Freitag, 23. August 2019

Krisenticker Eon senkt Prognose

Die Finanzkrise hat nach einer Studie der Asiatischen Entwicklungsbank weltweit Vermögenswerte von 50 Billionen Dollar vernichtet. Die Weltbank warnt vor einer globalen Rezession. Warren Buffett sieht einen "Teufelskreis". Rumänien bittet um Milliarden. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

21.56 Uhr: Der Versorger Eon Börsen-Chart zeigen rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang beim bereinigten Konzernüberschuss im Vergleich zu 2008. Aufgrund höherer Zinsaufwendungen in Folge gestiegener Finanzverbindlichkeiten werde sich der bereinigte Überschuss um rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr verringern, teilte Eon am Montagabend mit.

Prognose gesenkt: Eon erwartet im laufenden Jahr wegen höherer Zinsaufwendungen einen um 10 Prozent geringeren bereinigten Überschuss
Mit Blick auf die Dividende für 2009 soll an der bisherigen Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent vom bereinigten Konzernüberschuss festgehalten werden, hieß es zudem. Für 2008 soll eine Dividende von 1,50 Euro gezahlt werden.

20.40 Uhr: Die gewerkschaftlich organisierten Ford-Mitarbeiter haben Zugeständnissen in ihren Arbeitsverträgen zugestimmt, um den US-Autobauer wettbewerbsfähig zu halten. Wie die Gewerkschaft UAW mitteilte, werden dem Abkommen zufolge unter anderem Gehälter eingefroren und das sogenannte "Jobs Bank"-Programm beendet, das entlassenen Arbeitern bislang die Fortzahlung des größten Teils ihrer Entlohnung und der Sozialleistungen sichert. Anders als seine Konkurrenten General Motors Börsen-Chart zeigen und Chrysler versucht Ford Börsen-Chart zeigen bislang ohne staatliche Hilfe zu überleben.

19.05 Uhr: Vor dem Hintergrund einer zugespitzten Finanzlage in Rumänien wächst in der EU die Sorge über Schieflagen von Mitgliedstaaten. Der österreichische Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll forderte, den "Notfallfonds" der EU für Finanznöte von Staaten aufzustocken. "Es ist Konsens, dass die 25 Milliarden Euro nicht reichen werden", sagte er am Montag in Brüssel vor einem Treffen mit seinen Amtskollegen des Eurogebiets. Aus der Kreditlinie der EU-Kommission waren bereits 6,5 Milliarden Euro für das krisengeschüttelte Ungarn und 3,1 Milliarden Euro für Lettland geflossen.

Bittet um Hilfe: Rumäniens Staatspräsident Basescu
Das seit 2007 zur EU gehörende Rumänien braucht für die Bewältigung der Krise Hilfe von außen. Dies sei als "Sicherheitsgurt" gedacht, denn niemand könne absehen, wie lange die globale Wirtschaftskrise dauere, sagte Staatspräsident Traian Basescu vor dem Parlament in Bukarest. Die Stütze sei nötig, um das Defizit in der Leistungsbilanz zu finanzieren. Einen konkreten Betrag nannte Basescu nicht - dieser dürfte sich aber laut Beobachtern im Milliardenbereich bewegen. "Rumänien hat um Verhandlungen gebeten", teilte EU-Wirtschaftskommissar Joaquín Almunia am Montag nach einem Treffen der Finanzminister der Eurozone mit.

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