern seine Betriebe nur zu 30 bis 50 Prozent ausgelastet gehabt. Die Auftragslage im Juni habe sich stabilisiert, eine weitere Erholung sei im Juli zu erwarten. Es sei davon auszugehen, dass dann 75 bis 80 Prozent der Bestellungen des Vorjahres hereinkämen. Salzgitter reagiert mit Preisanhebungen auf die gestiegene Nachfrage.

14.55 Uhr: Die deutschen Friseure wollen ihre Angebote mit einem verringerten Mehrwertsteuersatzes attraktiver machen. Dies fördere die Nachfrage und trage dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern, sagt der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV), Andreas Popp, im pfälzischen St. Martin. Nach Forderung des Verbandes soll der Mehrwertsteuersatz auf Friseurleistungen von 19 auf 7 Prozent sinken. Für diesen Schritt habe die EU im März die Voraussetzungen geschaffen.

Porsche will Kreditantrag überarbeiten

14.50 Uhr: Das deutsche Banken-Rettungspaket kann vorerst weiterlaufen. Die EU-Kommission billigte eine Verlängerung um sechs Monate. Die Kommission hatte im Dezember vergangenen Jahres den nationalen Rettungsplan mit dem damaligen Umfang von bis zu 480 Milliarden Euro genehmigt. Die Kommission wacht darüber, dass bei der Rettung von Kreditinstituten die freie Konkurrenz in der europäischen Branche nicht ausgehebelt wird.

14.40 Uhr: Der Streit um den Einstieg in die Rente mit 67 ist aus den Reihen der SPD neu eröffnet worden. Angestoßen wurde die Debatte vom designierten neuen SPD-Landesvorsitzenden in Bayern, Florian Pronold. "Ich gehe davon aus, dass die Rente mit 67 wegen steigender Arbeitslosenzahlen in der Wirtschaftskrise nicht in Kraft treten kann", sagte er der "Bild"-Zeitung. Das Bundesarbeitsministerium widersprach umgehend.

14.35 Uhr: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat das Moratorium über die deutsche Niederlassung der isländischen Kaupthing Bank aufgehoben. Nachdem die isländische Regierung die Auszahlung der deutschen Anleger zugesichert habe, sei diese Maßnahme zur Sicherung der verbliebenen Vermögenswerte nicht länger erforderlich. Erste Rückzahlungen an deutsche Einleger sollen nach Angaben der Bank im Laufe der Woche veranlasst werden, hieß es in der Erklärung der Bafin.

14:15 Uhr: Porsche will seinen Antrag für einen Milliardenkredit bei der staatlichen Förderbank KfW überarbeiten. "Das werden wir schnell tun", sagte ein Porsche-Sprecher am Montag in Stuttgart. Die KfW habe die Nachbesserung verlangt. Porsche hatte Anfang Juni bei der KfW ein Darlehen über 1,75 Milliarden Euro beantragt. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass die Förderbank diesen Antrag zunächst abgelehnt hat.

13.55 Uhr: Der Käufer des insolventen niedersächsischen Autozulieferers Stankiewicz will den Großteil der Belegschaft in Deutschland erhalten. 840 der 970 Mitarbeiter würden vom amerikanischen Autoteilekonzern International Automotive Components (IAC) übernommen, teilte Insolvenzverwalter Christopher Seagon am Montag mit. Europaweit übernimmt IAC neun Standorte mit 1200 Beschäftigten und 150 Millionen Euro Umsatz.

Bei Karmann rollt das letzte Auto vom Band

13.45 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt weitet seine Verluste aus. Der Frankfurter Leitindex Dax  verliert gegenüber dem gestrigen Schlussstand mittlerweile 1,6 Prozent auf 4760 Zähler. Der MDax  der mittelgroßen Aktiengesellschaften büßt 1,55 Prozent auf 5595 Stellen ein und der Technologieindex TecDax  fällt um 1,15 Prozent auf 606 Punkte zurück.

13.40 Uhr: Das letzte Auto rollt vom Band des Osnabrücker Cabrio-Spezialisten Karmann. Mit einem schwarzen Mercedes CLK-Cabriolet endet die Fahrzeugproduktion bei dem insolventen Traditionsunternehmen. Seit 1997 hatte Karmann den CLK 225.000 Mal für Mercedes hergestellt. Das Aus für die Fahrzeugherstellung war laut Insolvenzverwalter Ottmar Hermann nicht zu verhindern. Karmann hatte sich zuletzt vergeblich um Anschlussaufträge bemüht. "Aber Karmann ist mehr als der Fahrzeugbau", betonte Hermann. Er sucht nach einer Zukunft für die Bereiche Cabrio-Dachsysteme, Fahrzeugentwicklung und Werkzeugbau.

13.10 Uhr: Spaniens Regierung will alle Steuern auf den Prüfstand stellen. Finanzminister Carlos Ocana signalisierte in einem Interview der Zeitung "Cinco Dias", dass es infolge der Beratungen über den Haushalt für 2010 im Herbst voraussichtlich zu umfassenden Steuererhöhungen kommen werde. "Wir haben keinen Spielraum mehr für eine Ausweitung des Defizits", sagte der Minister dem Blatt. Der deutsche Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard warnte zeitgleich, dass es angesichts der Rekordneuverschuldung des Bundes auch hierzulande Steuererhöhungen geben könnte.

13 Uhr: Die Flaute im deutschen Maschinenbau wird in der Branche in den kommenden Monaten zu einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen führen. Einer vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) veröffentlichten Umfrage zufolge rechnen 54 Prozent der befragten Unternehmen, dass die Zahl der Beschäftigten in ihren Firmen bis zum Jahresende zurückgehen wird. 37 Prozent gehen von keiner Veränderung aus, 9 Prozent rechnen mit einem Jobaufbau. Die Kapazitätsauslastung der Betriebe habe mit knapp 72 Prozent einen historischen Tiefpunkt erreicht, sagte VDMA-Präsident Manfred Wittenstein auf einem Kongress des Verbandes in Mannheim.

12.30 Uhr: Die EU-Kommission hat den Rettungsschirm für die deutschen Banken für weitere sechs Monate genehmigt. Die Maßnahmen entsprächen den Vorgaben der EU-Wettbewerbsaufsicht und seien geeignet, eine schwere Störung in der deutschen Wirtschaft zu beheben, erklärte die Kommission. Das Programm zur Unterstützung der Banken in der Finanzkrise war erstmals am 12. Dezember auf ein halbes Jahr befristet gebilligt worden. Die Bundesregierung stellte insgesamt 480 Milliarden Euro zur Verfügung - 400 Milliarden für Kreditbürgschaften und 80 Milliarden für direkte Kapitalbeteiligungen des Staates. Vor allem die Commerzbank  und die Hypo Real Estate  haben die Kapitalhilfe bislang genutzt.

Ifo-Konjunkturindex verbessert

12.15 Uhr: Die deutsche Wirtschaft hat ihre Talfahrt der Bundesbank zufolge gebremst. Der Abwärtstrend werde aber frühestens in der zweiten Jahreshälfte gestoppt, schrieb sie in ihrem Monatsbericht. "Die Aufhellungssignale von der Auslandsnachfrage sind insgesamt noch schwach", hieß es darin. Gleichzeitig leide die Binnennachfrage unter den sinkenden Investitionen der Unternehmen. Der private Konsum stütze dagegen die Konjunktur.

11.45 Uhr: Die Deutsche Lufthansa (Kurswerte anzeigen) darf die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines unter Auflagen der EU-Kommission übernehmen. Um auf vier Strecken zwischen Brüssel und Deutschland sowie der Schweiz nicht zu mächtig zu werden, stelle die Lufthansa Start- und Landerechte für Konkurrenten zur Verfügung, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Sie hatte das Vorhaben seit Januar besonders gründlich untersucht.

10.45 Uhr: Der um sein Überleben kämpfende Modekonzern Escada  rechnet mit einem deutlichen Umsatzrückgang im laufenden Geschäftsjahr. Das Management gehe auch wegen der schwierigen Lage auf dem Markt für Luxusmode weiterhin von einem Rückgang im zweistelligen Prozentbereich aus, schrieb der Konzern im Halbjahresbericht. Durch radikale Einsparungen sollen die Auswirkungen auf das Ergebnis aber abgefedert werden. Unter anderem sollen die Führungskräfte des Unternehmens auf einen Teil ihres Gehalts und auf Prämien verzichten. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 (31. Oktober) war der Umsatz bei Escada um 16 Prozent auf 248 Millionen Euro gesunken, der Verlust lag bei 91,7 Millionen Euro nach 8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

10.05 Uhr: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni erneut leicht verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex erhöhte sich von 84,2 Punkten im Mai auf 85,9 Punkte, wie das Ifo-Institut am Montag in München mitteilte. Experten hatten lediglich einen Anstieg auf 85,3 Punkte erwartet. Damit stieg der Index das dritte Mal in Folge. Der monatlich unter rund 7000 Unternehmen erhobene Ifo-Geschäftsklimaindex ist das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft.

Geldstrom in Entwicklungsländer versiegt

10 Uhr: Gewinnmitnahmen belasten die Kurse an der Frankfurter Börse. Eine Stunde nach Handelseröffnung notiert der Dax  0,9 Prozent im Minus bei 4798 Punkten.

9 Uhr: Die deutschen Aktienindizes sind mit kleinen Gewinnen in die neue Börsenwoche gestartet. Der Leitindex Dax  kletterte in den ersten Minuten um 0,1 Prozent auf 4843 Punkte. Für den MDax  der mittelgroßen Werte ging es um 0,45 Prozent auf 5709 Zähler aufwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax  stieg um 0,45 Prozent auf 616 Punkte.

8.45 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat freundlich geschlossen. Der Nikkei-Index  für 225 führende Werte legte 40 Punkte oder 0,4 Prozent zu und schloss bei 9826,27 Punkten. Der breit gefasste Topix  stieg um 3,5 Punkte oder 0,4 Prozent und schloss bei 922,48 Punkten. Für den Dax  wird in Frankfurt ein freundlicher Start erwartet.

8.30 Uhr: Der Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard rechnet angesichts der Rekordneuverschuldung des Bundes in absehbarer Zeit mit Steuererhöhungen. "Ich selbst halte die Wahrscheinlichkeit, dass es in der kommenden Legislaturperiode zu Steuererhöhungen kommt, für wesentlich höher als diejenige von Steuersenkungen", sagte Wiegard dem "Handelsblatt" vom Montag.

8 Uhr: Der Industriekonzern Siemens (Kurswerte anzeigen) erwartet aus den weltweiten staatlichen Konjunkturprogrammen in den kommenden drei Geschäftsjahren für sich Aufträge von rund 15 Milliarden Euro. Rund 6 Milliarden Euro davon dürften auf umweltfreundliche Technologien entfallen, teilte der Konzern in München mit.

7 Uhr: Die Kapitalflüsse in die Entwicklungsländer werden nach einer Prognose der Weltbank in diesem Jahr mit wahrscheinlich 363 Milliarden Dollar (rund 260 Milliarden Euro) weniger als ein Drittel des bisherigen Höchststands von 1,2 Billionen Dollar im Jahr 2007 erreichen. Wie die Weltbank in ihrem Jahresbericht zu den Außenfinanzierungsaussichten der Entwicklungs- und Schwellenländer mitteilte, wird das Wachstum der Entwicklungsländer in diesem Jahr nach 8,1 Prozent 2007 und 5,9 Prozent 2008 voraussichtlich nur noch 1,2 Prozent betragen. Ohne China und Indien gäbe es ein Minus von 1,6 Prozent.

Auch für die Industrieländer hat die Weltbank ihre Prognose gesenkt: Die US-Wirtschaft schrumpft demnach in diesem Jahr um 3 statt um 2,4 Prozent, in der Eurozone geht die Wirtschaftsleistung um 4,5 statt um 2,7 Prozent zurück, für Japan vergrößert sich das Minus von 5,3 auf 6,8 Prozent. Für den Aufschwung im Jahr 2010 setzt die Weltbank vor allem auf China, Indien und Russland.

Betreiber von Einkaufszentren will Karstadt-Häuser

6.30 Uhr: Die Kaufhof-Mutter Metro  bekommt im Rennen um die besten Filialen der Warenhauskette Karstadt Konkurrenz von einem Shopping-Center-Betreiber: Sein Unternehmen halte 20 der 91 Karstadt-Standorte für umbaufähig und werde deshalb für sie bieten, sagte der Vorstandschef der Management für Immobilien AG (MFI), Matthias Böning, dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Sobald das Insolvenzverfahren über die Karstadt-Mutter Arcandor  am 1. September eröffnet sei, werde sich mfi um eine Übernahme bemühen.

6 Uhr: Dem US-Großinvestor George Soros zufolge hat Weltwirtschaft den schlimmsten Teil der Krise überstanden. "Mit Sicherheit liegt das Schlimmste schon hinter uns", sagte der 78-Jährige dem polnischen Fernsehsender TVN24. Es habe sich um einen einzigartigen Vorgang gehandelt. Hintergrund sei die irrige Annahme, dass die Märkte sich selbst regulieren könnten. Benötigt werde nun die Einführung internationale Vorschriften. "Wenn wir dazu nicht in der Lage sind, dann wird die Globalisierung, wie wir sie kennen, auseinanderfallen."

5.30 Uhr: Die japanische Regierung will der der angeschlagenen Japan Airlines (JAL) mit einem Notkredit unter die Arme greifen. Die staatliche Entwicklungsbank solle auf Antrag des Verkehrsministeriums eine Kreditlinie für die größte Fluggesellschaft ausweiten, sagte Finanzminister Kaoru Yosano am Montag. Ein Vertreter der Bank sagte, wahrscheinlich werde der Verluste schreibenden Airline ein Darlehen über 100 Milliarden Yen (750 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt.

5 Uhr: Der Bergbaukonzern Xstrata  will mit dem Konkurrenten Anglo American  über eine Fusion verhandeln. Ziel sei es, Größen- und Kostensynergien zu erzielen, teilte Xstrata in London mit. Die Fusion hätte einen Wert von 68 Milliarden US-Dollar. Xstrata hat derzeit einem Marktwert von 33 Milliarden Dollar und Anglo American von 35 Millionen Dollar. Laut Unternehmenskreisen dürfte Anglo American jedoch das Angebot ablehnen. Xstrata wolle mit der Fusion ein Unternehmen schaffen, das in der Lage ist mit dem größeren Anbieter BHP Billiton  zu konkurieren.

4.30 Uhr: Die französische Regierung rechnet mit einem starken Anstieg des Haushaltsdefizits. Angesichts der hohen Kosten für die Rettungsprogramme und der steigenden Arbeitslosigkeit dürfte das Budgetdefizit in den Jahren 2009 und 2010 bei 7 Prozent bis 7,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen, sagte Haushaltsminister Eric Woerth am Sonntag bei einem TV-Interview. Bislang hatte die Regierung nur erklärt, dass das Defizit über 6,5 Prozent des BIP steigen dürfte.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

Mehr lesen über

Verwandte Artikel

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.