Kuka "Forderungen gegenüber Opel gesichert"

Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka ist durch die Insolvenzen der US-Autobauer Chrysler und General Motors weniger stark betroffen als befürchtet. Die finanziellen Forderungen von Kuka an General Motors und Opel liegen aktuell bei knapp 5 Millionen Euro.

Augsburg - Bei General Motors und Opel sei Kuka mit einem "blauen Auge davongekommen", sagte Finanzchef Matthias Rapp am Mittwoch. Auch bei dem Autobauer Chrysler, für den Kuka die Rohkarosserie des Jeep Wrangler fertigt, rechne er mit einem glimpflichen Ausgang.

Kuka war von den Turbulenzen auf den Automärkten schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Umsatz war im ersten Quartal um ein Fünftel geschrumpft, das Unternehmen rutschte in die roten Zahlen. Die im MDax  notierte Aktie  hatte zu Wochenbeginn um mehr als 10 Prozent zugelegt, gab am Mittwoch in einem schwächeren Gesamtmarkt aber einen Teil ihrer Gewinne wieder ab.

Kritisch wurde die Situation durch die Insolvenzen erst von Chrysler und zuletzt von General Motors. Sukzessive habe Kuka jedoch die Risiken heruntergefahren, besonders nachdem die Pleite eines Kunden aus der Zulieferindustrie das Unternehmen viele Millionen Euro gekostet hatte.

Forderungen gegenüber Opel, GM und Chrysler reduziert

Die finanziellen Forderungen von Kuka an General Motors und Opel liegen nach Rapps Angaben aktuell bei knapp 5 Millionen Euro. Ende März waren es noch 30,6 Millionen Euro gewesen, für Ende Mai hatte Kuka die Außenstände ursprünglich auf 8,5 Millionen Euro taxiert. Vier Fünftel der Ansprüche gegenüber dem GM-Konzern beträfen Opel.

"Da gehen wir davon aus, dass die Forderungen aufgrund der angestrebten politischen Lösung gesichert sind." Der deutsche Autohersteller Opel war unter Mithilfe der Bundesregierung von der US-Mutter gelöst worden, um nicht in den Strudel der Insolvenz gerissen zu werden.

Auch beim Konkurrenten Chrysler hat Kuka den Angaben zufolge die allgemeinen Forderungen von 10,4 Millionen Euro zu Ende April weiter reduziert. Eine genaue Summe wollte Rapp nicht nennen.

Viel schwerer wiege hier die von den Augsburgern in Eigenregie betriebene Jeep- Produktion, KTPO genannt. Hier bestanden Ende April Risiken aus dem laufenden Betrieb von 8,5 Millionen Euro. Hinzu komme die rund 88 Millionen Euro schwere Finanzierung der Fabrik selbst. Gegenwärtig ruhe die Produktion des Jeep Wrangler.

manager-magazin.de mit Material von dpa