Krisenticker Lebenslang für Madoff?

Der mutmaßliche Milliardenbetrüger Bernard Madoff muss mit lebenslanger Haft rechnen, EU-Kommissar Günter Verheugen lädt GM-Manager zum Krisengipfel und US-Notenbankchef Ben Bernanke fordert einen großen Wurf bei der Reform der Finanzmarktaufsicht. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

21.56 Uhr: Dem unter Betrugsverdacht stehenden US-Investor Bernard Madoff droht eine lebenslange Haftstrafe. Wegen insgesamt elf Anklagepunkten müsse Maddof mit 150 Jahren Gefängnis rechnen, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag. Nach Angaben seines Anwalt will sich der 70-Jährige am Donnerstag schuldig bekennen.

Madoff wird vorgeworfen, Anleger um Dutzende Milliarden Dollar betrogen zu haben. Er steht seit Anfang Dezember in seinem Manhattaner Luxus-Penthouse unter Hausarrest. Den Gerichtsunterlagen zufolge bemüht er sich, das sieben Millionen Dollar teure Apartment sowie Anleihen und Bargeld im Wert von 62 Millionen Dollar behalten zu dürfen. Er hat erklärt, dieses stehe nicht mit dem Betrugsskandal in Verbindung und gehöre seiner Ehefrau Ruth.

19.48: Die weltgrößte Fluggesellschaft Delta Air Lines streicht wegen der weltweiten Wirtschaftsflaute ihren Flugplan zusammen. Die US-Airline kündigte an, ihre Kapazitäten auf internationalen Strecken ab September um 10 Prozent zu kappen. Betroffen seien vor allem die Transatlantik - und die Transpazifik-Routen, die besonders unter dem konjunkturellen Gegenwind litten. Aber auch das Inlandsnetz werde moderat verkleinert. Erst im Dezember hatte Delta eine Senkung der Kapazitäten um 6 bis 8 Prozent angekündigt.

19.16 Uhr: Wegen der schwierigen Lage bei Opel hat EU-Industriekommissar Günter Verheugen zu einem Krisengipfel nach Brüssel eingeladen. Zu dem Treffen am Freitag würden ranghohe Vertreter des Opel-Mutterkonzerns General Motors und Politiker der betroffenen Länder erwartet, teilte Verheugens Sprecher mit. Außer an den deutschen Opel-Standorten Bochum, Rüsselsheim und Eisenach ist General Motors auch in Belgien, Großbritannien, Schweden und Spanien vertreten.

Steinbrück lehnt weitere Konjunkturhilfen ab

18.57 Uhr: Ratsmitglied Athanasiso Orphanides von der Europäischen Zentralbank (EZB) hat vor den Folgen eines starken Preisverfalls in der Eurozone gewarnt. Die Inflationsrate sollte nicht zu stark unter die von der EZB anvisierten Zielmarke von knapp unter 2 Prozent fallen, sagte Orphanides, Präsident der Notenbank von Zypern, in einer Rede in Limassol. Sollte die Preissteigerungsrate längere Zeit deutlich unter der Zielmarke verharren, könnte dies die Inflations-Erwartungen destabilisieren. Zuletzt fiel die Inflationsrate in der Eurozone im Februar auf 1,2 Prozent.

17.50 Uhr: Trotz der rasanten Verschlechterung der Wirtschaftslage lehnt Bundesfinanzminister Peer Steinbrück weitere Konjunkturhilfen entschieden ab. Er warne davor, "reflexartig neue Konjunkturpakete zu fordern", sagte Steinbrück nach Beratungen der EU-Finanzminister. Vielmehr müsse den bereits geschnürten Paketen "die Möglichkeit gegeben werden, zu wirken".

Große Hoffnungen machen die EU-Finanzminister sich indes nicht: "Die Perspektiven für 2010 sind äußerst schwer abzuschätzen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. "In den meisten Mitgliedstaaten werden die Arbeitslosenquoten 2009 und 2010 voraussichtlich stark ansteigen", heißt es weiter in dem Papier, das die Finanzminister als Beitrag für den EU-Gipfel am 19. und 20. März formulierten.

17.39 Uhr: Überraschende Gewinne der US-Großbank Citigroup  haben am Dienstag ein Kursfeuerwerk bei Bankaktien ausgelöst. Dass die US-Großbank nach der Rettung durch die US-Regierung offenbar wieder schwarze Zahlen schreibt, stärkte die Zuversicht in Finanztitel bei den Anlegern weltweit. Der Dax  sprang um 5,3 Prozent auf 3886,98 Punkte. Deutsche Bank  waren mit einem Plus von 16,5 Prozent größter Dax-Gewinner. Hingegen bestraften die Anleger Eon  für einen schwachen Geschäftsausblick.

17.10 Uhr: Der italienische Pirelli-Konzern hat 2008 wegen steigender Kosten zur Restrukturierung sowie Verlusten bei Aktien- und Investitionsgeschäften rote Zahlen geschrieben. Wie die Holding hinter dem gleichnamigen Reifen- und Immobilienkonzern mitteilte, belief sich der Nettoverlust auf 412,5 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Nettogewinn von 323,6 Millionen Euro eingefahren. Die Restrukturierung schlug mit 144,2 Millionen Euro zu Buche. Zudem belasteten 136 Millionen Euro an Abschreibungen auf Vermögenswerte der Immobiliensparte und 236 Millionen Euro für Investitionen in andere Firmen das Ergebnis. Der Umsatz blieb nahezu unverändert bei 4,66 Milliarden Euro.

16.10 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) legt über 4 Prozent zu und notiert bei rund 3840 Punkten. Vor allem Finanzwerte legen deutlich zu, die Deutsche Bank gewinnt mehr als 10 Prozent.

15.35 Uhr: Der Vermögensverwalter Allianz Global Investors hat im Finanzkrisenjahr 2008 den Vertrauensverlust der Privatanleger deutlich zu spüren bekommen. Fast zehn Milliarden Euro wurden aus Publikumsfonds abgezogen, teilte die zum Versicherungskonzern Allianz gehörende Gesellschaft mit. In Reaktion auf die Staatsgarantien für Bankeinlagen hätten die Anleger ihr Geld vor allem aus Geldmarktfonds und kurz laufenden Rentenfonds abgezogen, sagte Vorstandschef Thomas Wiesemann. Branchenweit gab es 2008 nach Verbandsangaben Mittelabflüsse in der Rekordhöhe von 27,8 Milliarden Euro bei Publikumsfonds.

15.30 Uhr: Die brasilianische Wirtschaft ist zum Jahresende 2008 von der weltweiten Rezession voll erfasst worden und so stark geschrumpft wie nie. Verglichen mit dem Sommerquartal ging die Wirtschaftsleistung um 3,6 Prozent zurück, teilte die staatliche Statistikbehörde IBGE mit. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Datenerhebung 1996. Verglichen mit dem Vorjahr kühlte sich das Wachstum auf 1,3 Prozent ab. Für das Gesamtjahr 2008 bleibt dennoch ein Anstieg der Wirtschaftsleistung des größten Landes Südamerikas um 5,1 Prozent übrig

15.25 Uhr: Die Banco Popolare nimmt als erste italienische Bank Staatshilfe in Anspruch. Das sechstgrößte Kreditinstitut des Landes hat bei der Zentralbank und beim Wirtschaftsministerium in Rom beantragt, Anleihen über 1,45 Milliarden Euro ausgeben zu dürfen. In dem Ende Februar beschlossenen Programm kauft der italienische Staat für bis zu zwölf Milliarden Euro Anleihen, um den Kapitalstock der Institute aufzubessern. Die beiden größten Banken des Landes, UniCredit und Intesa Sanpaolo haben angekündigt, das Hilfsprogramm der Regierung zu prüfen.

15.15 Uhr: Der Dax  notiert rund 3 Prozent im Plus und überspringt die Marke von 3800 Punkten.

15.00 Uhr: Nach Kommentaren von Wachovia-Analysten haben die Aktien von Merck & Co.  und Schering-Plough zum Handelsstart um 4,1 Prozent beziehungsweise 2,7 Prozent zugelegt. Nach Ansicht der Experten könnte Johnson & Johnson  versuchen, ein Gegengebot für Schering-Plough vorzulegen, nachdem Merck am Montag seine 41,1-Milliarden Dollar schwere Offerte unterbreitet hatte.

14.30 Uhr: Die Wall Street startet fester. Der Dow Jones  legt in den ersten Minuten 1,8 Prozent auf 6666 Punkte zu. Der Nasdaq Composite gewinnt 2 Prozent an Wert.

14.02 Uhr: Die EU hat Deutschlands langfristige Konjunktur- und Haushaltsplanung verabschiedet. Das berichteten Diplomaten am Dienstag in Brüssel am Rande des EU-Finanzministertreffens. Berlin erwartet unter anderem wegen der milliardenschweren Konjunkturprogramme ein überhöhtes Defizit von 4 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt für das kommende Jahr. Von 2012 an soll die Neuverschuldung wieder unter die Maastrichter Marke von 3 Prozent sinken.

13.50 Uhr: US-Notenbankchef Ben Bernanke hat die Regierungen zu einem energischen und wenn angebracht koordinierten Handeln zur Widerherstellung der Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte und des Kreditflusses aufgerufen. Die Welt erleide die schlimmste Finanzkrise seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, sagte Bernanke am Dienstag. Die Folge sei ein scharfer Abschwung der Weltwirtschaft. Bernanke sprach sich unter anderem für eine Stärkung der Finanzinfrastruktur aus. Dabei müssten beispielsweise auch prozyklisch wirkende Instrumente verringert werden.

13.30 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat deutlich gemacht, dass Überlegungen in seinem Hause zur Erweiterung des Insolvenzrechts nicht die Fälle Opel und Schaeffler betreffen. "Ich verbinde dies gezielt nicht mit der Frage Opel oder Schaeffler", sagte der Minister am Dienstag. Allerdings arbeite sein Haus auf Basis eines Kabinettsauftrages an einem Restrukturierungsmodell für den Finanzdiensleistungssektor.

Lufthansa-Geschäft bricht ein

13.00 Uhr: Die Lufthansa hat im Februar aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise mit einem Einbruch im Passagier- und Frachtgeschäft zu kämpfen gehabt. Im Vormonat ging die Zahl der Fluggäste bei dem Konzern um 9,3 Prozent auf 4,68 Millionen zurück, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Noch deutlicher fiel das Minus im Frachtverkehr aus, der seit Monaten besonders unter der Konjunkturflaute leidet. Die Nachfrage sank hier um 24,5 Prozent auf 123.000 Tonnen.

12.15 Uhr: Angesichts der Wirtschaftskrise zögern die Deutschen nach Angaben der Reisebranche noch mit ihren Urlaubsbuchungen. Nach Umsatzverlusten im Januar spürten Veranstalter und Reisebüros seit einem Monat jedoch eine deutliche Belebung der Geschäfte für den Sommer, teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) am Dienstag vor Beginn der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin mit. Eine Prognose für 2009 sei noch nicht möglich. Schon jetzt sei aber klar, dass die Bundesbürger nicht generell aufs Verreisen verzichteten.

11.22 Uhr: Der Motorsägenhersteller Stihl drosselt seine Produktion. Stihl bekomme die Auswirkungen der konjunkturellen Krise stärker zu spüren als erwartet, teilte das Unternehmen am Dienstag in Waiblingen mit. Zahlen nannte ein Sprecher nicht.

11.21 Uhr: Die Inflationsrate in China hat im Februar erstmals seit sechs Jahren einen negativen Wert aufgewiesen. Die Verbraucherpreise seien im Jahresvergleich um 1,6 Prozent gesunken, teilte die Regierung am Dienstag in Peking mit. Der Rückgang lag im Rahmen der Erwartungen. Im Vormonat hatte sich das Preisniveau noch um 1,0 Prozent erhöht.

11.30 Uhr: Der Dax  baut seine Gewinne auf 1,9 Prozent aus und notierte zuletzt bei 3763 Punkten. Bereits am Vortag hatte der Index 0,7 Prozent zugelegt. Händler sprachen von einer technischen Gegenreaktion und verwiesen auch auf die positiven US-Futures, die auf einen freundlichen Handelsstart an der Wall Street hinweisen.

Börsianer verwiesen außerdem auf positive Nachrichten von der Citigroup (Kurswerte anzeigen): Die teilverstaatlichte amerikanische Bank war einem Pressebericht zufolge in den ersten beiden Monaten des Jahres profitabel. Bisher verlaufe das Geschäft in den ersten drei Monaten so gut wie seit dem dritten Quartal 2007 nicht mehr, zitiert die "New York Times" auf ihrer Internetseite eine interne Nachricht des Citigroup-Chefs Vikram Pandit. Finanztitel wie die Deutsche Bank  und die Commerzbank  notierten sehr fest.

Kurzarbeit bei Carl Zeiss

10.46 Uhr: Der Optik- und Elektronikspezialist Carl Zeiss schickt wegen eines deutlichen Nachfragerückgangs rund 1300 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Damit solle versucht werden, die Kosten zu reduzieren und die Kernbelegschaft im Unternehmen zu halten, sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens mit Sitz in Oberkochen, Dieter Kurz.

09.50 Uhr: Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zum Wochenbeginn wieder über die Marke von 44 US-Dollar gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten der zwölf Mitgliedsländer 44,14 Dollar im Vergleich zu 43,15 Dollar am vergangenen Freitag.

09.15 Uhr: Das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Lorenzo Bini Smaghi, hat die Möglichkeit eines Nullzinses im Euroraum angedeutet. "Sollte die Situation sich verschlechtern, ist die EZB bereit, die Zinsen noch weiter zu senken, auch bis auf Null", sagte Bini Smaghi der Börsen-Zeitung. Als Anlass nannte er die Gefahr einer anhaltenden Deflation, die derzeit aber nicht bestehe. Jüngste Daten deuteten nicht auf eine Deflation im Euroraum hin.

09.05 Uhr: Der Dax  ist kaum verändert in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex legte 0,1 Prozent auf 3695 Punkte zu, nachdem er am Vortag noch 0,7 Prozent zugelegt hatte. Am Nachmittag dürften eine Rede des Fed-Präsidenten Ben Bernanke sowie US-Großhandelsdaten für neue Impulse sorgen. In Großbritannien hat sich der Verfall der Häuserpreise im vergangenen Monat unterdessen nochmals beschleunigt.

08.47 Uhr: In Frankreich ist die Industrieproduktion im Januar viel stärker als erwartet gesunken. Auf Monatssicht sei die Produktion um 3,1 Prozent zurückgegangen, teilte die Statistikbehörde INSEE am Dienstag in Paris mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang in Höhe von 0,6 Prozent gerechnet. Im Vormonat war die Produktion um revidiert 1,5 (zunächst 1,8) Prozent zurückgegangen.

Inflation in Deutschland leicht gestiegen

08.19 Uhr: Die EU-Finanzminister sehen im kommenden Jahr noch keine Konjunkturerholung. Es sei "höchst unsicher", ob das Wachstum 2010 wieder anspringe, zitierte die "Financial Times Deutschland" aus einem Papier der Minister für den EU-Gipfel am 19. März. Noch Mitte Januar hatte Wirtschaftskommissar Joaquín Almunia eine Verbesserung der Lage im zweiten Halbjahr 2009 vorhergesagt.

08.17 Uhr: Der Euro hat sich am Dienstag deutlich von seinen Vortagsverlusten erholt. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,2710 US-Dollar, nachdem sie am Vortag zeitweise unter die Marke von 1,26 Dollar gesunken war. Ein Dollar war am Dienstag 0,7868 Euro wert.

08.00 Uhr: In Deutschland hat die Teuerung im Februar leicht zugelegt. Die Jahresinflationsrate sei von 0,9 Prozent im Vormonat auf 1,0 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit und bestätigte damit vorläufige Zahlen. Auf Monatssicht stiegen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent, nach einem Minus von 0,5 Prozent im Vormonat. Der Preisanstieg auf Monatssicht ist laut Bundesamt vor allem auf saisonübliche Preiserhöhungen bei Pauschalreisen zurückzuführen. Für die weiterhin niedrige Jahresrate seien vor allem niedrige Ölpreise ausschlaggebend gewesen.

07.58 Uhr: Die deutschen Exporte sind im Januar so stark eingebrochen wie seit 16 Jahren nicht mehr. Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 66,6 Milliarden Euro ins Ausland und damit 20,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. "Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt im Januar 1993 mit minus 21,4 Prozent", sagte ein Statistiker zu Reuters.

Japan: 80 Prozent Verlust in 20 Jahren

07.30 Uhr: Nach der leichten Erholung zum Wochenauftakt wird der Dax  am Dienstag zur Eröffnung knapp behauptet erwartet. Finspreads taxierte den Index am Morgen 0,2 Prozent tiefer bei 3686 Zählern, nachdem er am Montag 0,7 Prozent zugelegt hatte. Zwar hat der US-Leitindex Dow Jones 1,2 Prozent im Minus auf einem neuen Zwölfjahrestief geschlossen, der Future auf den US-Leitindex erholte sich jedoch nach Börsenschluss deutlich und verlor seit dem Xetra-Schluss nur noch 0,5 Prozent. Am Nachmittag dürften eine Rede des Fed-Präsidenten Ben Bernanke sowie US-Großhandelsdaten für neue Impulse sorgen.

07.00 Uhr: Die Börse in Tokio hat am Dienstag bis kurz vor Handelsschluss weiter an Boden eingebüßt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel um 0,4 Prozent auf den Stand von 7059 Punkten. Am Vortag war das Börsenbarometer auf den tiefsten Stand seit 26 Jahren gefallen. Seit seinem Rekordhoch im Jahr 1989 hat der Nikkei 80 Prozent an Wert eingebüßt. Händler sind weiterhin besorgt um die globale Wirtschaftslage. Ein Ende des Börsencrash sei noch nicht abzusehen.

06.30 Uhr: In Japan ist der Sammelindex der Frühindikatoren im Januar weiter gesunken. Im Vergleich zum Vormonat sei der Indikator um 2,3 Punkte auf 77,1 Punkte zurückgegangen, teilte die japanische Regierung am Dienstag in Tokio auf Basis vorläufiger Daten mit. Der gleichlaufende Indikator, der die aktuelle wirtschaftliche Lage widerspiegelt, fiel um 2,6 Punkte auf 89,6 Punkte. Der weltweite Einbruch der Nachfrage trifft die Exportnation Japan ähnlich wie Deutschland besonders hart: Erstmals seit 13 Jahren wies Japan im Januar ein Defizit in der Leistungsbilanz auf. Der Fehlbetrag lag bei rund 1,4 Milliarden Euro.

06.00 Uhr: Von der Wall Street kommen erneut negative Vorgaben für den heutigen Handelstag. Der Dow Jones hatte gestern um 1,2 Prozent schwächer nahe Tagestief geschlossen und beendete den Handel bei 6547 Zählern. Der Nasdaq Composite  gab um 2 Prozent nach. Der Dax , der gestern bei 3692 Punkten geschlossen hatte, dürfte heute im frühen Handel zunächst leichter tendieren: Die erste vorbörsliche Indikation lag bei 3686 Zählern.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

Mehr lesen über Verwandte Artikel