Mittwoch, 23. Oktober 2019

Krisenticker Der Hummer geht nach China

GM verkauft die Geländewagenmarke Hummer an einen chinesischen Spezialmaschinen-Hersteller. Die deutsche Wirtschaft befürchtet eine bedrohliche Kreditverknappung. Morgan Stanley plant eine Kapitalerhöhung, um Staatshilfen zurückzahlen zu können. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.05 Uhr: Der insolvente US-Autobauer General Motors (GM) verkauft die Geländewagenmarke Hummer an einen chinesischen Spezialmaschinen-Hersteller. Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery Co werde sowohl die Rechte an der Marke Hummer als auch die bestehenden Händlerbeziehungen übernehmen, teilte GM mit. Finanzielle Details würden noch verhandelt und zum jetzigen Zeitpunkt nicht veröffentlicht.

Verkauft: GM-Geländewagen Hummmer
Getty Images
Verkauft: GM-Geländewagen Hummmer
22.05 Uhr: Neue Hoffnungen auf ein Abebben der Rezession haben die US-Börsen ins Plus gehoben. Positiv aufgenommen wurden vor allem Signale für eine Stabilisierung am Immobilienmarkt. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen notierte zum Handelsschluss 0,2 Prozent höher bei 8740 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte ebenfalls um 0,2 Prozent auf 944 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen gewann 0,4 Prozent auf 1836 Stellen.

20.13 Uhr: Die Liquiditätsprobleme könnten "spätestens im Sommer existenzbedrohend werden", zitierte das "Handelsblatt" aus einer gemeinsamen Erklärung führender Wirtschaftsverbände an Kanzlerin Angela Merkel. Die Wirtschaftsverbände bemängelten, die Kreditinstitute stellten höhere Anforderungen an Sicherheiten oder bewerteten vorhandene Sicherheiten geringer als zuvor. Außerdem sei der Zugang zu den Kreditprogrammen der Förderbanken langwierig oder die Hürden seien zu hoch. Selbst Unternehmen mit guter Auftragslage gerieten in Finanzierungsschwierigkeiten, weil Warenkredit- und Exportversicherungen fehlten, beklagten die Verbände.

18.13 Uhr: Die Autoverkäufe von Daimler sind im Mai in den USA um ein Drittel zurückgegangen. Dabei fiel die Kleinwagenmarke Smart deutlicher in der Gunst der Käufer als die Kernmarke Mercedes-Benz. Insgesamt verkaufte Daimler im Mai in den Vereinigten Staaten 16.303 Personenwagen. Auf die Kernmarke Mercedes-Benz entfielen davon 15.134 Wagen. Der Smart-Absatz schrumpfte von 2695 auf 1169 Einheiten. Seit Beginn des laufenden Jahres hat die Pkw-Sparte von Daimler nun rund 77.400 Fahrzeuge in den USA verkauft. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 29 Prozent im Vergleich zu den ersten fünf Monaten des Vorjahres.

17.37 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am Dienstag seine Gewinne von Pfingstmontag behauptet. Mit 5144 Punkten ging der Leitindex nahezu unverändert aus dem Handel. Damit notiert der Dax weiter so hoch wie seit vorigem November nicht mehr. Besonders gesucht waren Aktien von Volkswagen Börsen-Chart zeigen, die um 10 Prozent auf 253,20 Euro stiegen. Eine eindeutige Erklärung dafür hatten Händler nicht. Sie verwiesen auf Spekulationen, dass ein Investor für VW-Hauptaktionär Porsche Börsen-Chart zeigen gefunden sei.

16.37 Uhr: Der Logistik-Konzern BLG schickt seine 600 Beschäftigten am Autoterminal in Bremerhaven in Kurzarbeit. Die Wochenarbeitszeit werde um 20 Prozent gesenkt, sagte Sprecher Hartmut Schwerdtfeger. Die Kurzarbeit soll bis zum Jahresende laufen. Außerdem prüft die Unternehmensgruppe, die Verwaltungsangestellten in Bremen von Juli an ebenfalls kürzer arbeiten zu lassen. Damit reagiert der Konzern auf den wegen der Wirtschaftskrise gesunkenen Umschlag bei Autos und Containern.

16.15 Uhr: In den USA hat die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im April kräftig angezogen. Der "Pending Home Sales Index" (PHSI) sei von 84,6 Punkten im Vormonat um 6,7 Prozent auf 90,3 Punkte geklettert, teilte die Maklervereinigung Nationals Association of Realtors (NAR) am Dienstag in Washington mit. Dies ist der stärkste Anstieg des Indikators seit siebeneinhalb Jahren. Damit scheint sich die allmähliche Bodenbildung am krisengeschüttelten Häusermarkt zu bestätigen. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe gelten als ein wichtiger Frühindikator für den US-Immobilienmarkt, da sie auf die künftigen Hausverkäufe schließen lassen. Die Hausverkäufe bilden wiederum recht gut die Nachfragesituation auf dem Immobilienmarkt ab.

16 Uhr: Die US-Börsen haben heute zu Handelsbeginn kleinere Kursverluste verbucht. An der Wall Street fiel der Dow-Jones-Industrial-Index Börsen-Chart zeigenum 0,2 Prozent auf 8707 Indexpunkte. Und der Composite-Index Börsen-Chart zeigen der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen gab um 0,5 Prozent und auf 1819 Stellen nach. Vor der Veröffentlichung von Daten zum Verkauf von bestehenden Eigenheimen (16.00 Uhr MESZ) hielten sich die Investoren zurück.

15.15 Uhr: Die US-Investmentbank Morgan Stanley Börsen-Chart zeigen will sich eine weitere Finanzspritze durch den Verkauf neuer Aktien im Wert von 2,2 Milliarden Dollar holen. Die Kapitalerhöhung sei Voraussetzung für die Rückzahlung der erhaltenen Staatshilfe über zehn Milliarden Dollar, teilte die Bank mit. Morgan Stanley geht davon aus, dass die beiden Großaktionäre China Investment Corporation und Mitsubishi UFJ Financial an der Kapitalerhöhung teilnehmen.

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