Saab Investoren melden Interesse an

Hoffnung für Saab: Eine Gruppe schwedischer Investoren hat offenbar Interesse angemeldet, die GM-Tochter zu kaufen. Unterdessen gab der Autobauer weitere Stellenstreichungen bekannt.

Stockholm - Ein Saab-Sprecher erklärte am Donnerstag, die Gruppe habe Interesse angemeldet, ohne jedoch ihre Identität zu enthüllen. Der derzeit unter Gläubigerschutz stehende Konzern hatte bereits in der vergangenen Woche von einer Handvoll ernsthafter Kaufinteressenten gesprochen.

Unterdessen gab der insolvente Autobauer bekannt, 750 seiner rund 4000 Mitarbeiter entlassen zu wollen. Das sagte eine Sprecherin der GM-Tochter am Donnerstag in Stockholm. Laut der schwedischen Nachrichtenagentur TT sind Beschäftigte in dem Saab Werk in Trollhättan betroffen. Das schwedische Traditionsunternehmen hatte Ende Februar Gläubigerschutz beantragt, nachdem die schwedische Regierung finanzielle Hilfen abgelehnt hatte.

Der taumelnde US-Autokonzern General Motors  war 1989 zu 50 Prozent bei Saab eingestiegen und übernahm den nach dem zweiten Weltkrieg gegründeten Autobauer 2000 ganz. Saab will sich nun als unabhängiges Unternehmen neu organisieren. Branchenexperten bezweifeln allerdings, dass der Hersteller eine Überlebenschance als eigenständiges Unternehmen hat. Der Autobauer habe nicht die Größe und die finanzielle Kraft dazu, argumentieren sie. Zudem scheinen auch weder die schwedische Regierung noch GM bereit, das Unternehmen finanziell ausreichend für einen Neustart stützen zu wollen.

manager-magazin.de mit Material von reuters und ap

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