Nissan Erster Nettoverlust seit neun Jahren

Der Autohersteller Nissan ist im vierten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Für das laufende Geschäftsjahr zeichnete der japanische Konzern ebenfalls ein trübes Bild. Das Verbrauchervertrauen kehre jedoch langsam wieder zurück.

Tokio - Der japanische Renault-Partner Nissan hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen der Absatzkrise erstmals seit neun Jahren einen Nettoverlust eingefahren. Der weltweite Absatzrückgang habe Nissan im Zeitraum von Januar bis März einen operativen Verlust von rund 1,7 Milliarden Euro (230,4 Milliarden Yen) eingebrockt, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem rund 15 Prozent höheren Verlust gerechnet. Ein Jahr zuvor war noch ein Gewinn von 1,6 Milliarden Euro verbucht worden.

Der Autohersteller, der zu 44 Prozent dem französischen Autohersteller Renault SA gehört, rechne mit einem operativen Verlust von 755 Millionen Euro, erklärte der Konzern. Analysten gingen im Schnitt von einem mehr als doppelt so hohen Verlust aus.

Nissan steht unter Druck, neue Modelle anzubieten, um mit den heimischen Konkurrenten Toyota und Honda konkurrieren zu können. Wegen der schwachen globalen Autonachfrage mussten jedoch Entwicklungsprojekte auf Eis gelegt werden.

Carlos Ghosn, Chef von Nissan und Renault, sagte, es gebe zwar erste Anzeichen, dass das Vertrauen der Verbraucher zurückkehre und wieder leichter Kredite vergeben würden. Das Jahr werde jedoch insgesamt schwierig. Zuvor hatte er eine engere Zusammenarbeit zur ersten Priorität erklärt, um im harten Wettbewerb bestehen zu können.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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