LBBW Sparkassen stimmen Kapitalerhöhung zu

Die Sparkassen in Baden-Württemberg haben den Weg für die milliardenschwere Kapitalerhöhung bei der Landesbank LBBW frei gemacht. Im Gegenzug sollen risikobehaftete Papiere des Kreditinstituts abgesichert werden.

Stuttgart - Die baden-württembergischen Sparkassen tragen die geplante Kapitalerhöhung von fünf Milliarden Euro bei der größten deutschen Landesbank LBBW mit. Die Institute müssen gemäß ihres Anteils von 35,6 Prozent an dem schwer von der Finanzkrise getroffenen Geldhaus 1,78 Milliarden Euro aufbringen.

Die Verbandsversammlung der Sparkassen habe am Montag in Stuttgart den Hilfen mit einer Mehrheit von 95 Prozent zugestimmt, teilte ein Verbandssprecher mit. Bedingung sei aber, dass die risikobehafteten Papiere der Landesbank mit Garantien abgesichert werden. Das Geld für die Kapitalspritze soll am Kapitalmarkt aufgenommen werden.

"Die Vertreter der 54 Sparkassen in Baden-Württemberg haben sich heute mit deutlicher Mehrheit zur geplanten Kapitalerhöhung bekannt. Diese Grundsatzentscheidung steht", sagte Verbandspräsident Peter Schneider laut Mitteilung. Am Donnerstag sollen die beiden anderen Haupteigner - der baden-württembergische Landtag und die Stadt Stuttgart - über die Hilfen abstimmen.

Schneider sagte: "Allerdings gibt es eine Bedingung, die noch offen ist: Die Risikoimmunisierung von Teilen des Kreditersatzgeschäfts. Dass in diesem Punkt das Ergebnis noch einmal die Verbandsversammlung vorgelegt wird, ist angesichts der gewaltigen Summe selbstverständlich." Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus Finanzkreisen ist das Land bereit, Garantien für risikobehaftete Wertpapiere in Höhe von über zehn Milliarden Euro zu geben.

Die LBBW schrieb wegen der weltweiten Finanzmarktkrise und Fehlspekulationen im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 2,1 Milliarden Euro. Um ihre dadurch geschrumpfte Eigenkapitalquote wieder auf die branchenübliche Höhe von acht bis neun Prozent erhöhen zu können, braucht die Bank neue Mittel. Die Kapitalerhöhung soll zu Anfang April wirksam werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters