Dienstag, 17. September 2019

Krisenticker Konsortium will GM-Marke Saturn kaufen

Der Absatz von Ford Europa sinkt im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13 Prozent. Die Deutsche Bank rechnet zur Jahresmitte damit, dass sich die Industrie in Deutschland wieder berappelt. Eine Investorengruppe ist am Kauf der GM-Marke Saturn interessiert. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.25 Uhr: Nach dem Zusammenschluss der französischen Sparkassen und Volksbanken will sich Frankreich mit fünf Milliarden Euro Eigenkapital an dem neuen Finanzinstitut beteiligen. Mit dem Kapital sollen "die Margen und die Finanzierung der Wirtschaft verbessert" werden, teilte der Präsidentenpalast nach einer Kabinettsitzung am Abend mit. "Der Staat wird in den Unternehmensgremien vertreten sein, um seine Vermögensinteressen zu schützen."

22.10 Uhr: Angesichts der Insolvenzverfahren bei Woolworth und Hertie fordert der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) niedrigere Mieten und warnt vor weiteren Pleiten. "Die Mieten sind das Problem, das vielen Einzelhändlern jetzt das Genick bricht", sagte HDE-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" (Donnerstagausgabe). Nicht nur große Kaufhausketten steckten derzeit in der Krise. "5.000 mittelständische Einzelhändler werden in diesem Jahr die Waffen strecken. Über die redet niemand."

22.05 Uhr: Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigen der Standardwerte schließt 1,4 Prozent im Plus bei 8029 Punkten.

GM-Marke zu verkaufen: Das Opel-Modell Astra wird in den USA unter der Marke Saturn vertrieben
21.05 Uhr: Eine Investorengruppe unter Führung der Beteiligungsgesellschaft Black Oak Partners ist am Kauf der Marke Saturn des krisengeschüttelten Autobauers General Motors interessiert. Die Gruppe sei bereits mit ihrer Kaufabsicht an die Opel-Mutter herangetreten, teilte das Konsortium mit. Zu dem Bündnis gehörten auch Saturn-Händler. Es gebe zudem weitere potenzielle Käufer. Unter der Marke Saturn wird in den USA unter anderem das in Europa gefertigte Opel-Modell Astra vertrieben.

20.18 Uhr: Die Lage der US-Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der US-Notenbank in den vergangenen Wochen insgesamt weiter verschlechtert. Allerdings habe es in einzelnen Distrikten erste Anzeichen einer Bodenbildung gegeben, heißt es in dem Konjunkturbericht der US-Notenbank (Beige Book). So hätten fünf Distrikte eine moderatere Geschwindigkeit im Abschwung gemeldet. Andere Distrikte hätten bereits erste Anzeichen ausgemacht, dass sich die wirtschaftlichen Aktivitäten "auf einem geringen Niveau stabilisieren".

18.40 Uhr: Der Absatz von Ford Europa ist im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 13 Prozent auf 163.000 Fahrzeuge gesunken. Die starke Nachfrage nach dem Kleinwagen "Fiesta" habe den rückläufigen Verkauf von größeren Fahrzeugen und Vans in einem ohnehin schwachen Markt nicht kompensieren können, teilte Ford mit. Im ersten Quartal sank der Absatz den Angaben zufolge auf Jahressicht um 16 Prozent auf 352.200 Fahrzeuge.

17.35 Uhr: Am deutschen Aktienmarkt ist nach den Kursgewinnen der Vortage wieder etwas Ernüchterung eingekehrt. Der Dax Börsen-Chart zeigen ging 0,2 Prozent tiefer bei 4549,79 Punkten aus dem Handel.

17.15 Uhr: Die Wirtschaftskrise zwingt Niedersachsen zu einer Haushaltssperre, um die sinkenden Steuereinnahmen abzufedern. "Wir haben uns heute entschieden, einen Einstellungsstopp und teilweise eine Haushaltssperre zu verfügen", sagte Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) am Mittwoch. Obwohl die offizielle Schätzung erst im Mai stattfindet, sei jetzt schon klar, dass man "mit 95 Millionen Euro Vorsteuereinnahmen hinter dem Soll" liege.

16.20 Uhr: Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen rechnet zum Jahresende mit einer Erholung der deutschen Wirtschaft. "Ab Jahresmitte könnte sich die Produktion stabilisieren, im vierten Quartal könnte sie leicht steigen", sagte Jürgen Walter der Internetausgabe des "Stern". Für eine Stabilisierung der Produktion sprächen drei Argumente: niedrige Rohstoffpreise, niedrige Zinsen und zahlreiche Konjunkturprogramme von Regierungen.

Bergab: Die US-Industrie produziert so wenig wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren
15.16 Uhr: Die amerikanische Industrie hat ihre Produktion im März stärker gedrosselt als bisher angenommen worden ist. Im verarbeitenden Gewerbe sank der Ausstoß um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie die US-Notenbank am Mittwoch mitteilte. Das ist der sechste Rückgang in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von lediglich 1,0 Prozent gerechnet. Verglichen mit dem Vorjahresmonat lag der Rückgang bei fast 13 Prozent. Die US-Industrie produziert inzwischen so wenig wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren.

14.55 Uhr: Ausländische Investoren haben im Februar kräftig Kapital aus den USA abgezogen. Netto verbuchte die größte Volkswirtschaft der Welt einen Abfluss von 97 Milliarden Dollar, wie das US-Finanzministerium am Mittwoch mitteilte. Im Januar hatte es einen Abfluss von revidiert 146,8 Milliarden Dollar gegeben. Bei den langfristigen Investitionen ergab sich im Februar ein Plus von 22 Milliarden Dollar. Im Januar waren es minus 36,8 Milliarden Dollar. Die Kapital-Daten gelten als Indikator für das Interesse ausländischer Anleger an US-Wertpapieren.

13.49 Uhr: Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler Börsen-Chart zeigen hat bei der geplanten Expansion nach Indien einen Rückschlag erlitten. Das Gemeinschaftsunternehmen mit der indischen Hero Gruppe zum Bau von leichten bis schweren Lkw werde aufgelöst, teilte Daimler am Mittwoch in Stuttgart mit. Die Hero Gruppe werde ihren 40-prozentigen Anteil an dem vor gut einem Jahr von der Regierung genehmigten Gemeinschaftsunternehmen Daimler überlassen. Hero wolle seine Finanzen schonen, hieß es.

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