HRE Bund und Flowers streiten weiter

Im Streit um die Zukunft der angeschlagenen Münchener Bank Hypo Real Estate ist weiterhin keine Einigung in Sicht. Finanzinvestor und Großaktionär Christopher Flowers und der Bund konnten sich am Sonntag nicht über einen Einstieg des Staates bei dem Institut einigen.

Berlin/München - Die Bundesregierung und der US-Investor Christopher Flowers sind weiter uneins über die Zukunft der angeschlagenen Bank Hypo Real Estate  (HRE). Der HRE-Großaktionär, sowie Vertreter des Finanzministeriums und des staatlichen Banken- Rettungsfonds Soffin haben sich noch nicht über einen Kompromiss für den Erwerb eines Aktienpakets durch den Bund verständigt.

Eine Sprecherin des Soffin sagte nach den Gesprächen am Sonntag in Berlin, es würden verschiedene Optionen erörtert. Zu gegebener Zeit werde es weitere Gespräche geben.

Der Bund strebt angesichts der umfangreichen Staatsgarantien von 87 Milliarden Euro und weiterer Finanzhilfen eine Komplettübernahme des Kriseninstituts an. Notfalls soll der Staatseinstieg auch über eine Enteignung der HRE-Aktionäre erfolgen. Flowers, der 24 Prozent der Anteile kontrolliert, will dagegen nicht herausgedrängt werden und sich bei der Sanierung der HRE kooperativ zeigen.

manager-magazin.de mit Material von dpa