Treuhandlösung Regierung baut Brücke für Opel

Die Bundesregierung strebt vorübergehend ein Treuhandmodell für Opel an, sagt Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Das Modell lässt im Fall einer GM-Insolvenz Freiraum für Verhandlungen mit Investoren. Unterdessen wollen die Opel-Interessenten Fiat und Magna ihre Konzepte in einer Woche präsentieren.

Berlin - Die Bundesregierung bereitet sich zur Rettung des Autobauers Opel auf eine vorübergehende Treuhandlösung vor.

Eine solche Übernahme von Opel durch einen Treuhänder sei möglicherweise nötig, um im Falle einer baldigen Insolvenz der Opel-Mutter General Motors weiterhin mit Investoren an einer Zukunftslösung für deren europäische Tochter zu arbeiten, sagte Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Donnerstag nach einem Krisentreffen der Regierung.

Es wird erwartet, dass GM Anfang Juni in den USA Insolvenz anmelden muss. Mit dem Treuhandmodell soll Opel-Vermögen vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt werden.

KfW oder Konsortium könnten Zwischenfinanzierung sichern

Wer die zwischenzeitliche Übernahme von Opel durch einen Treuhänder finanzieren soll, steht laut dem Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums, Steffen Moritz, noch nicht fest. Nach Medienberichten kommt hierfür die staatseigene KfW-Bankengruppe in Frage, Guttenberg hatte am Wochenende ein Bankenkonsortium ins Spiel gebracht.

"Es geht nicht um Verstaatlichung"

Dabei gehe es nicht um einen Einstieg des Staates, betonte der Wirtschaftsminister. Voraussetzung für ein Treuhand-Modell sei, dass es tragfähige Konzepte der Investoren gebe. Über dieses Vorgehen bestehe zwischen Union und SPD in der großen Koalition Konsens.

Laut Guttenberg wollen der italienische Autobauer Fiat  und der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna  bis zum 20. Mai Konzepte vorlegen.

Die Insolvenz der Opel-Konzernmutter General Motors  in den USA ist zuletzt immer wahrscheinlicher geworden.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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