Krisenticker EZB entscheidet über Zinsen

Die EZB tritt zu ihrer Ratssitzung in Frankfurt zusammen. US-Notenbankpräsident Ben Bernanke weist Angela Merkels Kritik an der US-Notenbankpolitik zurück. Ein US-Gericht hat den Chrysler-Verkauf an Fiat gestoppt. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.31 Uhr: Die Europäische Zentralbank (EZB) tritt am Donnerstag zu ihrer routinemäßigen Ratssitzung in Frankfurt am Main zusammen. Beobachter erwarten nach der letzten Zinssenkung Anfang Mai von dieser Sitzung keine weitere Lockerung der geldpolitischen Zügel im Euro-Raum. Die Währungshüter hatten wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise den Leitzins in den vergangenen Monaten in sieben Schritten auf mittlerweile 1 Prozent gesenkt.

22.01 Uhr: Enttäuschende Konjunkturdaten haben die New Yorker Aktienbörsen belastet und einen viertägigen Aufwärtstrend gestoppt. Der Anstieg der Öl-Lagerbestände lastete auf Aktien der Energiebranche. Der Dow Jones  fiel bis zum Handelsschluss um 0,7 Prozent auf 8676 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 sank um 1,4 Prozent auf 931 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq  verlor 0,6 Prozent auf 1825 Stellen.

20.55 Uhr: US-Notenbankpräsident Ben Bernanke hat die Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Politik der Federal Reserve zurückgewiesen. "Bei allem Respekt, ich teile ihre Ansichten nicht", sagte der Fed-Chef in einer Anhörung vor dem Kongress. Die Wirtschaft habe der außergewöhnlichen Verzwickung einer Finanzkrise gegenüber gestanden. In so einem Fall müssten deutliche Maßnahmen ergriffen werden, um Schlimmeres zu verhindern. Merkel hatte die Vollmachten der Fed und der Bank of England für den massiven Ankauf von Staatsanleihen kritisiert.

20.05 Uhr: Der Fußball-Weltverband Fifa hat im Vorjahr gut gewirtschaftet und trotz der globalen Wirtschaftskrise dreistellige Millionengewinne gemacht. Im Jahr 2008 wurden 184 Millionen Dollar Profit erwirtschaftet, teilte die Fifa mit. Das Anlagevermögen wurde von der Fifa mit 1,6 Milliarden Dollar beziffert.

19.41 Uhr: Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) hat Vergütungsregeln für Bankmanager vorgeschlagen. Banken sollten Anreize für unangemessene Risiken vermeiden und nachhaltiges Wirtschaften in den Vordergrund stellen, empfahl die Finma in einem am Mittwoch veröffentlichten Papier. Konkret schlägt die Finma vor, Boni an die Manager erst nach einer Sperrfrist von drei Jahren auszuzahlen. Auch Mali, also Strafzahlungen bei schlechter Geschäftsentwicklung, müssten eingeführt werden.

18.39 Uhr: Ein US-Berufungsgericht hat den geplanten Verkauf der meisten Vermögenswerte des insolventen amerikanischen Autobauers Chrysler an Fiat  vorerst gestoppt. Gegen den Verkauf hatten drei Fonds aus dem US-Staat Indiana geklagt, darunter Pensionsfonds für Polizisten und Lehrer, die zu den Chrysler-Gläubigern gehören und sich ungerecht behandelt fühlen. Damit haben sich die Hoffnungen von Chrysler zerschlagen, den Verkauf bis zum Wochenende über die Bühne zu bringen.

18.00 Uhr: Nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten haben die Anleger am Mittwoch an den europäischen Aktienmärkten Kasse gemacht. Der Dax fiel im Xetra-Handel um 1,7 Prozent auf 5054 Punkte. Auch die meisten anderen europäischen Länderindizes gaben nach. Der Stoxx50 und der EuroStoxx50 rutschten um je rund zwei Prozent ab.

17.33 Uhr: Lettland droht eine Abwertung seiner Währung. Die lettische Regierung scheiterte mit dem Versuch, Staatsanleihen an Investoren zu verkaufen. Das nährte Spekulationen an den Finanzmärkten, das einst boomende Land im Baltikum müsse seine Währung, den Lat, bald abwerten. Dies würde vor allem skandinavische Banken treffen, die stark in der Region engagiert sind. Die lettische Regierung geht in diesem Jahr von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um deutlich mehr als 10 Prozent aus.

16.55 Uhr: Die Krise auf den Arbeitsmärkten könnte nach Einschätzung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) noch bis zu acht Jahre dauern. ILO-Generaldirektor Juan Somavia sagte in Genf, Politiker in aller Welt hätten sich bislang nicht genügend um die menschlichen und sozialen Folgen dieser Entwicklung gekümmert. Somavia erläuterte, dass bis zum Jahr 2015 rund 300 Millionen neue Arbeitsplätze gebraucht würden, nur um alle bis dahin zusätzlich zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte zu versorgen. "Die Welt steht einer Arbeits- und Sozialkrise von sechs bis acht Jahren Dauer gegenüber", sagte Somavia bei der Eröffnung der jährlichen Konferenz der UN-Arbeitsagentur.

16.45 Uhr: Beim Fertighausbauer Kampa ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Wie das Unternehmen mitteilte, ist per Beschluss des Amtsgerichts Aalen der Heidelberger Rechtsanwalt Werner Schreiber zum Insolvenzverwalter bestellt worden. Schlechte Nachrichten gibt es für Aktionäre von Europas nach eigenen Angaben führendem Fertighausbauer. Vor knapp drei Monaten war die Zahlungsunfähigkeit der Firma bekanntgeworden.

US-Arbeitslosenquote steigt rapide

16.41 Uhr: Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine droht erneut zu eskalieren. Wenn die Ukraine nicht für das Auffüllen ihrer unterirdischen Speicher mit russischem Gas bezahle, könne dies Ende Juni oder Anfang Juli zum vollständigen Lieferstopp führen, sagte der russische Regierungschef Wladimir Putin bei Gesprächen in der finnischen Hauptstadt Helsinki. Der Gasstreit zwischen Moskau und Kiew hatte zu Jahresbeginn zu einer mehrwöchigen Totalblockade der wichtigsten Transitpipeline durch die Ukraine in die Europäische Union geführt.

15.46 Uhr: In den USA ist die Beschäftigung im Privatsektor im Mai dem Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) zufolge etwas stärker als erwartet gesunken. Die Zahl der Beschäftigten sei um 532.000 im Vergleich zum Vormonat gefallen, teilte ADP in Washington mit. Am Markt wurde mit 520.000 weniger Stellen gerechnet. Das US-Arbeitsministerium wird den offiziellen Arbeitsmarktbericht für Mai an diesem Freitag veröffentlichen. Die ADP-Daten gelten als Indikator für den US-Arbeitsmarktbericht.

15.26 Uhr: Der von der US-Regierung vor dem Zusammenbruch gerettete Versicherungskonzern AIG verkauft laut US-Medien seine New Yorker Konzernzentrale. Preis und Käufer für das 66-stöckige Hauptgebäude und eine benachbarte Immobilie im Süden Manhattans blieben zunächst unbekannt. AIG werde die Zentrale in der Pine Street noch bis Ende 2010 nutzen, berichtete die US-Wirtschaftsagentur Bloomberg. Der Wolkenkratzer sei mit 290 Metern Höhe das fünfthöchste Gebäude in New York und habe eine Gesamtfläche von rund 72.000 Quadratmetern.

15.19 Uhr: Wie der Karman-Betriebsrat mitteilte, sollen nach dem Willen der Geschäftsführung von den derzeit 1979 Mitarbeitern 513 Beschäftigte gehen. Nach Angaben der Arbeitnehmervertretung soll unter anderem der Werkzeugbau mit bislang 245 Mitarbeitern geschlossen werden.

13.41 Uhr: Wie der kanadische Zug- und Flugzeugbauer Bombardier  mitteilte, verringerte sich der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 158 Millionen Dollar. Der Umsatz fiel um 6,7 Prozent auf 4,47 Milliarden Dollar. Bombardier macht zu schaffen, dass Unternehmen im Zuge der Wirtschaftsflaute verstärkt an Firmenjets sparen. Im Ende April zu Ende gegangenen Vierteljahr gingen laut Bombardier in dieser Sparte mehr Stornierungen als Bestellungen ein. Zu Jahresbeginn lieferte das Unternehmen aus Montreal insgesamt 75 Maschinen aus, zwölf weniger als vor Jahresfrist. In Deutschland beschäftigt der Konzern rund 7500 Mitarbeiter.

Privatinvestoren investieren nicht

13.04 Uhr: Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch die Private-Equity-Branche erreicht. Die deutschen Private Equity-Gesellschaften hätten im ersten Quartal ihre Investitionen deutlich reduziert, teilte der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) am Mittwoch in Berlin mit.

In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres erreichten die Private Equity-Investitionen in deutsche Unternehmen noch 301 Millionen Euro - rund drei Viertel weniger als im gleichen Quartals des Vorjahres mit 1,5 Milliarden Euro. Auch wenn sich die Krisenstarre des ersten Quartals inzwischen gelöst habe, sei für den Rest des Jahres keine umfassende Markterholung zu erwarten.

12.50 Uhr: Porsche  will einen Kreditantrag über 1,75 Milliarden Euro bei der KfW stellen, kündigte ein Porsche- Sprecher an. Bis wann die KfW darüber entscheiden werde, sei noch unklar. Die Stuttgarter suchen seit Wochen nach Geldgebern. Das Geld braucht Porsche vor allem zur Finanzierung des laufenden operativen Geschäfts. Porsche drückt ein Schuldenberg von rund neun Milliarden Euro.

11. 32 Uhr: Der Textilfaser-Produzent Trevira mit deutschlandweit rund 1380 Beschäftigten ist pleite. Die Trevira GmbH und die Trevira Holding GmbH aus dem schwäbischen Bobingen hätten Insolvenzantrag gestellt, teilte die Anwaltskanzlei Schneider Geiwitz & Partner am Mittwoch in Neu-Ulm mit.

11.07 Uhr: Die Wirtschaft im Eurogebiet ist im ersten Vierteljahr gegenüber den drei Vormonaten so stark geschrumpft wie nie zuvor. Der Rückgang betrug 2,5 Prozent, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit und bestätigte damit eine eigene Schätzung vom Mai. Die Berechnungen bei Eurostat laufen seit 1995. Der Euro wurde Anfang 1999 eingeführt.

Düstere EZB-Prognosen

9.46 Uhr: Die Prognosen der Europäischen Zentralbank (EZB) für die Eurozone werden nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny nicht gut ausfallen. 2009 erwartet Nowotny noch "massiv negative Wachstumsraten", wie die Nachrichtenagentur APA Nowotny am Mittwoch zitierte. Für 2010 sei von "plus-minus-null" auszugehen, hieß es weiter. An diesem Donnerstag wird die EZB für die Eurozone ihre neuen Prognosen für die Konjunktur und die Inflationsentwicklung veröffentlichen.

9.45 Uhr: Der Euro ist am Mittwoch auf ein Fünf-Monats-Hoch zum Dollar und ein Sieben-Monats-Hoch zum Yen gestiegen. Die Anleger hofften wieder stärker auf eine Besserung der Wirtschaftslage und würden in ihren Anlageentscheidungen mutiger, erklärten Analysten. Davon profitiere der als "risikoreich" geltende Euro .

Die Gemeinschaftswährung gewann bis auf 1,4337 Dollar nach 1,4307 Dollar im späten US-Geschäft. Ein Händler in London sagte, dass die Nachfrage einer asiatischen Zentralbank dem Euro etwas Rückenwind zum Dollar gebe. Im Handelsverlauf bröckelte der Euro im Gleichklang mit den Aktienmärkten dann etwas ab und notierte knapp unter 1,43 Dollar. Zur japanischen Währung gewann der Euro bis auf 137,99 Yen nach 136,86 Yen im späten Vortageshandel.

9.28 Uhr: Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist am Dienstag erneut gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) im Durchschnitt 66,87 US-Dollar und damit 52 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren täglichen Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

Dax startet gut behauptet

9.05 Uhr: Der Dax  startet mit einem Plus von 5,96 Punkten auf 5150 Zähler gut behauptet in den Handel.

8.21 Uhr: Die angeschlagene Kölner Immobiliengesellschaft Vivacon  hat nach den Worten ihres Vorstandschefs nur noch wenige Wochen Zeit, ihre Finanzprobleme zu lösen. Die Stillhaltevereinbarungen mit den Banken liefen bis zum 30. Juni, sagte Vivacon-Chef Eckhard Rodemer der "Börsen-Zeitung". Es gehe um rund 116 Millionen Euro, die Vivacon in diesem Jahr brauche.

8.19 Uhr: Die staatliche KfW Bankengruppe will das deutsche Bankensystem mit weiterem Geld versorgen. Es werde konkret darüber nachgedacht, Exportkredite von Banken aufzukaufen, sagte eine KfW-Sprecherin der "Börsen-Zeitung". Dann hätten die Banken wieder Spielraum für die Vergabe weiterer Kredite. Das Konzept werde derzeit im Hause erarbeitet, ein Aufkaufvolumen stehe noch nicht fest.

Laut der Zeitung geht es um Darlehen von ein bis drei Milliarden Euro. Aufgekauft werden sollen Kredite mit geringem Risiko, die mit Hermes-Bürgschaften abgesichert sind. Bei diesen Bürgschaften garantiert der Bund, dass die hiesigen Unternehmen ihr Geld aus Auslandsgeschäften erhalten, auch wenn der ausländische Geschäftspartner nicht zahlt. Der angedachte Kreditaufkauf ist Teil der Konjunkturpakete des Bundes.

8.18 Uhr: Die Börsen in Tokio haben am Mittwoch freundlich geschlossen. Anzeichen, dass sich die Konjunktur erholen könnte, habe insbesondere für Nachfrage bei Stahlwerten und allgemein der Rohstoff verarbeitenden Industrie gesorgt, hieß es am Markt. Der Nikkei  stieg um 0,38 Prozent auf 9742 Punkte. Für den breiter gefassten Topix  ging es um 0,10 Prozent auf 915 Punkte hoch.

Hohe Defizite bei den öffentlichen Haushalten

8.13 Uhr: Die öffentlichen Haushalte Deutschlands haben im ersten Quartal 2009 hohe Defizite aufgewiesen, was besonders für die Bundesländer galt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, stieg - in Abgrenzung der Finanzstatistik - das kassenmäßige Finanzierungsdefizit der Kernhaushalte der Bundesländer gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 10,2 Milliarden Euro auf 13,4 Milliarden Euro.

7.04 Uhr: Vor dem Hintergrund robuster Konjunkturindikatoren sind die Baugeldzinsen in den vergangenen Tagen weiter nach oben gegangen. Nach Ansicht des Kreditvermittlers Interhyp wird sich dieser Trend auch in den nächsten Wochen fortsetzen. Laut Interhyp liegen die Bestsätze bei Annuitätendarlehen für fünf Jahre derzeit bei 3,52 Prozent, für zehn Jahre bei 4,33 Prozent, für 15 Jahre bei 4,48 Prozent, für 20 Jahre bei 4,64 Prozent und für 25 Jahre bei 4,80 Prozent effektiv.

6.57 Uhr: Der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat weitere Staatshilfen für den angeschlagenen Autobauer Opel ausgeschlossen. "Das haben wir Magna und General Motors klar gesagt. Beide haben dies akzeptiert", sagte Steinmeier den "Ruhr Nachrichten". Eine Insolvenz Opels hält der Außenminister für abgewendet. "Mit der staatlichen Brückenfinanzierung hat Opel jetzt die nötige Luft zum Atmen. Jetzt müssen Magna und General Motors zügig einen Vertrag für die Übernahme aushandeln", sagte Steinmeier.

4.54 Uhr: Hoffnungsvolle Konjunktursignale in den USA haben die Anleger wieder risikobereiter werden lassen. Wer den Dollar als sicheren Hafen genutzt hatte, suchte am Mittwoch andere Anlagen, die mehr Rendite versprechen. Die Folge: Der Dollarkurs blieb auf seinem niedrigen Niveau. Der Euro  wurde mit 1,4303 Dollar gehandelt, nachdem er zuvor den bisherigen Höchststand für 2009 bei 1,4332 Dollar erreicht hatte.

Flaute am US-Automarkt hält an

4.36 Uhr: Die Börse in Tokio hat am Mittwochvormittag in Folge der positiven Vorgabe der Wall Street freundlich tendiert. Der Nikkei  für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte einen Gewinn von 34,95 Punkten oder 0,36 Prozent beim Zwischenstand von 9739 Punkten. Der breit gefasste Topix  legte bis dahin um 1,61 Punkte oder 0,18 Prozent auf den Zwischenstand von 916 Punkten zu.

4.30 Uhr: Die Flaute am US-Automarkt hält an. Auch wenn einige Autobauer den Mai bereits als besten Monats des Jahres feierten, mussten sie immer noch Absatzeinbrüche um die 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verkraften. Das geht aus Berichten der Hersteller vom Dienstag hervor. So verkaufte der insolvente US- Autobauer General Motors  verkaufte mit 191.875 Autos auf seinem Heimatmarkt 29,6 Prozent weniger als im Mai 2008, aber doch 19.000 mehr als im April. Auch die deutschen Autobauer kamen aus dem Absatztief nicht heraus, auch wenn die Erholungssignale deutlicher werden.

4.15 Uhr: Die neue Kreditkarten-Gesetzgebung in den USA wird nach Ansicht von Visa-Chef Joseph Saunders zu einer Umstrukturierung der ganzen Branche führen. Sie werde über sich nachdenken, sagte Saunder, und "als Ergebnis wird es weniger Kredite für weniger Leute geben". Das ab Februar 2010 geltende Gesetz soll die Gebühren und Zinsen für Kreditkarten begrenzen und damit die rezessionsgeplagten Amerikaner entlasten.

0.39 Uhr: EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hat das deutsche Bankensystem kritisiert. Das deutsche Dreisäulenmodell aus Privat- und Genossenschaftsbanken sowie Sparkassen sei überholt, sagte Kroes der "Süddeutschen Zeitung" laut Vorabbericht aus der Mittwochausgabe.

Das System entspreche überhaupt nicht der Rolle, die die deutsche Wirtschaft spiele und spielen solle. "Normalerweise würde man sagen, dass ein Land mit solch großer Wirtschaftskraft auch ein paar einflussreiche Banken haben sollte, die nicht nur in Deutschland selbst, sondern auch innerhalb und außerhalb Europas eine Rolle spielen."

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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