Mittwoch, 29. Januar 2020

Betrugsverdacht bei Banken US-Behörden ermitteln

Im Zusammenhang mit dem milliardenschweren Bankenrettungsplan der US-Regierung wird in mehreren Fällen wegen Betrugs ermittelt. Es geht um Insidergeschäfte, Bestechung und betrügerische Investitionen. Gut 130 Milliarden Dollar befinden sich noch in dem ursprünglich mit 700 Milliarden gefüllten Topf.

Kriminalität an der Wall Street? Der US-Sonderaufseher zum Bankenrettungsplan ermittelt in fast 20 Fällen
Washington - Es bestehe der Verdacht, dass es bei der Verwendung der Mittel des milliardenschweren Bankenrettungsplans der US-Regierung in mehreren Fällen nicht mit rechten Dingen zugegangen sei, hieß es am Dienstag in Washington. Laut einem Bericht des Sonderaufsehers Neil Barofsky an den US-Kongress laufen Ermittlungen in fast 20 Fällen. Dazu gehöre der Verdacht auf Insidergeschäfte, Bestechung und betrügerische Investitionen.

Der US-Regierung stehen nach eigenen Angaben noch 134,6 Milliarden US-Dollar zur Stabilisierung des Finanzsystems in den USA zur Verfügung. Bei dieser Summe handele es sich um den Rest des 700 Milliarden Dollar schweren Pakets, das der Washingtoner Kongress unter dem Eindruck der eskalierenden Finanzkrise im Oktober vergangenen Jahres gebilligt hatte, wie US-Finanzminister Timothy Geithner mitteilte.

Laut Geithner hatte bereits die Regierung von Präsident George W. Bush bis zum Ende ihrer Amtszeit am 20. Januar etwas mehr als die Hälfte des Geldes ausgegeben, nämlich 355,4 Milliarden Dollar. Aktuell seien nur noch 109,6 Milliarden Dollar verfügbar, allerdings werde in den kommenden Monaten mit Rückzahlungen in Höhe von 25 Milliarden Dollar gerechnet.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und afp

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