Donnerstag, 17. Oktober 2019

Verstaatlichung geplant Bund steigt bei Hypo Real Estate ein

3. Teil: Mindestens zwei weitere Jahre Verlust erwartet

Mindestens zwei weitere Jahre Verlust erwartet

Die Vorstände der Hypo Real Estate Holding AG und der Hypo Real Estate Bank AG hätten sich mit Zustimmung der Aufsichtsräte gegenüber dem SoFFin verpflichtet, die zur Umsetzung der Rekapitalisierung jeweils erforderlichen Schritte zu ergreifen, hieß es außerdem in der Pflichtmitteilung.

"Mindestens für die nächsten beiden Jahre ist mit einer Verlustsituation zu rechnen", erklärte die Bank. "Die mittelfristige strategische Perspektive wird positiv gesehen." Das Ergebnis sei deutlich von der schwierigen Situation an den Kapital- und Finanzierungsmärkten geprägt, hieß es.

Der Verlust sei zu einem Teil auf Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte und anderer immaterieller Vermögenswerte aus der Erstkonsolidierung der Depfa in Höhe von insgesamt 2,482 Milliarden Euro zurückzuführen. Hinzu kämen eine Reihe von Sonder- beziehungsweise Einmaleffekten.

Die HRE hatte die irische Pfandbriefbank Depfa Bank, die ihren Geschäftsschwerpunkt in der Staats- und Infrastrukturfinanzierung hat, 2007 übernommen. Als Hauptursache für die Krise der HRE gilt die Depfa, die langfristig vergebene Darlehen mit kurzfristigen Krediten gegenfinanziert hatte. Als die Zinsen im Zuge der Finanzkrise explodierten, kam die Depfa nicht mehr an günstiges Geld. Es liefen milliardenschwere Verluste auf, und die HRE stand vor der Pleite.

manager-magazin.de mit Material von ap, afp und dpa

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