Übernahmeangebot Joop will Schiesser kaufen

Schiesser fehlt es nur am modischen Image, befindet Designer Wolfgang Joop - und bietet Gespräche zur Übernahme des insolventen Wäscheherstellers an. Mit seinem Input halte er das Unternehmen für durchaus konkurrenzfähig.

Berlin/Radolfzell - Der Potsdamer Modedesigner Wolfgang Joop interessiert sich für die Übernahme des insolventen Wäscheherstellers Schiesser in Radolfzell am Bodensee. Er habe ein Schreiben von Joop erhalten, in dem dieser anbiete, zusammen mit Investoren Schiesser zu übernehmen, sagte Insolvenzverwalter Volker Grub am Mittwoch.

Damit bestätigte er Informationen des Online-Portals des Magazins "Cicero". Grub begrüßte die Absicht Joops und sagte, er biete gern Gespräche an. Schiesser stehe fälschlicherweise für eine etwas altmodische Wäsche und Wolfgang Joop könne für den modischen Aspekt der Marke "einen wertvollen Input bringen".

Joop erklärt laut "Cicero", dass er für Schiesser und seine Beschäftigten unter einer branchenerfahrenen Führung gute Chancen auf den Märkten sehe. Schiesser benötige eine Revitalisierung der Marke. "Es wird wieder angesagt sein, Schiesser auf der Haut zu tragen", wird der renommierte Modemacher (Label "Wunderkind") zitiert.

Der Rettungsplan für den unter anderem wegen hoher Schulden Anfang Februar in die Insolvenz gegangenen Wäschehersteller soll nach früheren Angaben von Grub Ende April stehen. Der Insolvenzverwalter sieht gute Chancen für einen Erhalt des traditionsreichen Wäschekonzerns, der 2300 Beschäftigte hat, davon 510 in Radolfzell.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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