US-Bankenpleiten Nummer 22 und 23 schließen

In den USA setzt sich die Serie der Bankenpleiten im Zuge der Finanzkrise fort. Die Finanzaufsichtsbehörde FDIC hat jetzt zwei weitere Regionalbanken schließen müssen - Nummer 22 und 23 bereits in diesem Jahr. Da ein Teil der Einlagen das Garantielimit der FDIC übersteigt, ist das Geld mancher Anleger verloren.

Washington - In den USA sind erneut zwei Regionalbanken von der Finanzkrise in die Pleite gerissen worden. Die Aufsichtsbehörde und staatliche Einlagensicherung FDIC gab am späten Freitagabend die Schließung der New Frontier Bank aus dem US-Bundesstaat Colorado sowie der Cape Fear Bank aus North Carolina bekannt. Die New Frontier Bank ist das größte Finanzinstitut, das seit Jahresbeginn Bankrott machte.

Die beiden Banken sind die Finanzinstitute Nummer 22 und 23, die in diesem Jahr schließen mussten. Im Gegensatz zu der Cape Fear Bank gelang es der FDIC bei der großen New Frontier Bank nicht, einen Abnehmer für die Einlagen des Instituts zu finden. Die Bank aus Greeley in Colorado verfügte über zwei Milliarden Dollar Aktiva und 1,5 Milliarden Dollar Einlagen.

Um die Konten der Sparer zu retten, gründete die FDIC noch am Freitag die Deposit Insurance National Bank of Greeley. Nun haben die Kunden der Pleitebank der Behörde zufolge etwa einen Monat Zeit, um ihre Konten zu einer anderen Bank zu transferieren. Da allerdings ein Teil der Einlagen das Garantielimit der FDIC übersteigt, werden manche Anleger ihr Geld verlieren. Für den US-Bankenrettungsfonds schlägt die Pleite der New Frontier Bank mit 670 Millionen Dollar zu Buche.

Bei der wesentlich kleineren Cape Fear Bank aus North Carolina gelang es der FDIC hingegen, einen Abnehmer für die Einlagen des Finanzinstituts zu finden. Die im Nachbarstaat South Carolina sitzende Sparkasse First Federal Savings and Loan Association übernahm nahezu die gesamten die Aktiva sowie die acht Filialen der Pleitebank. Die Cape Fear Bank verfügte über Aktiva in Höhe von 492 Millionen Dollar und verwaltete Einlagen in der Höhe von 403 Millionen Dollar. Das Ende der Bank kostet den Einlagensicherungsfonds rund 131 Millionen Dollar.

Im vergangenen Jahr hatten in den USA 25 Banken schließen müssen. Im Jahr 2007 waren drei Finanzinstitute Pleite gegangen.

manager-magazin.de mit Material von afp und reuters