Samstag, 14. Dezember 2019

Deutsche-Bank-HV Heftige Kritik an Chefaufseher Börsig

4. Teil: Ackermann hält an 25-Prozent-Renditeziel fest

Ackermann hält an 25-Prozent-Renditeziel fest

Josef Ackermann hat unterdessen sein umstrittenes Renditeziel erneut verteidigt. Die angestrebten 25 Prozent Eigenkapitalrendite vor Steuern erreiche der Dax-Konzern "nicht, wie manche behaupten, weil wir übermäßige Risiken eingehen", sagte Ackermann am Dienstag auf der Hauptversammlung in Frankfurt. "Wir erreichen diese Rendite, weil wir ein überzeugendes Geschäftsmodell und eine starke Marktposition haben."

Derartige Renditen erzielten die besten Banken der Welt. Für Deutschlands größte Bank sollte es nach Ansicht Ackermanns "selbstverständlich sein, zu dieser Weltspitze zu gehören".

Ackermann hatte sein 25-Prozent-Ziel nach der Rückkehr in die Gewinnzone im ersten Quartal 2008 bekräftigt und war dafür angesichts von Wirtschafts- und Finanzkrise harsch kritisiert worden. Vor den Aktionären sagte Ackermann: Es sollte "ein Grund zur Freude sein, wenn gerade in Zeiten wie diesen die Deutsche Bank einen guten Gewinn erwirtschaftet. Ein Gewinn, der sie in die Lage versetzt, zu wachsen, Risiken zu verkraften, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen".

Nach tiefroten Zahlen 2008 hatte Deutschlands größte Bank für die ersten drei Monate 2009 einen Überschuss von 1,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

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