BMW-Chef Reithofer kritisiert Abwrackprämie

Nach Daimler-Chef Dieter Zetsche hat auch BMW-Chef Norbert Reithofer die Verlängerung der Abwrackprämie kritisiert. Auf den künstlichen Boom 2009 könnte ein Einbruch 2010 folgen. Unterdessen dürften die Neuzulassungen im deutschen Automarkt im März um rund 30 Prozent gestiegen sein.

Hamburg - "Eine CO2-basierte Prämie wäre besser", sagte Reithofer dem Magazin DER SPIEGEL. Der alte und jetzt verlängerte Staatszuschuss von 2500 Euro sei "für die Umwelt alles andere als treffsicher".

Daimler-Chef Zetsche hatte vor einigen Tagen gewarnt, nach dem Auslaufen der Abwrackprämie folge ein Absatzeinbruch, wie man in anderen Ländern gesehen habe. "Deshalb halte ich es nicht für sinnvoll, diese Prämie zu verlängern".

Experten zufolge haben bisher vor allem die Hersteller kleinerer Autos von der Abwrackprämie profitiert, weniger sogenannte Premiumhersteller wie Daimler und BMW.

Neuzulassungsboom auch im März

Auf dem deutschen Automarkt sind unterdessen dank der Abwrackprämie im März erneut deutlich mehr Autos als im Vorjahr zugelassen worden. "Wir wären nicht überrascht, wenn die Zahl der Neuzulassungen um mehr als 30 Prozent gestiegen ist", sagte ein Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) dem "Tagesspiegel am Sonntag" laut Vorabmeldung.

Die Abwrackprämie und die neue Kfz-Steuer ließen die Pkw-Neuzulassungen bereits im Februar um 21 Prozent steigen. Im März könnten nun 360.000 Neuzulassungen hinzukommen, schätzt auch der Duisburger Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Auch 370.000 seien möglich: "Der März ist sensationell gelaufen", wurde Dudenhöffer von dem Blatt weiter zitiert.

manager-magazin.de mit Material von ap

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