Samstag, 18. Januar 2020

Automarkt Verkäufe in Deutschland steigen

Nur Verschrottungsprämien für Altautos können die Verbraucher in Westeuropa offenbar noch zum Kauf von Neuwagen bewegen. Deutschland und Österreich, wo es diese staatlichen Kaufanreize gibt, waren im April die einzigen Länder, in denen die Verkaufszahlen zulegten.

Frankfurt am Main - Frankreich und Italien, wo der Staat schon länger den Automarkt stützt, hielten sich zwar besser als der Durchschnitt. Doch auch dort kauften weniger Menschen neue Autos als vor einem Jahr. Das geht aus den am Donnerstag vom europäischen Herstellerverband ACEA vorgelegten Zahlen hervor.

Verkaufszahlen im Sinkflug: Abwrackprämien sollen's richten
Europaweit wurden im April mit 1,25 Millionen 12,3 Prozent weniger Neuwagen zugelassen als im Vorjahr. Die Verkaufszahlen sind seit zwölf Monaten im Sinken begriffen. Seit Jahresbeginn hinkt der Absatz mit 4,69 Millionen Pkw fast 16 Prozent hinter dem Niveau von 2008 her.

Deutschland ist in diesem Jahr bisher das einzige Land mit einem Zuwachs (18,4 Prozent). Im April waren es noch einmal 19 Prozent, in Österreich lag der Zuwachs bei 13 Prozent. In Osteuropa gingen die Verkaufszahlen sogar um 21 Prozent zurück, wobei Tschechien und die Slowakei allerdings deutlich positive Vorzeichen zeigten.

Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht in den Zahlen erste Anzeichen dafür, dass der Abwärtstrend weltweit gestoppt sein könnte. Mut machen den deutschen Herstellern auch die neu eingeführten Abwrackprämien in Großbritannien (ab Mitte Mai) und in Spanien (ab Juli). Dort war der Absatz im April um 24 und um 46 Prozent eingebrochen.

Einzige Nutznießer der künstlich gesenkten Neuwagenpreise bleiben die Kleinwagenhersteller. Fiat Börsen-Chart zeigen verzeichnete im April ein Plus von 5 Prozent. Die Volkswagen-Gruppe Börsen-Chart zeigen hielt sich mit einem Minus von 4 Prozent besser als der Markt. Sie baute ihre Marktführerschaft noch aus, weil die Marke VW nur marginal verlor und Skoda leicht zulegte und damit das Minus von Audi Börsen-Chart zeigen ausbügelte.

Die rumänische Billigmarke Dacia von Renault Börsen-Chart zeigen verkaufte 60 Prozent mehr Fahrzeuge als ein Jahr zuvor. Dagegen brachen die Verkaufszahlen von Daimler Börsen-Chart zeigen (minus 26 Prozent) und BMW Börsen-Chart zeigen (minus 31) europaweit erneut ein. Opel und die GM-Schwestermarke Vauxhall lagen 13 Prozent unter Vorjahr.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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