Krisenticker Kreditvergabe nur bei Jobabbau

Die EZB stärkt die Hoffnung, dass das konjunkturelle Tal bald durchschritten ist, die US-Börsen beenden ihre Talfahrt und verzeichnen Gewinne. Doch die Krise ist nicht vorüber. Die IG Metall etwa prangert arbeitnehmerfeindliches Verhalten bei den Banken an. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.12 Uhr: Die US-Börsen haben am Donnerstag ihre Talfahrt gestoppt. Nach den jüngsten Verlusten notierte der Dow-Jones-Index der Standardwerte zu Handelsschluss 0,6 Prozent höher bei 8331 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann ein Prozent auf 893 Zähler hinzu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,5 Prozent und ging mit 1689 Punkten aus dem Handel.

21.24 Uhr: Der Schweizer Staat will sein Engagement bei der Großbank UBS schnellstmöglich beenden. Die Regierung werde ihre aus einer Pflichtwandelanleihe bestehende Beteiligung aber erst dann abgeben, wenn es dem Institut gutgehe und die Marktbedingungen es zuließen, sagte Finanzminister Hans Rudolf Merz im Schweizer Fernsehen. Wie mit der Bundesbeteiligung von sechs Milliarden Franken (vier Milliarden Euro) verfahren werden soll, wenn die Wandelsperrfrist der bis Juni 2011 laufenden Anleihe am 9. Juni endet, ließ Merz offen. Analysten gingen davon aus, dass sich der Staat kurz nach Ablauf der Frist von seiner Investition trennen wird.

20.17 Uhr: Der um seine Finanzierung ringende Handels- und Tourismuskonzerns Arcandor benötigt Finanzkreisen zufolge in einem ersten Schritt öffentliche Garantien von bis zu 700 Millionen Euro. Arcandor wolle über seine Banken Bürgschaften in einer Höhe von 500 bis 700 Millionen Euro beantragen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Eine zweite Person bestätigte die Höhe der angestrebten Garantien. Ein Ja der öffentlichen Hand zu den Bürgschaften könne die Gespräche des Konzerns mit den Banken vereinfachen, hieß es weiter. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab.

20.00 Uhr: Die Bundesbank wirft der EU vor, mit ihren Vorgaben für das deutsche Bad-Bank-Modell die Entgiftung der Kreditwirtschaft zu behindern. Die nun bei der Auslagerung toxischer Wertpapiere vorgesehene zehnprozentige Sofortabschreibung erfolge auf Druck Brüssels und schwäche womöglich die Wirkung des Gesetzes, sagte Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). "Dadurch werden die Eigenkapitalpuffer gemindert, die die Institute für die Vorsorge möglicher rezessionsbedingter Kreditausfälle benötigen", monierte Zeitler. Zusätzlich sorge die EU-Kommission mit der geplanten Einzelfallprüfung für erhebliche Rechtsunsicherheit.

19.42 Uhr: Trotz anhaltender Konjunktursorgen haben die US-Börsen ihre Talfahrt zunächst gestoppt. Die Anleger kehrten vor allem in zuletzt unter Verkaufsdruck stehende Branchen wie den Technologiesektor zurück und stiegen bei vermeintlich sicheren Werten ein. Trotz schlechter Daten vom Arbeitsmarkt legte der Dow-Jones-Index der Standardwerte im Nachmittagshandel 0,5 Prozent auf 8324 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 0,8 Prozent auf 891 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,4 Prozent auf 1687 Stellen zu.

19.10 Uhr: Der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz will seinen 4,9-prozentigen Anteil an der LBBW den baden-württembergischen Sparkassen zum Kauf anbieten. Dies habe die Verbandsversammlung am Donnerstag einstimmig in Budenheim bei Mainz beschlossen, sagte eine Verbandssprecherin. Der Sparkassenverband werde sich nicht an der Kapitalerhöhung für die angeschlagene LBBW beteiligen. Der Anteil der rheinland-pfälzischen Sparkassen an der Kapitalspritze hätte 246 Millionen Euro betragen.

IG Metall geißelt drastische Kreditkonditionen

19.02 Uhr: Die IG Metall in Nordrhein-Westfalen hat schwere Vorwürfe gegen die Banken erhoben. Diese würden bei der Kreditvergabe an Unternehmen verlangen, dass die Firmen zuerst Personal abbauen, sagte der dortige IG-Metall-Chef Oliver Burkhard der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe). "Sie verlangen von Unternehmen, die Geld wollen, dass sie erst einmal ihren Betrieb leer räumen. Da müssen pauschal zehn Prozent der Belegschaft weg, bevor man über einen neuen Kredit redet", sagte er.

18.58 Uhr: Die krisengeschüttelte WestLB setzt die Vorgaben der EU-Kommission für eine Umstrukturierung um. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam (MBS) übernimmt 100 Prozent der Anteile an der WestLB-Tochter Berliner Weberbank AG, wie die NRW-Landesbank am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Darauf hätten sich die MBS und die WestLB AG unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden geeinigt.

18.32 Uhr: Europas Opel-Händler stimmen am Freitag in Wien über eine Beteiligung an dem angeschlagenen Autobauer ab. Die 25 nationalen Verbände haben dem Konzept bereits zugestimmt, wonach jeder Händler in den kommenden drei Jahren 150 Euro pro verkauften Neuwagen in einen Rettungsfonds einzahlt. Insgesamt will die Europäische Vereinigung der Opel/Vauxhall-Händler (Euroda) so mit mehr als 400 Millionen Euro zur Rettung Opels beitragen. Allein im deutschen Handel seien 35.000 Arbeitsplätze gefährdet. In Wien will Euroda klären, wie der Plan im Detail umgesetzt werden kann. Danach müssten die beteiligten Regierungen und die möglichen Investoren entscheiden, ob die Beteiligung der Händler erwünscht ist.

18.30 Uhr: Die Stadt Stuttgart hat endgültig grünes Licht für die Milliarden-Kapitalspritze für die schwer von der Finanzkrise getroffene Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) gegeben. Der Gemeinderat habe am Donnerstag den Hilfen zugestimmt, teilte ein Stadtsprecher mit. Die Landeshauptstadt schießt gemäß ihres Anteils von 18,9 Prozent an der LBBW 946,6 Millionen Euro aus ihren Rücklagen zu. Die baden-württembergischen Sparkassen wollten am Freitag endgültig über ihren Beitrag an der geplanten Kapitalerhöhung entscheiden. Das Land hatte bereits im März zugestimmt. Insgesamt wollen die Eigner der größten deutschen Landesbank mit fünf Milliarden Euro unter die Arme greifen.

17.37 Uhr: Am deutschen Aktienmarkt haben sich am Donnerstag die Optimisten knapp durchgesetzt. Mit Unterstützung von Kursgewinnen an der Wall Street arbeitete sich der Dax (Kurswerte anzeigen) in den letzten beiden Handelsstunden nach oben und schloss 0,2 Prozent höher bei 4738 Zählern.

16.38 Uhr: Der insolvente US-Autohersteller Chrysler dünnt sein Händlernetz in den USA drastisch aus. Knapp 800 und damit ein Viertel aller Verkaufshäuser verlieren die Konzession, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Damit bleiben noch knapp 2400 Chrysler-Händler übrig.

CSU will weiter Steuern senken

16.35 Uhr: Ungeachtet der drohenden Steuerausfälle in dreistelliger Milliardenhöhe bleibt die CSU bei ihrer Forderung nach Steuersenkungen. "Wir werden hier nicht locker lassen, um in der nächsten Legislaturperiode zu weiteren substanziellen Verbesserungen bei der Einkommen- und Lohnsteuer zu kommen", sagte der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer in München. Wann die Steuern gesenkt werden sollen, ließ die CSU offen.

16.30 Uhr: Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM)  rechnet mit einem Gang in die Insolvenz. "Das ist wahrscheinlich", sagte GM-Chef Fritz Henderson in einem TV-Interview der US- Wirtschaftsagentur Bloomberg. Der US-Autobauer sei zuversichtlich, das Verfahren schnell durchziehen zu können. Geschwindigkeit sei für einen Erfolg entscheidend, sagte Henderson.

15.48 Uhr: Die Anleger haben an der Wall Street ihre Konjunktursorgen zunächst überwunden und zugegriffen. Trotz schlechter Daten vom Arbeitsmarkt legte der Dow-Jones-Index der Standardwerte in den ersten Handelsminuten 0,6 Prozent auf 8337 Punkte zu. Noch kurz vor Börseneröffnung hatten die meisten Anleger damit gerechnet, dass die US-Börsen ihre Talfahrt der vergangenen Tage fortsetzen. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 0,7 Prozent auf 889 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,0 Prozent auf 1680 Stellen zu.

15.45 Uhr: Der belgische Bank- und Versicherungskonzern KBC braucht nach einem Milliardenverlust zum dritten Mal Staatshilfe, um die Finanzkrise zu überstehen. Abschreibungen von 4,1 Milliarden Euro auf die eigenen Kapitalanlagen rissen KBC im ersten Quartal nach Angaben vom Donnerstag mit 3,6 Milliarden Euro in die roten Zahlen. Nun bekommt das Institut von der Regierung Garantien für 20 Milliarden an strukturierte Schuldverschreibungen (CDOs) und für Risiken, die von der schwindenden Bonität des US-Anleiheversicherers MBIA herrühren. Dessen Probleme veranlassten KBC allein zu Rückstellungen von 2,5 Milliarden Euro.

15.32 Uhr: Zahlreiche Mitarbeiter des Autozulieferers Mahle im bayerischen Alzenau haben aus Protest gegen den drohenden Jobverlust ihre Arbeit niedergelegt. Der Mahle-Konzern aus Stuttgart will das unterfränkische Werk mit mehr als 420 Beschäftigten wahrscheinlich in diesem Sommer schließen. An dem Standort werden unter anderem Autokolben hergestellt. Die Produktion soll nach Betriebsratsangaben nach Polen ausgelagert werden.

15.32 Uhr: IG-Metall-Chef Berthold Huber sieht durch das Verhalten von Unternehmen und Banken das Prinzip der Konsensgesellschaft bedroht. Wer bei den ersten roten Zahlen nach Entlassungen rufe, der verletzte "den Geist des Grundgesetzes und den Konsens dieser Gesellschaft", sagte Huber am Donnerstag bei einer Kundgebung in Ulm. Dies führe zu Demokratie- und Politikverdrossenheit und provoziere soziale Unruhen.

Sony streicht 16.000 Arbeitsplätze

15.30 Uhr: Volkswagen  will der Krise trotzen: In Chattanooga im US-Bundesstaates Tennessee sollen ab 2011 jährlich 150.000 Autos in einem neuen Werk vom Band laufen. Am Donnerstagabend wird die Errichtung der ersten Wand mit Gästen gefeiert. VW setzt ungeachtet der Wirtschaftskrise und des rapide sinkenden Autoabsatzes in den USA große Hoffnungen in die neue Fertigungsstätte, die ein zentraler Baustein für die neue US-Offensive des Wolfsburger Autobauers ist.

15.25 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) schwankt weiterhin um die Marke von 4700 Zählern, ein Minus von 0,5 Prozent. An der Wall Street dürften die Indizes kaum verändert in den Handel starten.

14.45 Uhr: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche überraschend deutlich geklettert. Die Zahl sei auf 637.000 gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Der Wert der Vorwoche wurde auf 605.000 leicht nach oben revidiert. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt kletterte die Zahl der Erstanträge auf 630.500.

14.30 Uhr: Aktien des Anleihenversicherers MBIA sind am Donnerstag vorbörslich um 10,37 Prozent auf 5,10 US-Dollar abgerutscht. Eine Reihe von Banken, darunter Citigroup, JPMorgan und Barclays, haben den Anleiheversicherer verklagt. Sie werfen MBIA vor, ihr Geschäft durch die Verschiebung von Vermögenswerten im Volumen von 5 Milliarden Dollar rechtswidrig restrukturiert zu haben. Ein Kernbereich des Geschäfts sei dadurch praktisch insolvent geworden.

14.00 Uhr: Der japanische Elektronikriese Sony hat zu Jahresbeginn einen Milliardenverlust geschrieben. Angesichts der Krise hat Sony bereits zahlreiche Sparmaßnahmen beschlossen und will im Rahmen seiner Restrukturierung rund 16.000 Stellen streichen. Im Dezember will Sony unter anderem die Produktion in vier Fabriken in Japan einstellen. Weitere vier Werke sollen in diesem Jahr im Ausland geschlossen werden.

Fiat und Magna legen Konzepte bis 20. Mai vor

13.15 Uhr: Fiat und Magna wollen bis zum 20. Mai Konzepte für eine Übernahme des angeschlagenen Autobauers Opel vorlegen. Das erklärte Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg am Donnerstag nach einem Spitzengespräch in Berlin. Falls sich diese Konzepte als solide erweisen sollten, "könnte ein Treuhandmodell durchaus eine tragfähige Lösung sein", sagte der der CSU-Politiker.

13.06 Uhr: Die Bundesregierung strebt grundsätzlich ein vorübergehendes Treuhandmodell für den angeschlagenen Autobauer Opel an. Das sagte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nach einem Spitzentreffen der Bundesregierung in Berlin. Damit solle Zeit für weitere Verhandlungen mit mögliche Investoren gewonnen werden.

13 Uhr: Bund, Länder und Gemeinden müssen sich bis 2013 auf Steuerausfälle von 316 Milliarden Euro einstellen. Das teilte das Bundesfinanzministerium in Berlin nach Abschluss der Beratungen des Steuerschätzerkreises mit.

12 Uhr: Der Baumaschinenhändler Zeppelin muss wegen der massiven Markteintrübung seine Aktivitäten in Osteuropa eindampfen und plant einen Stellenabbau. Die Zahl der Mitarbeiter werde sich bis Jahresende voraussichtlich um rund 300 verringern, teilte das Unternehmen in München mit. Aus heutiger Sicht werde der Abbau ausschließlich in osteuropäischen Ländern stattfinden, wo man sich auf massive Nachfrageeinbrüche einstelle. Auch Umsatz und Ergebnis des Konzerns dürften sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringern.

11.30 Uhr: Der Maschinenbauer Jungheinrich, einer der großen Hersteller von Gabelstaplern und Lagertechnik, ist in die roten Zahlen gerutscht. Im ersten Quartal stand ein Minus von 3,6 Millionen Euro zu Buche nach einem Gewinn von 18,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Der Umsatz ging um 16 Prozent auf 413 Millionen Euro zurück.

BASF meldet Kurzarbeit an

11.15 Uhr: Die derzeitige Wirtschaftskrise könnte nach Einschätzung von EZB-Vizepräsident Lucas Papademos früher als ursprünglich erwartet zu Ende gehen. Es gebe eine zunehmende Zahl positiver Signale, die darauf hindeuteten, dass sich die Konjunktur stabilisiere. Deshalb sei eine Erholung eventuell früher möglich, sagte Papademos bei einer Konferenz der Österreichischen Nationalbank in Wien.

11.00 Uhr: Der weltgrößte Chemiekonzern BASF  wird ab Juni auch im Stammwerk Ludwigshafen Kurzarbeit einführen. 1000 Beschäftigte sind betroffen, zuvor war das Unternehmen noch von 2000 bis 3000 Kurzarbeitern ausgegangen. Derzeit seien in Europa bereits etwa 5200 BASF-Beschäftigte in Kurzarbeit, hieß es.

Die deutsche Chemieindustrie stellt sich unterdessen für dieses Jahr auf den größten Produktionsrückgang seit mehr als 30 Jahren ein. "Die Branche steht vor ihrer größten Herausforderung seit der Ölkrise Anfang der 70er Jahre", erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI). Nunmehr erwartet Deutschlands viertgrößter Industriezweig für dieses Jahr einen Produktionseinbruch von zehn Prozent. Das wäre der stärkste Rückgang seit 1975, als die Produktion um rund zwölf Prozent schrumpfte. Bislang wurde für 2009 lediglich ein Minus von 3,5 Prozent in Aussicht gestellt.

10.10 Uhr: Die Europäische Zentralbank gibt eine vorsichtig optimistische Prognose für die weitere Entwicklung der Wirtschaft in der Eurozone. "Die jüngsten Wirtschaftsdaten und Umfrageergebnisse lassen erste Anzeichen einer Stabilisierung auf sehr niedrigem Niveau erkennen", heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht der EZB. Allerdings dürfte die Auslands- und die Binnennachfrage im laufenden Jahr noch sehr schwach bleiben und sich erst im kommenden Jahr wieder allmählich erholen.

WMF mit Gewinneinbruch im ersten Quartal

10.06 Uhr: Der Küchengerätehersteller WMF hat im ersten Quartal 2009 einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte gegenüber dem Vorjahr um 42 Prozent auf 11,6 Millionen Euro ab, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz lag mit 192,9 Millionen Euro 1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dennoch rechnet der Küchengerätehersteller für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau.

9.45 Uhr: Der Dax  rutscht deutlich ins Minus. Vor allem Finanztitel bauen ihre Verluste aus und setzen damit ihre gestern begonnene Talfahrt fort.

9.15 Uhr: Die spanische Wirtschaft ist im ersten Quartal tiefer in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im ersten Quartal um 1,8 Prozent geschrumpft, teilte die spanische Statistikbehörde INE nach einer ersten Schätzung in Madrid mit. Analysten hatten dies erwartet. Im vierten Quartal war die Wirtschaftsleistung bereits um 1,0 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 2,9 Prozent zurück.

8.30 Uhr: Der britische Telekommunikationsriese BT Group streicht nach tiefroten Zahlen im Schlussquartal im kommenden Geschäftsjahr bis zu 15.000 Jobs. Das entspricht 10 Prozent der Arbeitsplätze, wie der Konzern in London mitteilte. Zudem seien in den vergangenen zwölf Monaten ebenfalls 15.000 Stellen weggefallen, das waren 5.000 mehr als erwartet. BT erklärte, der Jobabbau solle vor allem durch natürliche Fluktuation und nicht durch Entlassungen erfolgen.

7.49 Uhr: Die von Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg ins Spiel gebrachte Treuhänder-Lösung für den angeschlagenen Autohersteller Opel stößt nach Informationen des " Handelsblattes" (Donnerstag) in den USA auf massiven Widerstand. Die Amerikaner drängten die Bundesregierung dazu, das Unternehmen stattdessen zu verstaatlichen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Berliner Regierungskreise.

Die Amerikaner stünden der Treuhandlösung grundsätzlich skeptisch gegenüber. Man könne sie nur schwer davon überzeugen, dass sie mit einem solchen Modell nicht übervorteilt werde. Wenn es zu der Treuhandlösung käme, benötigte Opel eine Milliardenhilfe vom Bund, sagte der Europachef von General Motors (GM) Carl-Peter Forster, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag).

7.24 Uhr: Der Stahlhändler Klöckner & Co.  Co (KlöCo) hat im Auftaktquartal einen überraschend hohen Verlust geschrieben und schließt für das Gesamtjahr rote Zahlen nicht mehr aus. Unter dem Strich habe für die Monate Januar bis März ein Verlust von 127 Millionen Euro gestanden nach einem Gewinn von 52 Millionen Euro im Vorjahr, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Der operative Gewinn (EBITDA) lag bei minus 132 Millionen Euro.

Japanische TV-Hersteller wollen Fabriken schließen

7.15 Uhr: RWE  hat im ersten Quartal Umsatz und Gewinn dank Zuwächsen im Handelsgeschäft gesteigert. Die Erlöse seien um 8,4 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro gestiegen, teilt der Energiekonzern am Donnerstag mit. Das Betriebsergebnis habe 2,6 Milliarden Euro betragen - ein Plus von 5 Prozent. Damit schnitt der Versorger besser ab als von Experten erwartet. RWE bekräftigte seine Prognose, wonach unter anderem das betriebliche Ergebnis 2009 auf dem Niveau von 2008 liegen soll.

7 Uhr: Die Abwärtsbewegung beim weltweiten Pkw-Absatz scheint gebremst. Zwar befinde sich die Weltwirtschaft weiterhin in schwierigem Fahrwasser, doch die in zahlreichen Ländern eingeleiteten Maßnahmen zur Stabilisierung der Konjunktur sowie zur Stützung der Automobilnachfrage entfalteten ihre Wirkung, teilt der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. In Europa verfehlte der Absatz im April mit gut 1,2 Millionen Pkw das Vorjahresniveau um 12 Prozent. Allerdings stand durch den im Vergleich zum Vorjahr späteren Ostertermin eine geringere Anzahl an Arbeitstagen zur Verfügung.

4.10 Uhr: Der japanische Elektronikkonzern Panasonic  wird einem Zeitungsbericht zufolge im laufenden Geschäftsjahr 2009/10 einen Verlust von mindestens 1,1 Milliarden Dollar ausweisen. Grund seien eine sinkende Nachfrage und nachteilige Währungseffekte durch einen stärkeren Yen, berichtet das Blatt "Yomiuri" am Donnerstag. Panasonic wollte am Freitag seine Unternehmenszahlen und den Geschäftsausblick veröffentlichen.

0.15 Uhr: Große japanische Elektronikhersteller wollen offenbar diverse TV-Fabriken schließen. Wie die Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Donnerstag berichtete, wird Toshiba  die Produktion von Flachbildschirmen in seinem britischen Werk zum Ende des Jahres aufgeben. Dadurch fielen rund 250 Stellen weg. Hitachi  wolle seine Fertigung von Flachbildschirmen in Tschechien einstellen und damit 800 Arbeitsplätze überflüssig machen. Die bereits vermeldete Schließung einer von zwei TV-Fabriken des Elektronikkonzerns Sony soll nächsten Monat erfolgen.

0 Uhr: Die französischen Sparkassen und Volksbanken greifen kurz vor ihrer Fusion ihrer gemeinsamen Investmenttochter Natixis selbst mit 3,5 Milliarden Euro unter die Arme. Natixis habe im ersten Quartal 1,84 Milliarden Euro verloren, teilten beide Finanzhäuser am späten Mittwochabend mit, deren Zusamengehen vom Staat mit Milliardenhilfen gefördert wird. Damit erhalte Natixis die nötigen Mittel zu seiner Umstrukturierung und zum Risikoabbau. Der von Präsident Nicolas Sarkozy als Konzernchef der neuen Gruppe durchgesetzte bisherige Präsidentenberater François Pérol schloss weitere Wertabschreibungen allerdings nicht aus.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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