Krisenticker Wall Street schließt im Plus

Konjunkturdaten haben am US-Aktienmarkt für gute Stimmung gesorgt. Kurzarbeitergeld soll künftig 24 statt 18 Monate gezahlt werden. Bosch-Beschäftigte müssen den Gürtel enger schnallen. Laut Bundesregierung wächst die Zahl der Arbeitslosen bis Ende 2010 um eine Million. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.04 Uhr: Konjunkturdaten haben am New Yorker Aktienmarkt für gute Stimmung gesorgt. Der Dow Jones  notierte zum Handelsschluss 2,1 Prozent im Plus bei 8185 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 2,2 Prozent auf 873 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq  stieg um 2,3 Prozent und ging mit 1711 Punkten aus dem Handel.

20.17 Uhr: Die US-Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet faktisch bei Null Prozent belassen. Der Zielsatz für Tagesgeld ("Federal Funds Rate") liegt nach Angaben der Federal Reserve (Fed) weiterhin bei 0,0 bis 0,25 Prozent. Volkswirte hatten dies erwartet. Bereits Mitte Dezember hatte die amerikanische Notenbank den Leitzins auf diese Spanne verringert und damit faktisch auf Null Prozent reduziert. Vor Beginn der Finanzkrise im Sommer 2007 hatte die "Fed Funds Rate" noch bei 5,25 Prozent gelegen.

19.33 Uhr: Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hat sich mit den Spitzen von Wirtschaft und Gewerkschaften auf eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes verständigt. Dieses werde künftig für 24 statt für 18 Monate gezahlt, sagte Scholz nach einem Gespräch mit dem Präsidenten der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt, und DGB-Chef Michael Sommer in Berlin. Nach sechs Monaten übernehme die Bundesagentur für Arbeit die Sozialversicherungsbeiträge vollständig.

19.21 Uhr: Der französische Autobauer Renault  hat im ersten Quartal einen größeren Umsatzeinbruch erlitten als von Experten befürchtet. Die Erlöse sind nach Unternehmensangaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30,8 Prozent auf 7,080 Milliarden Euro gesunken. Analysten hatten hingegen mit einem Umsatz von 7,573 Milliarden Euro gerechnet.

18.35 Uhr: Zehntausende Beschäftigte des weltgrößten Autozulieferers Bosch müssen wegen der Branchenkrise den Gürtel enger schnallen. Unternehmensleitung und Konzernbetriebsrat haben sich darauf geeinigt, den 64.000 Mitarbeitern der Robert Bosch GmbH in Deutschland Einbußen abzuverlangen. Der Branchenprimus rechnet nach einem dramatischen Gewinneinbruch 2008 im laufenden Jahr erstmals in der Nachkriegszeit mit roten Zahlen. Als Reaktion auf die Krise hat Bosch im Ausland schon 3000 Mitarbeiter entlassen.

17.47 Uhr: Der Dax  hat erstmals seit Mitte Januar wieder über der Marke von 4700 Punkten geschlossen. Angeführt von Schwergewichten wie Siemens  und den Versicherern ging der Leitindex mit einem Plus von 2,11 Prozent auf 4704,56 Zählern aus dem Handel. Der MDax  der mittelgroßen Werte gewann 2,58 Prozent auf 5.439,78 Punkte. Der TecDax  stieg um 3,63 Prozent auf 569,30 Zähler.

16.55 Uhr: An der Frankfurter Börse bauen Dax und Co. dank einer sehr festen Tendenz der New Yorker Börse ihre Zugewinne am Nachmittag aus. Der Leitindex Dax  gewinnt knapp 100 Punkte oder 2,1 Prozent auf 4704 Punkte hinzu. In New York rückt der Leitindex Dow Jones  um knapp 2 Prozent auf 8170 Punkte vor. Im Dax sind vor allem die Aktien von Siemens , Lufthansa , Münchener Rück  und Allianz  gefragt, die jeweils rund 6 Prozent an Wert gewinnen.

Bruttoinlandsprodukt sinkt um 6 Prozent

15.51 Uhr: Vor der Leitzinsentscheidung der Fed am Abend haben die wichtigsten US-Aktienindizes freundlich eröffnet. Der Dow Jones  gewann im frühen Handel 0,83 Prozent auf 8.083,78 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,94 Prozent auf 863,17 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq  ging es um 0,93 Prozent auf 1.689,80 Zähler nach oben.

14.35 Uhr: Die Wirtschaftsleistung in den USA ist im ersten Quartal stärker geschrumpft als befürchtet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach Angaben des US-Handelsministeriums annualisiert um 6,1 Prozent gesunken. Volkswirte hatten eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von minus 5 Prozent erwartet. Dies war der dritte Rückgang des BIP in Folge. Im dritten Quartal 2008 war die US-Wirtschaft um 0,5 Prozent geschrumpft und im vierten Quartal um 6,3 Prozent.

14.06 Uhr: Die Aufsichtsräte des Autokonzerns Daimler  verzichten wegen der dramatischen Absatzkrise auf 10 Prozent ihrer Bezüge. Die Regelung gilt bis zum 30. Juni 2010. Am Dienstag hatte der Premiumhersteller ein Sparpaket präsentiert, das mehreren zehntausend Beschäftigten in Deutschland drastische Lohneinbußen abverlangt. Damit will Daimler rund zwei Milliarden Euro Personalkosten sparen. Im ersten Quartal hatten die Stuttgarter wegen der Autokrise einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro eingefahren.

13.15 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt hat seine Gewinne bis zum Mittwochmittag ausgebaut. Der Leitindex Dax  legte bis 13.15 Uhr 0,8 Prozent auf 4642 Punkte zu. Der MDax  stieg um 1,9 Prozent auf 5403 Zähler und der TecDax  verbesserte sich um 2,3 Prozent auf 566 Punkte.

12.18 Uhr: Ein weiterer Automobilzulieferer schließt. Der Betrieb im Gittelder Werks des insolventen Leiterplatten-Herstellers Fuba Printed Circuits wird am zum 30. Juni eingestellt, sagte Insolvenzverwalter Torsten Gutmann am Mittwoch. Auch die letzten 163 der ursprünglich rund 400 Mitarbeiter hätten die Kündigung erhalten. Wegen der gesamtwirtschaftlichen Lage sei es nicht gelungen, einen Investor zu finden.

12.04 Uhr: Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit dem schwersten wirtschaftlichen Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2009 voraussichtlich um 6,0 Prozent schrumpfen, teilte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mit. Die Zahl der Arbeitslosen steigt demnach bis Ende 2010 um mehr als eine Million. Sie wird im kommenden Jahr dann im Schnitt rund 4,6 Millionen betragen. Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 3,3 Millionen Menschen arbeitslos.

Citigroup will hohe Boni zahlen

11.57 Uhr: Der massiv vom Staat gestützte US-Finanzkonzern Citigroup will an viele wichtige Mitarbeiter hohe Bonuszahlungen ausschütten. Die Großbank habe dafür das US-Finanzministerium um grünes Licht gebeten, berichtet das "Wall Street Journal" am Mittwoch. Die Empörung über hohe Bonuszahlungen bei vom Staat unterstützten Banken hat in den USA hohe Wellen geschlagen. US-Präsident Barack Obama erteilte überzogenen Ausschüttungen eine klare Absage. Bei der Citigroup ist der Staat nach Milliardenhilfen der größte Aktionär mit einem auf bis zu 36 Prozent steigenden Anteil.

11.25 Uhr: Die NordLB stellt sich trotz eines passablen Starts ins laufende Jahr auf ein weiterhin schwieriges Geschäft ein. "Dieses Jahr wird mit Sicherheit nicht weniger schwierig als 2008", sagte NordLB-Chef Gunter Dunkel am Mittwoch in Hannover. Die Finanzkrise schlage sich immer stärker auf die Realwirtschaft nieder, zudem sei mit steigenden Wertberichtigungen auf Kredit- und Anlageportfolios zu rechnen.

Dennoch sei es das Ziel der Norddeutschen Landesbank, 2009 mit einem positiven Ergebnis abzuschließen. 2008 erzielte die Landesbank einen Vorsteuergewinn von 22 Millionen Euro, nachdem im Jahr zuvor noch ein Plus von 503 Millionen Euro in den Büchern gestanden hatte.

11.21 Uhr: Die Kernmarke des Automobilherstellers Volkswagen hat im ersten Quartal rote Zahlen eingefahren. Der operative Verlust betrug 279 Millionen Euro, nachdem in der Vorjahresperiode noch ein Gewinn von 461 Millionen erzielt worden war, wie aus der Mitteilung des Wolfsburger Konzerns vom Mittwoch hervorgeht. Gleichzeitig schrumpfte der Umsatz der Kernmarke VW von 18,1 Milliarden auf 14,3 Milliarden Euro.

11.20 Uhr: Irland droht nach Ansicht von Ökonomen die heftigste Rezession der Industrieländer. Die Wirtschaft werde zwischen 2008 und 2010 voraussichtlich um 11,6 Prozent schrumpfen, sagten die Experten des Wirtschafts- und Sozialforschungsinstitut (ESRI) am Mittwoch in Dublin voraus. Das wäre doppelt so schlimm wie zunächst gedacht und schneller als in jedem anderen Industrieland.

11 Uhr: Das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich im April erstmals seit Mai 2008 im Vergleich zum Vormonat wieder aufgehellt. Wie die Europäische Kommission am Mittwoch berichtete, stieg der entsprechende Index auf minus 3,33 Punkte von revidiert minus 3,49 (vorläufig: minus 3,58) Punkten im März.

Drei Fälle von Schweinegrippe in Deutschland

10.51 Uhr: Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat im ersten Vierteljahr einen Gewinnzuwachs erzielt. In den kommenden Quartalen werde das Ergebnis wegen sinkender Elektrizitätspreise aber schwächer ausfallen, warnte der fünftgrößte Stromproduzent Europas am Mittwoch.

10.44 Uhr: In Deutschland gibt es bisher drei bestätigte Fälle von Schweinegrippe. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochvormittag in Berlin mit. Es handelt sich dabei um eine 22 Jahre alte Frau, die in Hamburg behandelt wird, um eine 37-jährige Frau aus Kulmbach und um einen Mann Ende 30, der in der Uniklinik Regensburg liegt.

10.39 Uhr: Die Kreditbedingungen in Deutschland haben sich im ersten Quartal erneut verschärft. Diese Verschärfung habe in allen Geschäftsbereichen stattgefunden, schreibt die Deutsche Bundesbank am Mittwoch unter Berufung auf eine Bankenumfrage (Bank Lending Survey für Deutschland).

Dabei seien die Anpassungen in Deutschland im Gegensatz zu den Vorquartalen nun nicht mehr hinter den entsprechenden Anpassungen in der gesamten Eurozone zurückgeblieben. Sie seien nun ähnlich stark ausgeprägt. Die Umfrageteilnehmer erwarteten für das zweite Quartal eine weitere Verschärfung ihrer Richtlinien mit Unternehmen und privaten Haushalten.

10.07 Uhr: Die Talfahrt im deutschen Maschinenbau hat sich im März fortgesetzt. Die Auftragseingänge lagen real 35 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Obwohl der Einbruch weniger stark ausfiel als im Februar, als das Minus bei 49 Prozent lag, gibt der VDMA noch keine Entwarnung. Der Verband rechnet im Gesamtjahr weiterhin mit einem Produktionsrückgang von 10 bis 20 Prozent.

10.05 Uhr: Im aussagekräftigeren Dreimonatszeitraum (Januar bis März) wuchs die Geldmenge um 5,6 Prozent. In der Vorperiode hatte der Wert noch bei revidierten 6,4 (6,5) Prozent gelegen. Auch die Kreditvergabe an den privaten Sektor schwächte sich im März ab. Sie wuchs um 3,2 Prozent. Im Vormonat hatte der Wert noch bei revidierten 4,3 (4,2) Prozent gelegen.

Santander steigert Gewinn

9.38 Uhr: Die spanische Großbank Santander  hat im ersten Quartal in ihrem operativen Geschäft deutlich mehr verdient. Die größte Bank der Eurozone steigerte ihren Betriebsgewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 9,45 Milliarden Euro, wie Santander am Mittwoch mitteilte.

9.36 Uhr: Die Löhne und Gehälter in Deutschland sind Anfang 2009 kräftig gestiegen. Insgesamt erhöhten sich die monatlichen Tarifverdienste von Arbeitern und Angestellten im Januar um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.

9.29 Uhr: Die Österreichische Finanzmarktaufsicht FMA verlängert das befristete Verbot für ungedeckte Leerverkäufe in Aktien der Erste Group Bank, der Raiffeisen International , der Uniqa Versicherungen und der "Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group. Das Verbot gilt nun bis einschließlich 30. Juni 2009, wie die FMA am Mittwoch mitteilte.

9.16 Uhr: Europas größter Ölkonzern Royal Dutch Shell  hat wie die Konkurrenz im ersten Quartal einen kräftigen Gewinneinbruch verbucht. Unterm Strich verdiente das britisch-niederländische Unternehmen mit 3,3 Milliarden Dollar 58 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ohne einen einmaligen Zugewinn belief sich das Ergebnis auf 2,96 Milliarden Dollar und lag damit über den Markterwartungen von durchschnittlich 2,62 Milliarden Dollar.

Dax erholt sich

9.15 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt hat sich zur Eröffnung am Mittwoch etwas erholt. Zu Handelsbeginn stieg der Dax  um 0,5 Prozent auf 4630 Punkte.

9.04 Uhr: Nach sinkenden Verbraucherpreisen zur Jahresmitte wird die Inflation nach Ansicht von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zum Jahresende wieder steigen. "Die Inflationszahlen auf Jahresbasis werden in den kommenden Monaten sogar negative Werte ausweisen, wegen der fallenden Preise für Öl, Energie und Rohstoffe", sagte der Chef der Europäischen Zentralbank der "Süddeutschen Zeitung".

9 Uhr: Kurz vor Börseneröffnung wird eine Reihe von Dax-Zahlen veröffentlicht: Der Münchener Technologiekonzern Siemens hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2008/09 Umsatz und Ergebnis gesteigert, wegen der Wirtschaftskrise aber weniger Aufträge erhalten. Der Konzern senkte daher wie erwartet seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr.

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat nach einem schwachen Jahresstart wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise seine operative Ertragsprognose für 2009 gesenkt. Das Ziel, den Rückgang des um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 2009 auf fünf Prozent zu begrenzen, sei "zunehmend ambitioniert", sagte Konzernchef Werner Wenning am Mittwoch in Leverkusen.

Auch der Walldorfer Softwarekonzern SAP hat das erste Quartal dieses Jahres schlechter als erwartet beendet. Bei der Vorlage der Zahlen am Mittwoch bestätigte der größte europäische Softwarehersteller aber seinen Ausblick für das laufende Jahr.

8.39 Uhr: Die Schweinegrippe hat Deutschland erreicht. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, hat das Robert-Koch-Institut einen der Verdachtsfälle auf Schweinegrippe bestätigt. Es handele sich um einen Patienten aus dem Raum Regensburg.

7.32 Uhr: Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal  ist wegen der anhaltenden Nachfrageflaute zum Jahresauftakt erneut in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich sei zwischen Januar und März ein Verlust von 1,06 Milliarden Dollar entstanden nach einem Gewinn von 2,37 Milliarden im Vorjahr, teilte der Konzern am Mittwoch in Luxemburg mit.

Schweinegrippe weitet sich aus

7.06 Uhr: Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gefallen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni kostete im frühen Handel 49,72 Dollar und damit 20 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um 6 Cent auf 49,93 Dollar.

6 Uhr: In Mexiko ist die Zahl der vermutlich auf die Schweinegrippe zurückzuführenden Todesfälle weiter gestiegen. Nach zuletzt 152 Fällen werde nun in 159 Fällen vermutet, dass die Schweinegrippe zum Tod geführt habe, erklärte der mexikanische Gesundheitsminister José Angel Córdova bei einer Pressekonferenz am Dienstagabend (Ortszeit) in Mexiko-Stadt.

Die Zahl der bestätigten Todesfälle durch Schweinegrippe setzte Córdova hingegen von bislang 20 auf sieben herab. Bislang hätten die Gesundheitsbehörden 2.498 mögliche Infektionen mit Schweinegrippe gezählt, sagte Córdova. Von den Patienten seien 1.311 noch im Krankenhaus.

5.15 Uhr: Der französische Reifenhersteller Michelin hat im ersten Quartal einen etwas geringeren Umsatzrückgang hinnehmen müssen als von Experten befürchtet. Die Erlöse seien um 14,2 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 3,5 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Analysten hatten nur mit 3,445 Milliarden Euro gerechnet.

4.09 Uhr: Der weltgrößte Autovermieter Hertz ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht, erwartet aber eine Stabilisierung des Marktes. Hertz meldete am Dienstag einen Quartalsverlust von 25 Cent je Aktie gegenüber einem Gewinn von zwei Cent im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Analysten hatten einen Verlust von 22 Cent pro Aktie vorausgesagt.

3.42 Uhr: Der Euro hat sich im Devisenhandel in Fernost am Mittwoch gegenüber Dollar und Yen erholt. Die Gemeinschaftswährung notierte bei schwachem Handel - die Tokioter Börse war wegen Feiertags geschlossen - mit 127,39 Yen und erholte sich damit deutlich von seinem Sechswochentief. Gegenüber dem Dollar wurde ein Euro mit 1,3158 gegenüber 1,3140 Dollar im späten New Yorker Handel bewertet.

0.30 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Guttenberg wird Mittwoch Mittag in Berlin eine drastische Senkung der Wachstumsprognose der Bundesregierung für das laufende Jahr verkünden. Laut der "Süddeutschen Zeitung" rechnet die Regierung in 2009 mit einem Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung um sechs Prozent.

Damit befände sich Deutschland in der tiefsten Rezession seit Gründung der Bundesrepublik. Bisher ist die Bundesregierung offiziell von einem Minus von 2,25 Prozent ausgegangen. Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft noch um 1,3 Prozent gewachsen.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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