Elring Klinger Schwarze Zahlen nach Stellenstreichungen

Mit Dichtungen wird auch in der Krise Geld verdient: Der Autozulieferer Elring Klinger fürchtet zwar erheblich niedrigere Verkäufe in diesem Jahr, rechnet aber weiterhin mit schwarzen Zahlen im laufenden Geschäftsjahr - nicht zuletzt nach Stellenstreichungen: Das Unternehmen hat alle befristeten Arbeitsverträge auslaufen lassen.

München - Der Autozulieferer Elring Klinger strebt trotz der schwierigen Situation in der Branche im laufenden Jahr schwarze Zahlen an. "Ich rechne für 2009 mit einem klaren Gewinn. Einen Verlust schließe ich aus", sagte Vorstandschef Stefan Wolf dem Wirtschaftsmagazin "Euro". Mit Blick auf das zweite Quartal zeigte er sich "nicht unzufrieden".

Trotz der Auswirkungen der Konjunktur- und Branchenflaute plane der Dichtungsspezialist zumindest vorerst auch keinen weiteren Arbeitsplatzabbau in Deutschland. "In Deutschland sind alle befristeten Arbeitsverträge bis Juli ausgelaufen und wir nutzen Kurzarbeit. Darüber hinaus haben wir keinen Arbeitsplatzabbau geplant", sagt er. Ziel sei es, die Stammbelegschaft auf jeden Fall zunächst bis zum Jahresende zu halten.

Zugleich bestätigte er die bereits ausgegebenen Zielspannen. "Bestenfalls erreichen wir unsere 2008er-Zahlen", sagte Wolf. Das hieße, 658 Millionen Euro Umsatz. Allerdings müsste dafür die Autokonjunktur im zweiten Halbjahr sehr stark anziehen. Das vergangene Geschäftsjahr hatte das Unternehmen mit einem Gewinn von rund 40 Millionen Euro abgeschlossen.

Laut dem mittleren Szenario, "wenn die Autoabsätze auf Gesamtjahresbasis um 20 Prozent bis 25 Prozent einbrechen" rechnet das Unternehmen mit Gesamterlösen von 580 Millionen Euro. Brechen die Neuwagenverkäufe dagegen wie im ersten Quartal je nach Region um bis zu 40 Prozent ein, werde sich der Umsatz auf 500 Millionen Euro belaufen.

Welches dieser Szenarien das wahrscheinlichste ist, sei derzeit nicht prognostizierbar. Zugleich betonte Wolf, dass auch im schlechtesten der definierten Fälle der MDax-Konzern nach Zinsen und Steuern einen Gewinn schreiben werde.

Insgesamt beschäftigte das baden-württembergische Unternehmen weltweit rund 4000 Mitarbeiter, knapp die Hälfte davon in Deutschland.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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