Trotz Urteil Fiat hält an Chrysler-Einstieg fest

Das höchste US-Gericht hat den Fiat-Chrysler-Deal vorerst auf Eis gelegt. Der italienische Autobauer bekräftigt am Dienstag, weiter am Einstieg bei dem insolventen US-Konkurrenten interessiert zu sein - auch dann, wenn die Frist am 15. Juni verstreichen sollte.

Mailand - Der italienische Autobauer Fiat  hält trotz der jüngsten Entwicklung an dem geplanten Einstieg bei dem US-Rivalen Chrysler fest. Fiat werde aus dem Vertrag auch dann nicht aussteigen, falls die Frist bis zum 15. Juni nicht eingehalten werde, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Der Oberste US-Gerichtshof hat den geplanten Einstieg am Montag blockiert. Die Anordnungen des Insolvenzrichters für den Verkauf seien bis auf weiteres ausgesetzt, hatte eine Richterin erklärt. Der Fall ist auch deshalb interessant, weil der ebenfalls insolvente Konkurrent GM - die Mutter von Opel - eine ähnliche Strategie verfolgt.

Vor dem obersten Gericht hatten drei Pensionsfonds erfolgreich gegen die zuvor von einem Insolvenzgericht erlaubte rasche Allianz geklagt. Im Fall von Chrysler werfen die Pensionsfonds dem Finanzministerium vor, mit Hilfsgeldern aus dem Banken-Rettungspaket für den Autobauer Kompetenzen überschritten zu haben. Außerdem seien im Insolvenzverfahren Inhaber von besicherten Anleihen im Vergleich zu den Gewerkschaften schlechter behandelt worden.

Der Insolvenzrichter hatte die Zustimmung zu dem beschleunigten Verfahren mit dem finanziellen Druck auf Chrysler begründet. Der Detroiter Konzern hatte erklärt, 100 Millionen Dollar für jeden weiteren Tag Verzögerung zu verlieren. Fiat hatte mit einem Rückzug aus dem Geschäft gedroht, sollte es nicht bis 15. Juni vollzogen sein.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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