Dienstag, 21. Mai 2019

Krisenticker Otto an Karstadt Sport interessiert

Der Handelskonzern Otto könnte Karstadt Sport kaufen. Die Modekette C&A verkauft ihre Bank. Tchibo schließt seinen Verwaltungssitz in Bremen, der Dax schließt im Plus. Standard & Poor's senkt ihr Siemens-Rating. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

21.36 Uhr: Der Versandhandelskonzern Otto signalisiert Interesse an Konzernteilen von Arcandor Börsen-Chart zeigen . Sollte es eine privatwirtschaftliche Lösung bei Arcandor geben, so wäre die Otto Group sicher Teil dieser Lösung, sagte ein Otto-Sprecher der Zeitung "Euro am Sonntag". Otto sei insbesondere an den Sportfilialen der Karstadt-Gruppe interessiert, erfuhr das Blatt aus Konzernkreisen.

21.25 Uhr: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben ihre Gasschulden bei Russland beglichen. Wie ein Sprecher des staatlichen ukrainischen Energieversorgers Naftogaz sagte, wurde eine offene Rechnung für den Monat Mai bezahlt. Zuvor hatte Staatschef Viktor Juschtschenko angekündigt, umgerechnet 350 Millionen Euro für die Zahlung an den russischen Energieriesen Gazprom Börsen-Chart zeigen freizugeben. Erst am Mittwoch warnte Regierungschef Wladimir Putin vor einem Stopp der russischen Gaslieferungen über die Ukraine in die EU schon Ende Juni oder Anfang Juli.

Ohne Bank: C&A will seine Hausbank verkaufen
21.10 Uhr: Die Modekette C&A steigt nach gut zwei Jahren aus dem Bankgeschäft wieder aus und verkauft ihre C&A Bank. Der künftige Besitzer solle das bestehende Angebot an Finanzdienstleistungen fortführen und ausbauen, teilte das Unternehmen mit. Die C&A Bank war Ende 2006 als Tochterfirma der C&A Mode KG gegründet worden. Die Bank hat derzeit eine Bilanzsumme von 250 Millionen Euro und ist ausschließlich im Bereich Ratenkredite und Versicherungsprodukte aktiv.

21.03 Uhr: In den USA sind die Verbraucherkredite im April gesunken. Auf Monatssicht seien sie um 15,68 Milliarden Dollar gefallen, teilte die US-Notenbank mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um sechs Milliarden Dollar gerechnet. Der Vormonatswert wurde von minus 11,1 Milliarden Dollar auf minus 16,57 Milliarden Dollar revidiert.

20.47 Uhr: Die Talfahrt auf dem Markt für Nutzfahrzeuge geht weiter. Auftragseingänge, Exporte, Produktionszahlen und Zulassungen wiesen sowohl im Mai als auch seit Jahresanfang zweistellige Minuszahlen auf, berichtete der Verband der Automobilindustrie (VDA). So brachen im Mai die Bestellungen aus dem Ausland für schwere Fahrzeuge (mehr als sechs Tonnen) um 77 Prozent ein. Seit Januar gingen sie sogar um 81 Prozent zurück.

19.44 Uhr: Der Flugzeugbauer Airbus hat heftig mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu kämpfen. Die Tochter des Luftfahrtkonzerns EADS Börsen-Chart zeigen konnte bis Ende Mai nur 32 neue Aufträge verbuchen - dieser Zahl standen 21 Abbestellungen gegenüber. Unter anderem stornierten Kunden fünf Aufträge für Langstreckenjets des Typs A350-800 und fünf Aufträge für Maschinen des Typs A320, wie Airbus mitteilte. Netto gab es in den ersten fünf Monaten damit nur elf neue Bestellungen - zwei davon im Mai.

18.39 Uhr: Der Kaffeeröster Tchibo will zum Mai 2010 seinen Verwaltungssitz in Bremen aufgegeben. Die Unternehmensspitze in Hamburg habe die Entscheidung bestätigt, berichtet der "Weser-Kurier". Betroffen seien 170 Arbeitsplätze. 40 bis 50 der Mitarbeiter aus dem Logistikgeschäft würden in Bremen in den Neustädter Hafen umziehen. Den anderen 120 Verwaltungsangestellten aus Vertrieb, Marketing und Buchhaltung solle eine Beschäftigung in Hamburg angeboten werden, hieß es.

17.40 Uhr: Am deutschen Aktienmarkt sind die Arbeitsmarktdaten aus den USA mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden und haben dem Dax Börsen-Chart zeigen nur ein kleines Plus beschert. Der Leitindex legte um 0,24 Prozent auf 5.077,03 Punkte zu und verbuchte damit im Wochenverlauf einen Aufschlag von 2,8 Prozent. Für den MDax Börsen-Chart zeigen ging es um 0,42 Prozent nach oben auf 5.922,01 Zähler. Der TecDax Börsen-Chart zeigen stieg um 0,41 Prozent auf 651,41 Zähler.

16.58 Uhr: Die Ratingagentur Standard & Poor's senkte die Bonitätsnoten für Siemens Börsen-Chart zeigen auf "A+/A-1" von zuvor "AA-/A-1+". "Die Herabstufung spiegelt wider, dass das Finanzrisiko von Siemens nun etwas höher ist als zuvor", hieß es zur Begründung. Der Konjunktureinbruch schwäche die Leistungsfähigkeit von Siemens und belaste die operative Rendite. Mittelfristig werde sich die Lage wieder verbessern, daher sei auch der Bonitätsausblick stabil.

16.28 Uhr: Der US-Ölpreis ist nach einem erneuten Kurssprung erstmals in diesem Jahr über die Marke von 70 Dollar gesprungen. Experten nannten als Grund den überraschend guten Arbeitsmarktbericht aus den USA. Nach den Daten sprang der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli auf bis zu 70,32 Dollar. Im weiteren Verlauf drehte das US-Rohöl aber wieder ins Minus und kostete zuletzt 68,26 Dollar. Das waren 55 Cent weniger als am Vortag.

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