Krisenticker VW-Absatz sinkt in Amerika um fast 20 Prozent

Unilever streicht 170 Vollzeitstellen. Die Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau haben sich fast halbiert. Die deutschen Einzelhändler haben im Februar die größten Umsatzeinbußen seit einem Jahr erlitten. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.10 Uhr: Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten haben den New Yorker Aktienmarkt beflügelt. Der Dow-Jones-Index (Kurswerte anzeigen) der Standardwerte notierte zum Handelsschluss 2 Prozent im Plus bei 7761 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,7 Prozent auf 811 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,5 Prozent und ging mit 1551 Punkten aus dem Handel.

20.15 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt hat im späten Parketthandel die Kursgewinne leicht ausgebaut. Der L-Dax schloss bei 4139,35 Zählern, nachdem der Leitindex auf Xetra um 1,13 Prozent auf 4131,07 Zähler gestiegen war. Der L-MDax notierte zum Ende des Parketthandels bei 4548,81 Punkten.

19.20 Uhr: Auch die Autoverkäufe von Daimler  und Porsche  in den USA sind zurückgegangen. Daimler hat dort im März 23 Prozent weniger Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Der Absatz sei auf 17.348 Fahrzeuge zurückgegangen, teilte der Konzern mit. Die Marke Mercedes-Benz verzeichnete einen Einbruch um 25 Prozent auf 15.602 Wagen. Der Smart verkaufte sich 1746 Mal, ein Plus von einem Prozent.

Der Sportwagenbauer Porsche hat im März in Nordamerika 27 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft. Der Absatz betrug 1921 Wagen, wie das Stuttgarter Unternehmen mitteilte. Von der Sportwagen-Baureihe 911 wurden mit 609 Stück gut ein Viertel weniger abgesetzt. Heftiger fiel der Rückgang bei der günstigere Boxster-Baureihe aus. Von dem Cabrio-Modell sowie der Coupe-Version Cayman gingen 334 Fahrzeuge an die Kunden, ein Minus von 42 Prozent.

18.20 Uhr: Der ums Überleben kämpfende US-Autobauer Chrysler muss wegen eines Engpasses bei Bauteilen seine Minivan-Produktion im Werk Windsor vorübergehend einstellen. Falls das Problem nicht bald gelöst werde, sei die Fertigung auch an weiteren US-Standorten bedroht, teilte der Konzern mit. Zu den knapp gewordenen Baustücken gehörten demnach unter anderem Motorenhalterungen aus Aluminium. Chrysler will die benötigten Teile nun in einem eigenen Werk im Bundesstaat Ontario herstellen.

17.35 Uhr: Nach überraschend guten US-Konjunkturdaten hat der deutsche Aktienmarkt erneut in positivem Terrain geschlossen. Im Kielwasser der freundlichen Wall Street verteidigte der Dax  die Marke von 4000 Punkten und ging mit einem Plus von 1,13 Prozent auf 4131,07 Zähler aus dem Handel.

17.15 Uhr: Volkswagen  hat im März in den USA 19,7 Prozent weniger Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Der Absatz sei auf 15.720 Fahrzeuge zurückgegangen von 19.587 Fahrzeugen im März 2008, teilte Volkswagen of America mit.

16.40 Uhr: Der Dax weitet nach positiven US-Daten zur Industrie und zum Häusermarkt die Gewinne aus. Zuletzt notierte der Index 1,4 Prozent im Plus bei 4141 Zählern, während der Dow Jones seine Gewinne auf 0,6 Prozent ausbaute.

16.20 Uhr: Der Küchengerätehersteller WMF  will wegen rückläufiger Aufträge rund 1500 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Derzeit werde noch mit dem Betriebsrat darüber verhandelt, sagte ein Sprecher am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der "Südwest Presse". Nach dem Willen des Vorstands soll die Kurzarbeit für die Beschäftigten aus Produktion, Verwaltung und Vertrieb am Stammsitz in Geislingen (Kreis Göppingen) drei Tage pro Monat umfassen. Sie soll von Mai bis Ende September dauern. Zudem soll die anstehende Tariferhöhung auf Dezember verschoben werden.

15.30 Uhr: Der Nahrungsmittelhersteller Unilever  (Rama, Knorr, Langnese) streicht in Deutschland 170 Vollzeitstellen. Mit einer Umstrukturierung innerhalb des Konzerns wolle Unilever 30 Millionen Euro sparen, teilte eine Sprecherin mit. Mit Hilfe von vier neu geschaffenen Geschäftseinheiten sollen indirekte Kosten sinken; Unilever könne näher am Markt agieren und das Unternehmen wettbewerbsfähiger machen. In Deutschland sollen an den Produktionsstandorten zehn Prozent Personalkosten durch flexiblere Arbeitszeiten eingespart werden und jede zehnte Stelle in der Hamburger Verwaltung oder im Außendienst wegfallen. Insgesamt will der niederländisch-britische Konzern in Deutschland, Österreich und der Schweiz 200 Stellen streichen.

15.10 Uhr: Die Arbeitslosigkeit in Europa ist erneut gestiegen. Im Februar ist die Arbeitslosenquote in den 16 Ländern der Eurozone im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 8,5 Prozent geklettert, berichtete die Europäische Statistikbehörde Eurostat in Brüssel. Ein Jahr zuvor hatte die Quote bei nur 7,2 Prozent gelegen.

Deutschland lag mit einer Arbeitslosigkeit von 7,4 Prozent unter dem EU-Durchschnitt. Die Bundesrepublik verzeichnete aber einen leichten Anstieg um 0,1 Punkte im Vergleich zum Januar. Verglichen mit dem Vorjahr sank die Quote um 0,2 Punkte. Von den Mitgliedstaaten weisen die Niederlande mit 2,7 Prozent die niedrigste Quote auf, Spanien mit 15,5 Prozent die höchste.

15.00 Uhr: Knapp ein halbes Jahr nach dem Start des US- Hilfsprogramms für die Finanzbranche haben vier kleinere Banken als erste Institute mit der Rückzahlung der Kapitalspritzen begonnen. Auch mehrere große Häuser wie die Bank of America , JPMorgan und Goldman Sachs dringen auf eine möglichst rasche Rückgabe der Gelder.

Die vier Regionalbanken, die am Dienstag mit der Erstattung begannen, zahlten eigenen Angaben nach zusammen insgesamt 338 Millionen Dollar zurück. Die US-Regierung hatte seit Herbst des Vorjahres über das TARP-Rettungsprogramm ("Troubled Asset Relief Program") Hunderten von Banken frisches Kapital verschafft. Die größten Tranchen flossen mit je 45 Milliarden Dollar an die Bank of America und die Citigroup .

14.40 Uhr: Der Autobauer Daimler will wegen der dramatischen Absatzflaute im laufenden Jahr in Deutschland zwei Milliarden Euro bei den Personalkosten einsparen. Der Premiumhersteller wolle die Arbeitszeit für 73.000 Mitarbeiter um bis zu fünf Stunden verkürzen, weniger Zuschuss zum Kurzarbeitergeld zahlen und die für Mai geplante zweiten Stufe der Tariferhöhung von 2,1 Prozent verschieben, sagte Daimler-Personalvorstand Günther Fleig am Mittwoch in Stuttgart. Von den Sparmaßnahmen sind die 141.000 Beschäftigten der Daimler AG in Deutschland betroffen.

13.30 Uhr: Die genossenschaftlichen Zentralbanken DZ Bank und WGZ Bank haben in letzter Minute die seit Mitte vergangenen Jahres vorbereitete Fusion abgeblasen. In einer Erklärung der beiden Banken heißt es, man sei übereingekommen, die Fusionsgespräche "derzeit nicht weiter zu verfolgen". Als maßgeblicher Grund wurde die Situation an den internationalen Finanzmärkten angeführt, die zu einem hohen Maß an Verunsicherung geführt habe.

Gerhard Schröder fordert Staatshilfen für Opel

12.45 Uhr: Der Dax , der am Morgen zeitweise um 2 Prozent nachgegeben hatte, dämmt bis zum Mittag seine Verluste auf 0,6 Prozent ein. Grund für die Stabilisierung sind die steigenden US-Futures.

11.41 Uhr: Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat staatliche Hilfen für die GM-Tochter Opel gefordert. Gleichzeitig kritisierte er in einem Interview des "Zeit Magazins" die abwartende Haltung der Bundesregierung und fragte nach ihrem Konzept. "Wieso geht sie nicht zusammen mit den Banken mit eigenen Plänen zu Schaeffler oder Opel? Das wäre doch eine erwägenswerte Alternative, nämlich zu sagen, entweder ihr pariert, oder ihr kriegt kein Staatsgeld", sagte Schröder.

11.00 Uhr: Das Geschäft des deutschen Maschinenbaus ist im Februar um die Hälfte eingebrochen. Die Branche verzeichnete 49 Prozent weniger Aufträge als noch im Jahr zuvor, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt am Main mitteilte.

Das Auslandsgeschäft des stark exportorientierten Wirtschaftszweiges schrumpfte demnach im Februar um 50 Prozent, die Nachfrage aus der deutschen Industrie ging um 45 Prozent zurück. Für 2009 rechnet der VDMA mit einem Rückgang der Produktion um bis zu 20 Prozent.

10.45 Uhr: Aus Wut über den drohenden Verlust von Arbeitsplätzen haben Angestellte des Baumaschinen-Unternehmens Caterpillar  in Grenoble vier Manager als Geiseln genommen. Ein fünfter sei aus gesundheitlichen Gründen freigelassen worden, berichtete der Sender France Info. Präsident Nicolas Sarkozy kündigte in einem Interview mit dem Sender Europe 1 an, dass er den Standort des Unternehmens retten wolle. In den vergangenen Wochen haben Beschäftigte von bedrohten Unternehmen aus Protest mehrfach ihre Chefs vorübergehend als Geiseln genommen.

10.30 Uhr: Das Amtsgericht München hat das Insolvenzverfahren für den Speicherchiphersteller Qimonda  offiziell eröffnet. Das teilte eine Sprecherin des Gerichts mit. Mit dem formalen Schritt müssen nun voraussichtlich rund 3000 Mitarbeiter der Infineon-Tochter in Dresden und München in Transfergesellschaften wechseln. Denn ihr Anspruch auf Lohnfortzahlung im Rahmen des Insolvenzgeldes ist damit ausgelaufen.

9.30 Uhr: Der jüngste Zickzackkurs am deutschen Aktienmarkt hat sich am Mittwoch zum Handelsstart fortgesetzt: Belastet von bröckelnden US-Futures baute der Leitindex Dax  im frühen Handel seine Verluste auf 1,5 Prozent aus und fiel auf 4021 Zähler.

In den USA hatte der Dow Jones  im späten Handel einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben: Unter anderem sorgten neue Daten vom US-Häusermarkt für eine Belastung. Die Hauspreise in den USA sind auf Jahressicht um knapp 20 Prozent eingebrochen - das ist der stärkste Rückgang seit Berechnung des maßgeblichen Index.

8.50 Uhr: Finanzminister Peer Steinbrück rechnet mit keiner schnellen Erholung aus der aktuellen Rezession. "Wenn wir Glück haben, beginnt es 2010", sagte er dem Magazin "Stern", wie dieses am Mittwoch vorab mitteilte. "Aufwärts wird es irgendwann nur sehr, sehr langsam gehen", sagte er voraus. "Das wird Jahre dauern." Die neue Regierungsprognose werde vermutlich "deutlich schlechter" als die letzte ausfallen, die eine Schrumpfung der Wirtschaft in diesem Jahr um rund 2,25 Prozent beinhaltet. Als Folge der schwachen Konjunkturentwicklung würden auch die Steuereinnahmen mit der amtlichen Schätzung im Mai erheblich einbrechen.

8.20 Uhr: Der schwer angeschlagene US-Autokonzern General Motors (Kurswerte anzeigen) (GM) verlangt jetzt auch Hilfe von Großbritannien. "Wir haben mit der Regierung gesprochen", sagte ein Konzernvertreter der "Financial Times" (Mittwoch). "Wir sind aber noch nicht an den Punkt gekommen, über Zahlen zu diskutieren." Laut der Zeitung verlangt General Motors 600 Millionen Pfund (650 Millionen Euro), um die britische Opel-Schwester Vauxhall zu retten. Die "Financial Times" beruft sich dabei auf einen führenden Gewerkschafter. Vauxhall baut und vertreibt die Opel-Modelle auf der Insel.

8.05 Uhr: Die deutschen Einzelhändler haben im Februar die stärksten Umsatzeinbußen seit mehr als einem Jahr erlitten. Sie nahmen 5,3 Prozent weniger ein als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. "Das ist das größte Minus seit Dezember 2007", sagte ein Statistiker. Allerdings zählte der Februar diesmal einen Verkaufstag weniger. Der Internet- und Versandhandel verzeichnete mit 8,4 Prozent den stärksten Einbruch. Der Lebensmittelhandel setzte 6,4 Prozent weniger um, Waren- und Kaufhäuser hatten 5,2 Prozent weniger in den Kassen. Der Handel mit Kosmetik, pharmazeutischen und medizinischen Produkten verzeichnete mit 1,2 Prozent den geringsten Umsatzrückgang. Der Einzelhandelsverband war in seiner jüngsten Schätzung noch von einem deutlich geringeren Rückgang ausgegangen.

Fördertopf für Abwrackprämie ist rechnerisch leer

7.45 Uhr: Das isländische Parlament berät einen Gesetzentwurf zur Währungskontrolle. Isländische Exporteure sollen gezwungen werden, ihre Einnahmen in Fremdwährung aus dem Ausland nach Island zu überweisen. Diese radikale Maßnahme, die noch vor Börsenöffnung in Kraft treten soll, zielt darauf, den Kurs der isländischen Krone zu stützen. Die Landeswährung hat allein in den vergangenen zwei Wochen weitere 14 Prozent an Außenwert verloren. Im vergangenen Jahr, als der Inselstaat am Rand der Pleite stand, war der Kurs der Krone bereits um mehr als 90 Prozent eingebrochen.

6.20 Uhr: Der Fördertopf von 1,5 Milliarden Euro für die Abwrackprämie ist nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung inzwischen rechnerisch leer. Grund ist eine neue Flut von Anträgen an die zuständige Behörde Bafa. Bafa-Sprecher Holger Beutel sagte dem Blatt, dass seit der Umstellung auf Onlinereservierung der Prämie am Montag weitere 150.000 Anträge das Amt erreicht hätten.

Damit liegt die Gesamtzahl nunmehr bei rund 600.000. Die technischen Schwierigkeiten bei der Übermittlung von Onlineanträgen an die Bafa sind zudem noch immer nicht überwunden. Die Bundesregierung will die Prämie bis zum Jahresende verlängern und auf eine Obergrenze für das Budget verzichten.

6.15 Uhr: Der Tarifstreit zwischen der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie und den Arbeitgebern ist beendet. Das teilten die IG Metall und der Arbeitgeberverband Stahl in Düsseldorf mit. Die Verhandlungsgegner einigten sich in der Nacht zum Mittwoch in der zweiten Tarifrunde auf eine Einmalzahlung für die 85.000 Beschäftigten in Höhe von 350 Euro. Ab 2010 sollen die Verdienste zudem um 2 Prozent erhöht werden. Die Gewerkschaft hatte zuvor 4,5 Prozent mehr Einkommen gefordert. Die Arbeitgeber lehnten dies mit dem Hinweis auf die "äußerst ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" ab.

6 Uhr: In dem Rettungspaket der US-Regierung für die Finanzbranche (Tarp) sind weniger Mittel übrig als bisher angenommen. Dem US-Finanzministerium blieben nur noch 109,6 Milliarden Dollar aus dem ursprünglich 700 Milliarden Dollar schweren Programm, teilte das Rechenschafts-Büro der US-Regierung (GAO) am Dienstag mit. Vergangene Woche war Finanzminister Timothy Geithner noch von Mitteln in Höhe von 134,5 Milliarden Dollar ausgegangen. Mit dem Geld sollen unter anderem Banken nach der Durchführung der "Stress Tests" unterstützt werden. Auch die kriselnden Autobauer General Motors und Chrysler gelten als mögliche Abnehmer. Insgesamt überwacht die GAO nach eigenen Angaben Staatshilfen in Höhe von 2,98 Billionen Dollar, die über elf verschiedene Programme verteilt sind.

2 Uhr: Die Stimmung in der japanischen Großindustrie hat sich katastrophal verschlechtert. Wie die Bank von Japan am Mittwoch mitteilte, stürzte der Stimmungsindex in der weltweit beachteten Tankan-Umfrage im Quartal Januar bis März von minus 24 Punkte auf minus 58 und damit so drastisch wie noch nie seit Beginn solcher Umfragen 1974. So mies war die Stimmung seither noch nie. Ein negativer Index bedeutet, dass die Pessimisten in der Mehrheit sind.

Angesichts der weggebrochenen Exporte wollen die großen Unternehmen des Landes sowohl der fertigenden Industrie als auch der nicht produzierenden Branchen in dem am Mittwoch begonnenen neuen Geschäftsjahr 6,6 Prozent weniger investieren als im abgelaufenen Jahr.

Wirtschaftsweiser fordert Verstaatlichung der Ratingagenturen

Dienstag, 22.05 Uhr: Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat sich in einem Gespräch mit der "Berliner Zeitung" für eine Verstaatlichung der umstrittenen Ratingagenturen ausgesprochen. Zur Begründung sagte er, beim Rating habe der Markt keinen Vorteil gegenüber dem Staat. "Der Markt ist immer dort besser als der Staat, wo es darum geht, dezentrale Informationen zu verarbeiten. Das kann der Markt besser, weil viele Akteure vor Ort sind. Aber die Rating-Agenturen sind zentrale Organisationen - ganz so wie der Staat." Eine "fundamentale Krise" wie diese erfordere "fundamentale Antworten".

22.04 Uhr: Beflügelt von Kursgewinnen bei Bank- und Technologietiteln hat der New Yorker Aktienmarkt am Dienstag Gewinne eingefahren. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss 1,2 Prozent im Plus bei 7608 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,3 Prozent auf 797 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,8 Prozent und ging mit 1528 Punkten aus dem Handel.

21.27 Uhr: Wütende Angestellte haben am Dienstag den Chef des französischen Luxus- und Handelsgüterkonzerns PPR, François-Henri Pinault, eingekesselt. Nach einer Konferenz in Paris hätten etwa 50 Demonstranten Pinaults Taxi umzingelt, bis die Polizei eingriff, teilten französische Gewerkschafter mit. Erst nach einer Stunde habe Pinault, einer der reichsten Männer Frankreichs, seine Fahrt fortsetzen können.

21.19 Uhr: Die Genossenschaftsbank WGZ stellt neue Forderung im Rahmen der Fusionsverhandlungen mit der DZ Bank. Der Zusammenschluss der beiden verbliebenen genossenschaftlichen Zentralbanken solle zwar weiterverfolgt werden, zitiert das "Handelsblatt" mit den Gesprächen vertraute Personen. Allerdings sollen sich nach den Plänen der WGZ die Alteigentümer beider Banken verpflichten, jeweils für die Altlasten der Häuser gerade zu stehen. Das Vorhaben würde den ursprünglichen Zeitplan der Fusion dem Bericht zufolge gefährden.

18.34 Uhr: Daimler will einem Medienbericht zufolge die für Mai geplante zweite Stufe der Tariferhöhung verschieben und Mitarbeiter auch im zweiten Halbjahr in Kurzarbeit schicken. Zudem seien betriebsbedingte Kündigungen denkbar, berichteten die "Stuttgarter Nachrichten". Zwar gebe es eine Beschäftigungssicherung bis 31. Dezember 2011. Doch darin heiße es, dass diese nur für die Beschäftigten gelte, "die zum Zeitpunkt dieser Vereinbarung in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen".

17.45 Uhr: Die Kurse am deutschen Aktienmarkt haben am Dienstag aufgeholt. Der Dax (Kurswerte anzeigen) stieg um 2,4 Prozent auf 4084 Punkte und machte damit einen Teil seines fünfprozentigen Vortagesverlustes wieder gut. An den US-Börsen notierte zum Handelsschluss in Europa der Dow Jones  mit 7626 Punkten 1,4 Prozent im Plus. Der Nasdaq-Composite an der Technologiebörse lag sogar 1,6 Prozent höher bei 1526 Punkten. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 48,05 Dollar 0,7 Prozent weniger.

17.00 Uhr: Die Preise für Wohnimmobilien in den USA sind im Januar so stark wie nie gefallen. Laut dem am Dienstag vorgelegten 20-Städte-Index von Standard & Poor & Case-Shiller sackten die Häuserpreise im Jahresvergleich um 19 Prozent ab. Dies war der größte Einbruch der vielbeachteten Messgröße seit Beginn des Index im Jahr 2000. Im Vergleich zum Spitzenwert im Sommer 2006 ging der Index um 29 Prozent zurück. Die Häuserpreise bewegen sich derzeit auf dem Niveau von 2003.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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