Donnerstag, 21. November 2019

Krisenticker Wall Street klettert dritten Tag in Folge

Kurssprünge bei der Bank of America, bei General Motors und General Electric beflügeln den Dow. Der US-Leitindex schließt klar über 7000 Zählern und dürfte am Freitag auch den Dax über die Marke von 4000 Punkten treiben. Die deutsche Industrieproduktion sinkt unterdessen stark. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

21.05 Uhr: Rally an der Wall Street: Der Dow Jones Börsen-Chart zeigenschließt nur knapp unter Tageshoch und beendet den Handel mit einem Plus von 3,5 Prozent bei 7170 Zählern. Es war der dritte Erholungstag in Folge. Der Dax Börsen-Chart zeigen dürfte am Freitag im frühen Handel die 4000 Punkte in Angriff nehmen.

20.45 Uhr: Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen beschleunigt kurz vor Handelsschluss in New York seine Erholung und legt 250 Punkte auf 7181 Zähler zu. Das ist ein Kursgewinn von 3,7 Prozent. Der Technologieindex Nasdaq Composite klettert um 4,1 Prozent. Neben General Motors Börsen-Chart zeigenbauen vor allem die Bank of America Börsen-Chart zeigenund General Electric Börsen-Chart zeigen ihre Gewinne aus.

Bank-of-America-Chef Kenneth Lewis hatte gesagt, dass sein Institut keine weiteren Staatshilfen benötige. Zudem habe die Bank zu Jahresanfang profitabel gearbeitet. Ähnliche Erklärungen der Chefs von Citigroup und JPMorgan hatten in den vergangenen zwei Tagen die Kurse an der Wall Street beflügelt. Auch besser als erwartet ausgefallene Einzelhandelsdaten und eine stabile Prognose von Standard & Poor's für die Geschäftsaussichten des Börsenschwergewichts General Electric beruhigten die Händler. Auch der Dax hatte zuvor deutlich fester geschlossen.

Erholt: Der Ölpreis zieht wieder deutlich an
DDP
Erholt: Der Ölpreis zieht wieder deutlich an
20.30 Uhr: Der Ölpreis legt im späten Handel um mehr als 11 Prozent zu und kostet zeitweise wieder 46 Dollar pro Barrel der Sorte WTI. Grund für die Erholung nach den schweren Verlusten der Vortage sind laut Händler die Konjunkturdaten aus den USA, die etwas robuster ausgefallen sind als erwartet.

19.55 Uhr: An der Wall Street bauen die Indizes ihre Gewinne weiter aus. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen notiert eine Stunde vor Handelsschluss mit einem Gewinn von 3 Prozent auf dem Tageshoch von 7135 Zählern.

18.55 Uhr: Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen baut seine Gewinne am Abend weiter aus. Kurstreiber sind die Aktien von GM und GE, die beide zweistellig zulegen. Der angeschlagene US-Autobauer General Motors kommt bis Ende März ohne beantragte Staatshilfen von zwei Milliarden Dollar aus. Der Konzern benötige die angefragten Mittel nicht, da er im Januar und Februar schneller als geplant Kosten reduziert und Ausgaben zurückgefahrne haben, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Die GM-Aktie schoss daraufhin um rund zwölf Prozent auf 2,09 Dollar nach oben. Bisher hatte GM vorhergesagt, in den ersten zwei Monaten 2009 5,1 Milliarden Dollar zu verbrennen.

17.35 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen setzt seine Erholung fort und schließt auf Xetra 1,2 Prozent fester bei 3956 Zählern. Gewinne bei Finanztiteln sowie eine Erholung der Wall Street haben den Index gestützt: Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen notierte zum Xetra-Schluss mit 1,8 Prozent im Plus bei 7052 Zählern, getrieben von Gewinnen bei General Electric Börsen-Chart zeigen sowie bei der Bank of America. Zu den größten Gewinnern im deutschen Leitindex zählten die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen sowie die Commerzbank Börsen-Chart zeigen.

16.46 Uhr: Der Brillenhersteller Rodenstock will wegen einer Auftragsflaute für einen Teil seiner Belegschaft Kurzarbeit einführen. Ab April soll an den deutschen Standorten abseits der Zentrale die Arbeitszeit reduziert werden. Von den Plänen sind 680 Beschäftigte betroffen, gut ein Drittel der deutschen Belegschaft. "Mit der Einführung der Kurzarbeit an den deutschen Standorten sind wir zuversichtlich, den durch die weltwirtschaftliche Entwicklung hervorgerufenen Auftragsrückgang überbrücken zu können", teilte die Tochter des britischen Finanzinvestors Bridgepoint mit.

16.10 Uhr: An der Wall Street baut der Dow Jones Börsen-Chart zeigen seine Gewinne auf 1,2 Prozent aus. Der Dax dreht darauf ebenfalls ins Plus und notiert zuletzt 0,3 Prozent fester bei 3925 Zählern.

15.40 Uhr: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat den Leitzins noch einmal um einen viertel Prozentpunkt gesenkt. Das Zielband für den Dreimonats-Libor fällt mit der Entscheidung vom Donnerstag auf 0,0 bis 0,75 Prozent. Zur weiteren Lockerung der monetären Bedingungen und im Kampf gegen eine weitere Aufwertung des Frankens zum Euro will die Nationalbank unter anderem Schweizerfranken-Obligationen privater Schuldner kaufen und Devisenkäufe auf dem Markt tätigen. Die Notenbank rechnet mit einem Rückgang des realen Bruttoinlandprodukts (BIP) im laufenden Jahr von 2,5 bis 3,0 Prozent. Bisher waren die Währungshüter von einer negativen Entwicklung um 0,5 bis 1,0 Prozent ausgegangen.

14.45 Uhr: Die weltweite Wirtschaftskrise hat Chinas Wachstum auf ein Rekordtief gedrückt. Die Unternehmen der Volksrepublik steigerten ihre Produktion zu Jahresbeginn nur noch leicht. Sie legte im Januar und Februar um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, teilte das Statistikamt mit. Das war das geringste Wachstum seit Einführung der Statistik. Getragen wurde das Wachstum von der Bauindustrie: Die Produktion von Zement legte um 17 Prozent zu. Dagegen fiel die Produktion von Exportgütern wegen der weltweit sinkenden Nachfrage um 17,1 Prozent.

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