Freitag, 20. September 2019

Krisenticker Porsche wird Wahlkampfthema

Bundeskanzlerin Merkel und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff stellen sich hinter das VW-Gesetz. Der IWF sagt Estlands Wirtschaft einen Einbruch um 13 Prozent voraus. Die russische Industrie erlebt den stärksten Produktionsrückgang seit den 90er Jahren. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.20 Uhr: Der Chef des Arcandor-Konzerns Börsen-Chart zeigen, Karl-Gerhard Eick, lehnt eine Fusion der Arcandor-Tochter Karstadt mit der Metro-Tochter Kaufhof ab: "Der Vorschlag von Metro Börsen-Chart zeigen scheint mir derzeit eher ein taktisches Manöver und Störfeuer auf der politischen Bühne zu sein", sagte Eick der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe).

22 Uhr: Die US-Börsen haben am Freitag nach unerwartet guten Zahlen von der US-Baumarktkette Lowe's und wegen Kursgewinnen bei Banken deutlich fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigen der Standardwerte notierte zu Handelsschluss 2,9 Prozent höher bei 8504 Punkten, nachdem er im Verlauf zwischen 8270 und 8511 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index Börsen-Chart zeigen gewann 3 Prozent auf 909 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen kletterte 3,1 Prozent auf 1732 Punkte.

21.30 Uhr: Nach dem überraschenden Rücktritt des WestLB-Chefs Heinz Hilgert hat der Aufsichtsrat einen seiner Stellvertreter kommissarisch zu seinem Nachfolger ernannt. Dietrich Voigtländer werde vorerst Hilgerts Posten übernehmen, teilte die krisengeschüttelte Landesbank mit. Hilgert hatte im Streit mit den Mehrheitseignern sein Amt niedergelegt. Die Sparkassenverbände hatten sich geweigert, mit neuen Garantien die aus Hilgerts Sicht überlebenswichtige Auslagerung nicht mehr zum Kerngeschäft gehörender Bereiche mit einem Volumen von rund 80 Milliarden Euro zu stützen.

21 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich in Wolfsburg erneut zum VW-Gesetz bekannt. Europa sollte bei allen Gemeinsamkeiten auch nationale Besonderheiten respektieren, dazu gehöre das VW-Gesetz, sagte sie zum Auftakt der heißen Phase des CDU-Europawahlkampfes in Niedersachsen. Das VW-Gesetz sichert dem Land und den Arbeitnehmern eine starke Position bei Volkswagen Börsen-Chart zeigen. Mit Merkel auf der Bühne standen neben dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) auch VW-Chef Martin Winterkorn und VW-Betriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh. "Eine Allein-Dominanz von Porsche Börsen-Chart zeigen bei VW ist gescheitert", sagte Wulff. "Es ist traurig, dass es einigen an Mumm fehlt, es allen Beteiligten - auch dem Betriebsrat und der Belegschaft - zu sagen", fügte er hinzu.

19.30 Uhr: Die Wirtschaft des einstigen Boomlandes Estland wird in diesem Jahr nach Einschätzung des IWF um 13 Prozent schrumpfen. Die größte Herausforderung für das EU-Land sei dabei, angesichts von drastischen Steuerausfällen das Haushaltsdefizit unter Kontrolle zu bringen. Der IWF forderte die Regierung auf, die Neuverschuldung wie geplant unter 3 Prozent der Wirtschaftsleistung zu halten. Dies werde dem Land dabei helfen, sich für den Beitritt zur Euro-Zone zu qualifizieren.

19 Uhr: Der weltweit zweitgrößte LKW-Hersteller Volvo Börsen-Chart zeigen hat sich angesichts der Absatzkrise mit Teilen seiner Belegschaft auf Lohnkürzungen geeinigt. Arbeiter in Koping, die Antriebsstränge herstellen, hätten einer Lohnkürzung um 10 Prozent und einer Reduzierung der Arbeitszeit um 20 Prozent zugestimmt, teilte der Konkurrent von MAN Börsen-Chart zeigen und Daimler Börsen-Chart zeigen am Montag mit. Sollten die Arbeitnehmervertreter endgültig zustimmen, könnte der im April angekündigte Abbau von 600 Stellen verhindert werden.

18.30 Uhr: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) fährt die Überwachung der Banken einem Zeitungsbericht zufolge deutlich zurück. In einem Schreiben an das Bundesfinanzministerium, das dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) vorliegt, nennt die Finanzbehörde den Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Schieflage der Hypo Real Estate Börsen-Chart zeigen (HRE) als Grund. Die Bafin sei im Rahmen der bisher bekannten Beweisanträge zur Vorlage von umfangreichen Unterlagen verpflichtet, argumentiert die Behörde. Das habe zur Folge, "dass die laufende Arbeit in manchen Bereichen bereits heute eingestellt ist und in den restlichen nur noch sehr eingeschränkt ausgeübt wird".

18 Uhr: Ungarn darf sein Defizitziel für dieses Jahr um einen Prozentpunkt aufweichen. Das Haushaltsminus kann in diesem Jahr statt der bisher geplanten 2,9 nunmehr 3,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) ausmachen, heißt es in der Vereinbarung, auf die sich die ungarische Regierung sowie Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU) in Budapest einigten. Ungarn ist von einem 20 Milliarden Euro schweren Nothilfekredit abhängig, den IWF, Weltbank und EU im vergangenen Herbst zugesagt hatten, um das Land vor den wirtschaftlichen Zusammenbruch zu retten.

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