Montag, 17. Juni 2019

Krisenticker Welthandel droht Rekordeinbruch

Nach WTO-Prognose schrumpft der Welthandel 2009 um 9 Prozent. Nach S&P hat nun auch Moody's der US-Ikone GE die Topbonität abgesprochen. An den Börsen wird das US-Rettungsprogramm für die Finanzbranche gefeiert. Opels Hoffnung auf Staatshilfe hat einen Dämpfer erhalten. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

21.04 Uhr: Der New Yorker Aktienmarkt hat mit furiosen Kursgewinnen geschlossen. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen schloss 6,84 Prozent fester mit 7775 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 7,07 Prozent auf 822 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen legte um 6,76 Prozent auf 1555 Zähler zu. Grund für die kräftigen Zuwächse war die Vorlage von lang erwarteten Details der US-Regierung zum Aufkauf fauler Wertpapiere durch den Staat.

20.37 Uhr: Die Ratingagentur Moody's hat die Bonitätsnote des Metro-Großaktionärs Haniel zum zweiten Mal binnen fünf Monaten herabgestuft. Das Rating wurde auf Baa3 von Baa2 gesenkt und wird auf eine mögliche weitere Herabstufung geprüft. Grund seien die weiter gesunkenen Aktienkurse des Handelskonzerns Metro Börsen-Chart zeigen und des Pharmagroßhändlers Celesio Börsen-Chart zeigen, die zu den größten Haniel-Beteiligungen zählen. Moody's hatte mit dieser Begründung bereits Anfang November das Rating von Haniel auf Baa2 von Baa1 herabgestuft.

20.23 Uhr: Der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen hat sich im Vergleich zum späten Nachmittag deutlich erholt. Die europäische Gemeinschaftswährung sprang nach kräftigen Verlusten im Tagesverlauf wieder über die Marke von 1,36 Dollar und notierte gegen 20.30 Uhr bei 1,3631 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3558 (Freitag 1,3549) Dollar festgesetzt.

20.12 Uhr: Nach besser als erwartet ausgefallenen Daten vom amerikanischen Häusermarkt haben die Ölpreise ihre Gewinne ausgeweitet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai kostete 53,78 US-Dollar und damit 1,71 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Freitag. Vor der Veröffentlichung der Daten hatte der US-Ölpreis noch bei 52 Dollar notiert. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai kletterte um 2,23 Dollar auf 53,45 Dollar.

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20.04 Uhr: Der Welthandel droht in diesem Jahr so dramatisch einzubrechen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Handelsvolumen werde um 9 Prozent schrumpfen, sagt die Welthandelsorganisation (WTO) voraus. Grund sei die erlahmende Nachfrage in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Mit ihrer Prognose ist die WTO pessimistischer als der Internationale Währungsfonds (IWF), der im Januar einen Rückgang von 2,8 Prozent vorhergesagt hatte. Laut WTO verlangsamte sich der Welthandel schon in der zweiten Jahreshälfte 2008 drastisch. Für das Gesamtjahr wurde aber noch ein Wachstum von 2 Prozent erzielt - nach 6 Prozent im Jahr 2007.

19.05 Uhr: Die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda rechnet trotz eines gewaltigen Schubs durch die Abwrackprämie mit einem Absatzrückgang in diesem Jahr. Die Zahl der verkauften Autos werde 2009 voraussichtlich um einen einstelligen Prozentbetrag zurückgehen. Das Minus werde damit jedoch geringer ausfallen als auf dem gesamten Automarkt, so dass sich der Marktanteil von Skoda erhöhen würde. Im März seien die Bestellungen jedoch dank der Abwrackprämien in Deutschland und anderen Ländern um 30 bis 50 Prozent in die Höhe geschossen. Im vergangenen Jahr lieferte Skoda mit 674.530 Fahrzeugen gut 7 Prozent mehr aus.

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