Freitag, 15. November 2019

Krisenticker Goldman verteidigt Geldannahme von AIG

Goldman Sachs hat die Transaktion verteidigt, bei der der US-Versicherer AIG der Bank einen Teil der zuvor vom Staat erhaltenen Milliarden weitergeleitet hatte. Fed-Chef Bernanke hat sich optimistisch über die Wirkung von Maßnahmen der Notenbank geäußert. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

21.09 Uhr: Der New Yorker Aktienmarkt hat am Freitag schwächer geschlossen. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen notierte zum Handelsschluss mit einem Minus von 1,65 Prozent bei 7277 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 schloss 1,98 Prozent tiefer bei 768 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,77 Prozent und ging mit 1457 Punkten aus dem Handel.

20.19 Uhr: Die US-Bank Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen ist der Ansicht, nichts Falsches getan zu haben, als sie Zahlungen in Milliardenhöhe vom angeschlagenen US-Versicherungriesen AIG Börsen-Chart zeigen annahm. Goldman-Finanzvorstand David Viniar verteidigte die Transaktion in einer Telefonkonferenz gegenüber Journalisten. "Wir denken nicht, dass wir etwas Falsches gemacht haben", sagte Viniar. "Wir hatten Verträge, es liegt in unserer Verantwortung gegenüber unseren Aktionären, dass wir uns selbst schützen." AIG hatte US-Staatshilfen in Höhe von 180 Milliarden US-Dollar erhalten. Der Versicherer war in die Kritik geraten, weil er 90 Milliarden Dollar davon unmittelbar an verschiedene Banken weitergereicht hatte. Goldman Sachs hatte bei diesen Transaktionen 12,9 Milliarden Dollar erhalten.

18.42 Uhr: Der Abwärtstrend auf den Automobilmärkten hat nun die auch in Deutschland tätige niederländische Autohandelsgruppe Kroymans in die Insolvenz getrieben. Wegen Zahlungsunfähigkeit etlicher Tochterfirmen sei ein entsprechender Antrag gestellt worden, teilte der etwa zehntgrößte Autoimporteur und -verkäufer Europas am Freitag mit. Der Konzern betreibt allein in deutschen Städten 15 große Autohäuser.

18.32 Uhr: US-Notenbankchef Ben Bernanke hat sich vorsichtig optimistisch über die Wirkung von Maßnahmen der Federal Reserve im Kampf gegen die Finanzkrise geäußert. Die Reaktion der Märkte auf die Programme der Zentralbank sei "im allgemeinen ermutigend", sagte Bernanke am Freitag in Phoenix (US-Staat Arizona). Dazu zähle auch, dass durch die Schritte die Hypothekenzinsen gesunken seien. Außerdem gehe die Nachfrage nach bestimmten Kreditprogrammen inzwischen bereits zurück. Als jüngste Maßnahmen hatte die Fed am Mittwoch angekündigt, für mehr als eine Billion Dollar (735 Mrd Euro) langfristige Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere kaufen zu wollen, um die Bedingungen auf den Kreditmärkten zu verbessern.

17.45 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen setzt seine Erholung fort und schließt auf Xetra 0,6 Prozent im Plus bei 4068 Zählern. Leichte Kursgewinne an der Wall Street haben den Deutschen Aktienindex im späten Handel ins Plus gezogen. Der deutsche Leitindex hat damit in den vergangenen 10 Handelstagen rund 10 Prozent an Wert gewonnen. Anfang März hatte der Index noch bei 3700 Zählern notiert. Auch die Öl- und Rohstoffpreise sind im gleichen Zeitraum gestiegen.

Nach Einschätzung von DWS-Fondsmanager Klaus Kaldemorgen dürfte der deutsche Aktienmarkt auch in den kommenden Wochen volatil bleiben.

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