Dienstag, 25. Juni 2019

Krisenticker Kreditvergabe nur bei Jobabbau

Die EZB stärkt die Hoffnung, dass das konjunkturelle Tal bald durchschritten ist, die US-Börsen beenden ihre Talfahrt und verzeichnen Gewinne. Doch die Krise ist nicht vorüber. Die IG Metall etwa prangert arbeitnehmerfeindliches Verhalten bei den Banken an. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.12 Uhr: Die US-Börsen haben am Donnerstag ihre Talfahrt gestoppt. Nach den jüngsten Verlusten notierte der Dow-Jones-Index der Standardwerte zu Handelsschluss 0,6 Prozent höher bei 8331 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann ein Prozent auf 893 Zähler hinzu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,5 Prozent und ging mit 1689 Punkten aus dem Handel.

21.24 Uhr: Der Schweizer Staat will sein Engagement bei der Großbank UBS schnellstmöglich beenden. Die Regierung werde ihre aus einer Pflichtwandelanleihe bestehende Beteiligung aber erst dann abgeben, wenn es dem Institut gutgehe und die Marktbedingungen es zuließen, sagte Finanzminister Hans Rudolf Merz im Schweizer Fernsehen. Wie mit der Bundesbeteiligung von sechs Milliarden Franken (vier Milliarden Euro) verfahren werden soll, wenn die Wandelsperrfrist der bis Juni 2011 laufenden Anleihe am 9. Juni endet, ließ Merz offen. Analysten gingen davon aus, dass sich der Staat kurz nach Ablauf der Frist von seiner Investition trennen wird.

20.17 Uhr: Der um seine Finanzierung ringende Handels- und Tourismuskonzerns Arcandor benötigt Finanzkreisen zufolge in einem ersten Schritt öffentliche Garantien von bis zu 700 Millionen Euro. Arcandor wolle über seine Banken Bürgschaften in einer Höhe von 500 bis 700 Millionen Euro beantragen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Eine zweite Person bestätigte die Höhe der angestrebten Garantien. Ein Ja der öffentlichen Hand zu den Bürgschaften könne die Gespräche des Konzerns mit den Banken vereinfachen, hieß es weiter. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab.

20.00 Uhr: Die Bundesbank wirft der EU vor, mit ihren Vorgaben für das deutsche Bad-Bank-Modell die Entgiftung der Kreditwirtschaft zu behindern. Die nun bei der Auslagerung toxischer Wertpapiere vorgesehene zehnprozentige Sofortabschreibung erfolge auf Druck Brüssels und schwäche womöglich die Wirkung des Gesetzes, sagte Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). "Dadurch werden die Eigenkapitalpuffer gemindert, die die Institute für die Vorsorge möglicher rezessionsbedingter Kreditausfälle benötigen", monierte Zeitler. Zusätzlich sorge die EU-Kommission mit der geplanten Einzelfallprüfung für erhebliche Rechtsunsicherheit.

In Staates Hand: Die Schweizer Regierung will sich schnellstmöglich bei der UBS zurückziehen
19.42 Uhr: Trotz anhaltender Konjunktursorgen haben die US-Börsen ihre Talfahrt zunächst gestoppt. Die Anleger kehrten vor allem in zuletzt unter Verkaufsdruck stehende Branchen wie den Technologiesektor zurück und stiegen bei vermeintlich sicheren Werten ein. Trotz schlechter Daten vom Arbeitsmarkt legte der Dow-Jones-Index der Standardwerte im Nachmittagshandel 0,5 Prozent auf 8324 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 0,8 Prozent auf 891 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,4 Prozent auf 1687 Stellen zu.

19.10 Uhr: Der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz will seinen 4,9-prozentigen Anteil an der LBBW den baden-württembergischen Sparkassen zum Kauf anbieten. Dies habe die Verbandsversammlung am Donnerstag einstimmig in Budenheim bei Mainz beschlossen, sagte eine Verbandssprecherin. Der Sparkassenverband werde sich nicht an der Kapitalerhöhung für die angeschlagene LBBW beteiligen. Der Anteil der rheinland-pfälzischen Sparkassen an der Kapitalspritze hätte 246 Millionen Euro betragen.

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