Liquidität Steuergeld verschafft Opel etwas Luft

Der angeschlagene Autobauer Opel hat laut Betriebsratschef Klaus Franz offenbar seine ärgsten Liquiditätslücken geschlossen. Das Geld reiche nun mindestens noch vier Monate. Das Unternehmen profitiert stark von der staatlichen Abwrackprämie.

Rüsselsheim - Bei dem ums Überlebenden kämpfenden Autobauer Opel reicht nach Informationen der "Bild"-Zeitung die Liquidität für weitere vier Monate. Eine für Mai drohende Finanzlücke habe das Unternehmen geschlossen, berichtete die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen.

Danach habe sich Opel unter anderem wegen des guten Verkaufsstarts seines Modells Insignia ein kleines Finanzpolster anlegen können. Auch die Abwrackprämie hatte Opel ein unerwartetes Absatzplus beschert. Der Marktanteil bei Verkäufen mit der Prämie beträgt auf gut 10 Prozent und liegt damit deutlich über dem ohne die staatliche Subvention üblichen Niveau.

Ein Sprecher am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Suche nach Investoren für den angeschlagenen Autobauer, der unabhängiger von seiner kriselnden US-Mutter General Motors (GM)  werden will, macht nach seinen Angaben Fortschritte: "Es gibt Interesse von potenziellen Investoren." Er betonte, auch eine Insolvenz von GM würde Opel nicht gefährden: "Opel ist liquide und eine eigenständige europäische Einheit."

Zuletzt hatte es geheißen, Opel brauche bis Mai dringend frisches Geld, um seine Existenz zu sichern. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende und stellvertretende Aufsichtsratschef Klaus Franz bestätigte der "Bild"-Zeitung, dass die Finanzlücke geschlossen wurde: "Die Liquidität ist gesichert. Wir haben Zeit, um Opel Europa zu bauen."

manager-magazin.de mit Material von dpa

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