Pkw-Zulassungen BMW und Daimler leiden

Die Pkw-Neuzulassungen sind in Europa im Februar um über 18 Prozent zurückgegangen. Deutsche Autobauer waren besonders betroffen. Der Absatz sank bei Daimler um fast 30 Prozent, bei BMW um 29 Prozent, bei Opel um rund 22 Prozent und bei Volkswagen um über 10 Prozent.

Brüssel - Den stärkeren Rückgang verzeichneten mit einem Minus von 30 Prozent die neuen EU-Mitgliedsländer, wie der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Freitag in Brüssel mitteilte. In Westeuropa ging die Nachfrage dank der zweistelligen Wachstumsrate auf dem deutschen Markt um 17 Prozent zurück. Insgesamt wurden im Februar 968.200 neue Wagen in den Verkehr gebracht.

Die Deutschen haben dank der Abwrackprämie im Februar deutlich mehr Autos gekauft. Der Absatz von Neuwagen kletterte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 21,5 Prozent in die Höhe. Ein Plus bei den Autoverkäufen verzeichneten neben Deutschland im Februar nur Polen und Luxemburg. Besonders hart traf es dagegen die Autohändler in Spanien mit einem Einbruch von 48,8 Prozent im Jahresvergleich. In Italien sank der Neuwagenabsatz um 24,4 Prozent, in Großbritannien um 21,9 Prozent.

Die deutschen Autobauer konnten von den Verkaufszahlen in Deutschland europaweit nicht profitieren: Volkswagen  mit seinen Marken VW, Audi , Seat und Skoda verkaufte gut 10 Prozent weniger Autos im Februar, BMW  verbuchte ein Minus von 29,2 Prozent, Daimler  sogar von 29,8 Prozent. Lediglich ihren Marktanteil konnten die deutschen Autobauer europaweit auf nunmehr fast 47 Prozent ausbauen, wie der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte.

In den ersten zwei Monaten des Jahres erreichten die Neuwagenverkäufe in Deutschland dank der Februar-Zahlen ein Plus von 4 Prozent, europaweit stand aber ein Minus von 22,6 Prozent unter dem Strich. Um die Auswirkungen des schwächelnden Absatzes zu begrenzen, gewähren laut VDA inzwischen zwölf EU-Staaten Abwrackprämien oder Finanzhilfen für die Autoindustrie.

manager-magazin.de mit Material von dpa