Daimler Weitere 18.000 Beschäftigte in Kurzarbeit

Daimler schickt weitere rund 18.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Wegen eines massiven Nachfrageeinbruchs soll die Arbeitszeit in insgesamt vier Lkw-Werken zunächst bis zum Ende der Sommerferien verkürzt werden. Betroffen sind die Werke in Wörth, Gaggenau, Kassel und Mannheim.

Stuttgart/Wörth - Die meisten der rund 18.000 Mitarbeiter sollen bereits von Ostern an in Kurzarbeit geschickt werden, spätestens im Mai sollen die übrigen Beschäftigten folgen. Die Maßnahme ist zunächst bis zum Ende der Sommerferien 2009 geplant. Damit reagiere Daimler  auf die anhaltende Nachfrageschwäche und rückläufige Auftragseingänge. In den Pkw-Werken des Autobauers arbeiten bereits seit Wochen mehr als 50.000 Beschäftigte kurz.

Die Nachfrage nach Sonderfahrzeugen im Lkw-Bereich, wie dem Unimog oder dem Mercedes-Benz Econic sowie nach Bussen der Marken Mercedes-Benz und Setra, sei weiterhin hoch. Daher seien die Beschäftigten in diesen Bereichen nicht von Kurzarbeit betroffen.

Über die konkrete Handhabung der Kurzarbeit müssten noch Betriebsvereinbarungen getroffen werden. Diese seien im Detail noch nicht abgeschlossen. Ansonsten sei zunächst eine Kurzarbeit bis zum Ende der Sommerferien vorgesehen. Der konkrete Umfang der Arbeitsreduzierung soll monatlich mit Blick auf die Auftragslage festgelegt werden.

Den Angaben zufolge sind an den Lkw-Standorten Wörth, Gaggenau, Kassel und Mannheim insgesamt rund 18.000 Beschäftigte betroffen. Im Mercedes-Benz-Werk Wörth werden ab 4. Mai bis zum Ende der Sommerferien bis zu 7500 Beschäftigte in Kurzarbeit gehen.

In Gaggenau sollen rund 3800 Mitarbeiter ab 22. April kurzarbeiten. Rund 700 Beschäftigte aus der dortigen Produktion von Pkw-Teilen für Rastatt und Transporter sind bereits seit Anfang März in Kurzarbeit.

In Kassel werden rund 1300 Mitarbeiter ab 14. April bis Ende August kurzarbeiten. Rund 550 Beschäftigte in den transporternahen Bereichen sind davon bereits seit Anfang März betroffen. In Mannheim werden ab 6. April bis zu 3500 Beschäftigte kurzarbeiten.

In den Pkw-Werken des Autobauers arbeiten bereits seit Wochen mehr als 50.000 Beschäftigte kurz.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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