Krisenticker Kaupthing-Anleger warten weiter

In Amerika verlor der Dow in dieser Woche 6 Prozent an Wert. Die insolvente isländische Kaupthing-Bank hat noch kein Geld an ihre Kunden in der Bundesrepublik überwiesen. IWF-Chef-Ökonom Olivier Blanchard fürchtet eine zähe Rezession. Und Rumäniens Haushaltsdefizit schießt in die Höhe. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.25 Uhr: Ende einer schlechten Börsenwoche in Übersee: Der Dow-Jones-Industrial-Index (Kurswerte anzeigen) ging in New York nach einer Berg- und Talfahrt mit plus 0,49 Prozent auf 6626,94 Zähler aus dem Handel. Zeitweise war der US-Leitindex noch unter 6500 Punkte gesackt. Im Wochenvergleich büßte der bekannteste Aktienindex rund 6 Prozent ein. An der Technologiebörse Nasdaq (Kurswerte anzeigen) verlor dagegen der Composite-Index 0,44 Prozent auf 1293,85 Zähler, rutschte damit unter die Tiefstände von November 2007 und nahm Kurs auf die Notierungen von 2003.

22.05 Uhr: Deutsche Anleger der insolventen isländischen Kaupthing-Bank warten weiter auf ihr Geld. "Wir warten weiter darauf, dass in Island eine Einigung erfolgt", sagte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Die Bundesregierung hatte dem isländischen Sicherungsfonds einen Kredit von 300 Millionen Euro angeboten, um deutsche Anleger entschädigen zu können. Der Betrag wurde aber bisher nicht in Anspruch genommen.

21.30 Uhr: In Rumänien ist das Haushaltsdefizit 2008 auf 4,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) hochgeschnellt. und hat damit die vor der Europäischen Union (EU) vorgegebene Drei-Prozent-Marke deutlich überschritten. Das teilte das rumänische Finanzministerium am Freitag mit. Ziel der Regierung in Bukarest waren 2,3 Prozent des BIP. Für dieses Jahr peilt Rumänien ein Haushaltsdefizit von 2,5 Prozent des BIP an, die EU erwartet 7,5 Prozent. Rumänien ist seit 2007 Mitglied der EU.

20.20 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat weltweit mehr Konjunkturprogramme gefordert, um die globale Wirtschaftskrise zu überwinden. Die Programme sollten bis in die Jahre 2010 und 2011 reichen und international koordiniert werden. "Es ist nunmehr offensichtlich, dass es noch lange Zeit dauern wird, bevor der wirtschaftliche Output wieder seinen normalen Stand erreicht", sagte IWF-Chef-Ökonom Olivier Blanchard.

19.50 Uhr: Bundesaußenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat klare Regeln für Wirtschaft und Finanzmärkte gefordert. Die Krise dürfe nicht nur beschrieben, sondern müsse an den Wurzeln angepackt werden, sagte Steinmeier am Freitag vor rund 200 Zuhörern in Stralsund. "Wir müssen aufpassen, dass uns die klassische Wirtschaft nicht wegbricht", warnte er.

19 Uhr: Die 23 ehemaligen Familiengesellschafter des insolventen Modellbahnherstellers Märklin sind nicht an einem Rückkauf ihrer ehemaligen Märklin-Anteile interessiert, berichtet die Neue Württembergische Zeitung (NWZ). "An dem Gerücht ist überhaupt nichts dran, ich kenne keinen ehemaligen Gesellschafter, der an einem Rückkauf interessiert ist", sagte Allmendinger der NWZ.

18.25 Uhr: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat nicht vor, nach seiner Zeit als Chef des größten deutschen Geldinstituts für ein symbolisches Gehalt zur Schweizer Großbank UBS  zu wechseln. "Bei allem Patriotismus, aber da träumt wohl jemand", sagte Ackermann dem "Handelsblatt". Seine Zeit bei der Deutschen Bank  werde jedoch definitiv im nächsten Jahr enden. "Ich habe wiederholt erklärt, dass ich nicht länger an der Spitze der Bank stehe als bis zur Hauptversammlung 2010", sagte Ackermann.

17.45 Uhr: Der Dax  hat den Tag erneut mit Verlusten beendet und schloss so schwach wie seit August 2004 nicht mehr. Der deutsche Leitindex beendete den letzten Handelstag der Woche 0,8 Prozent tiefer bei 3666 Punkten. Auf Wochenbasis hat das Börsenbarometer 4,6 Prozent an Wert verloren. Händler verwiesen auf schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA. Die Zahl der Beschäftigten im Februar ging zwar mit 651.000 ungefähr wie erwartet zurück, jedoch wurden die Vormonatszahlen deutlich nach unten revidiert.

651.000 US-Jobs in einem Monat weg

16.50 Uhr: Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) benötigt anscheinend weitere 16 Milliarden Euro an Garantien. Nur so könne die LBBW Risiken aus gefährlichen Wertpapiergeschäften abschirmen, berichtete die "Schwäbische Zeitung". Die LBBW wollte sich nicht äußern, braucht die Garantien nach Informationen der Zeitung aber zusätzlich zu der bereits geplanten Kapitalerhöhung von fünf Milliarden Euro. Die LBBW hatte das abgelaufene Geschäftsjahr zudem mit einem Verlust in Milliardenhöhe abgeschlossen.

16.30 Uhr: Die Bundesregierung kann künftig Übernahmen wichtiger deutscher Konzerne durch ausländische Investoren verhindern. Die Regierung will verhindern, dass Investoren oder Staatsfonds, die nicht aus Europa kommen, durch Übernahmen zu viel Einfluss in sensiblen Branchen bekommen. Das Gesetz greift erst, wenn ein Investor mindestens 25 Prozent der stimmberechtigten Anteile übernimmt. Notfalls könnte die Regierung dann den Kauf nachträglich verbieten oder Auflagen erlassen.

16.10 Uhr: Die Regierungspläne zur Verstaatlichung maroder Banken sind im Bundestag auf schneidende Kritik gestoßen. Die vorgesehenen Enteignungen seien Instrumente sozialistischer Planwirtschaft und nicht der sozialen Marktwirtschaft, sagte der FDP-Finanzexperte Herrmann Otto Solms. Das Vertrauen in die Eigentumsgarantie werde erschüttert. "Sie zerstören ein Grundrecht", sagte Solms.

15.45 Uhr: Die deutsche Tochter des schwedischen Autozulieferers Plastal hat Insolvenzantrag gestellt. Betroffen sind in Deutschland etwa 2000 Arbeitsplätze, davon rund die Hälfte an den mittelfränkischen Standorten Weißenburg und Pappenheim. Der Auftragseinbruch der deutsche Tochter sei allerdings nicht so gravierend wie die Ordermisere in Schweden. Plastal Deutschland sieht daher gute Chancen, das Geschäft fortzuführen.

15.30 Uhr: In den USA sind im Februar 651.000 Arbeitsplätze verloren gegangen, teilte der US-TV-Sender CNN unter Berufung auf das US-Arbeitsministerium mit. Die Arbeitslosenrate ist damit auf 8,1 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 25 Jahren gestiegen. Der Dax  legte nach Bekanntgabe der Daten leicht zu. "Die Angst war groß, dass die Daten viel schlechter als die Prognose ausfallen. Es wurde ein Abbau von 750.000 bis 800.000 Stellen befürchtet. Es ist aber keine Wende zum Besseren zu sehen", sagte Aktienstratege Giuseppe Amato von Lang & Schwarz.

14.30 Uhr: Daimler  weitet die Kurzarbeit in seinen Pkw-Werken bis Ende Juni aus. Betroffen seien mehrere zehntausend Mitarbeiter, sagte eine Unternehmenssprecherin. Dabei sollen für jeden Standort zwischen Werksleitung und Betriebsrat individuelle Regelungen vereinbart werden. Derzeit arbeiten mehr als 50.000 Beschäftigte des Herstellers kurz.

Keine Staatshilfen für Schaeffler und Quimonda?

14 Uhr: Der größte deutsche Reiseveranstalter Tui (Kurswerte anzeigen) will angesichts von Buchungsrückgängen Kurzarbeit einführen. Die Unternehmensführung hat den Betriebsrat zu Verhandlungen über die Einführung von Kurzarbeit aufgefordert, erklärte ein Sprecher. Über konkrete Ausgestaltung und Ausmaß könne noch nichts gesagt werden. Die "Wirtschaftswoche" berichtete vorab, geplant sei, ab Mai 2009 drei bis vier Monate Kurzarbeit anzuordnen, die innerhalb eines längerfristigen Zeitraums von mindestens einem halben Jahr umgesetzt werden müssten.

13.30 Uhr: Der Autohersteller Daimler (Kurswerte anzeigen) hat im Februar weltweit 25 Prozent weniger Pkw seiner Markengruppe Mercedes-Benz Cars verkauft als ein Jahr zuvor. Der Konzern teilte am Freitag in Stuttgart mit, von den Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach seien im vergangenen Monat weltweit 72.200 Fahrzeuge ausgeliefert worden. Von der Marke Mercedes-Benz setzte Daimler im Februar mit 63.600 Autos 27,8 Prozent weniger ab als vor Jahresfrist. Die Auslieferungen der Marke Smart sanken leicht um 1,9 Prozent auf 8600 Fahrzeuge.

13.05 Uhr: Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) lehnt Staatshilfen für die angeschlagenen Industrieunternehmen Schaeffler und Qimonda  vorerst ab. Seinem bisherigen Kenntnisstand nach gebe es in beiden Fällen bislang noch kein tragfähiges Zukunftskonzept, sagte Zeil am Freitag in München. "Mir liegt jedenfalls nichts vor." Außerdem seien staatliche Hilfen ohnehin mit Vorsicht zu genießen. "In einer Marktwirtschaft liegt die primäre Verantwortung beim Unternehmen und beim Unternehmer selbst. Das gerät in diesen Tagen manchmal in Vergessenheit."

13.00 Uhr: Die Wirtschaftsflaute hat den Energieverbrauch in Deutschland im vergangenen Jahr nach Branchenangaben leicht sinken lassen. Beim Strom wurde ein Minus von 0,3 Prozent auf 617 Milliarden Kilowattstunden verzeichnet, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Freitag in Berlin mitteilte. Nach einem zunächst höheren Verbrauch wegen der guten Auslastung der Industrie habe sich in den letzten drei Monaten 2008 der Konjunktureinbruch bemerkbar gemacht. Der Gasverbrauch ging 2008 um ein Prozent auf 930 Milliarden Kilowattstunden zurück. Dabei bezog die Industrie rund 5 Prozent weniger Erdgas. Bei Privathaushalten und Dienstleistungsfirmen blieb der Verbrauch dagegen trotz etwas kühleren Wetters konstant.

12.45 Uhr: Die Aussichten für die Konjunktur haben sich der OECD zufolge zum Jahresauftakt weiter eingetrübt. Der Frühindikator der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für die führenden Industriestaaten fiel im Januar auf 91,7 Zähler nach 92,8 Punkten im Dezember, wie die OECD am Freitag mitteilte.

Auf Jahressicht bedeutet das einen Rückgang um 9,6 Punkte. Besonders kräftig fiel das Minus in Deutschland aus: Hier trübte sich das Barometer um 12,7 Zähler auf Jahressicht ein.

"Der Frühindikator der OECD zeigt weiterhin eine Eintrübung der Aussichten in den sieben großen Volkswirtschaften an", erklärte die Organisation. "Es gibt kaum eindeutige Anzeichen einer baldigen Stabilisierung." Auch die Aussichten für die wichtigsten Schwellenländer verdüsterten sich, insbesondere für Brasilien. Das südamerikanische Land schließe sich nun China, Indien und Russland an, wo sich die Konjunktur kräftig abkühle. Bis vergangenen Monat hatte sich Brasilien noch gegen den Abwärtstrend stemmen können.

Dax verliert 25 Prozent in zehn Wochen

12.00 Uhr: Der Dax  verliert weitere 1,3 Prozent auf 3646 Zähler, nachdem er am Vortag über 5 Prozent eingebrochen war. Der Kursverfall hat sich 2009 beschleunigt: Seit Jahresbeginn hat der Index bereits ein Viertel seines Werts eingebüßt. Um 14.30 Uhr werden die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Februar gemeldet: Beobachter gehen davon aus, dass rund 650.000 Jobs gestrichen worden sind. Sollten die Zahlen noch schlechter ausfallen, könnte der Dax in Kürze die Marke von 3600 Zählern testen, meinte ein Börsianer. Ein anderer sprach von der "Ruhe vor dem Sturm".

11.10 Uhr: Wegen der Flaute im Luftverkehr legt die Lufthansa Cargo die ersten beiden Frachtmaschinen still. Die beiden Jets vom Typ McDonnell Douglas MD 11 sollen zum Flughafen Leipzig/Halle überführt und dort abgestellt werden, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Zwei weitere Maschinen gleichen Typs blieben in Frankfurt auf Abruf und könnten bei entsprechenden Aufträgen wieder eingesetzt werden. Weitere Stilllegungen seien bei einer nochmaligen Verschlechterung der Auftragslage nicht auszuschließen, sagte ein Unternehmenssprecher. Lufthansa Cargo verfügt über eine Flotte von 19 MD 11-Jets und chartert bei Bedarf zu. Seit 1. März arbeiten 2600 Mitarbeiter der Lufthansa-Tochter kurz.

10.50 Uhr: Nach seinem Kurseinbruch vom Vortag stabilisiert sich der Dax  auf niedrigem Niveau. Der Index notierte zuletzt 0,6 Prozent fester bei 3719 Zählern. Anleger erwarten Arbeitsmarktdaten aus den USA am Mittag: Rund 650.000 US-Bürger dürften im Februar ihren Job verloren haben. Am Markt wird jedoch von einer noch höheren Zahl ausgegangen.

9.30 Uhr: Für Opel sollte nach Auffassung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble eine Insolvenz geprüft werden. "Ich meine, man sollte in Fällen wie Opel auch die Anwendung des Insolvenzrechts ernsthaft in Betracht ziehen", sagte Schäuble dem "Handelsblatt". Es sei falsch, einen solchen Schritt mit Pleite oder Bankrott gleichzusetzen. "Unser modernes Insolvenzrecht ist ja gerade nicht auf Zerstörung, sondern auf den Erhalt von wirtschaftlichen Werten ausgerichtet", betonte der Minister. "Wir müssen begreifen, dass für das Durchstehen einer solchen Krise ein modernes Insolvenzrecht eine bessere Lösung ist als die Staatsbeteiligung."

9.17 Uhr: Die Wirtschaftskrise hinterlässt nun auch ihre Spuren in der Zahl der deutschen Insolvenzen. Im Dezember traten 2237 Unternehmen den Gang zum Amtsgericht an, teilt das Statistische Bundesamt mit. Das sind 13,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg im Dezember ebenfalls an und legte um 12,9 Prozent auf 8131 zu.

9.05 Uhr: Nach dem Rückschlag von minus 5 Prozent im Dax  am Vortag starten die deutschen Aktienindizes behauptet in den Tag. Der deutsche Leitindex legte in den ersten Handelsminuten um 0,2 Prozent auf 3700 Zähler zu. Anleger bleiben nervös, denn die Vorgaben sind schwach: In den USA hatte der Dow Jones  am Donnerstag 4 Prozent schwächer und nur knapp über Tagestief geschlossen. In Tokio sackte der Nikkei  um 260 Punkte oder 3,5 Prozent und ging beim Stand von 7162,90 Punkten ins Wochenende.

8.00 Uhr: Börsianer warten mit Spannung auf den US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag. Am Markt werde zwar von einem Abbau von rund 650.000 Arbeitsplätzen ausgegangen. Doch insgeheim scheine man sich bereits auf eine viel höhere Zahl eingestellt zu haben.

GM verfügt offenbar nicht mehr über Opel-Patente

7.33 Uhr: Schwache Vorgaben aus den USA haben die Aktienmärkte in Fernost zum Wochenausklang ins Minus gedrückt. Damit wurde einer zweitätigen Erholung am Freitag ein jähes Ende bereitet. Wachsende Sorgen um die Zukunft des US-Autokonzerns GM und den Zustand der internationalen Finanzbranche setzten in Tokio vor allem Exportwerte und Bankentitel unter Druck. Der Nikkei schloss in Tokio 3,5 Prozent im Minus bei 7173 Zählern, so niedrig wie seit vier Monaten nicht mehr. Der breiter gefasste Topix verlor 2,7 Prozent auf 721 Punkte - erneut der tiefste Stand seit 25 Jahren. Auch die Börsen in Hongkong, Singapur, Shanghai und Korea gaben nach.

5.15 Uhr: Knapp ein Drittel der mittelständischen Unternehmen in Deutschland will Stellen abbauen. Die Zeitung "Die Welt" (Freitagausgabe) berichtete vorab unter Berufung auf eine Sonderauswertung des Konjunkturreports des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK), 71 Prozent der Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten wollten ihren Personalbestand nicht verändern oder sogar ausbauen.

4.45 Uhr: Volkswagen  stoppt nach Gewerkschaftsangaben für mehrere Wochen die Produktion in seinem Werk in Mexiko. Wegen der schwachen Nachfrage aus den USA werde das Werk, in dem der Beetle gebaut wird, zunächst drei Wochen schließen, sagte Gewerkschaftschef Victor Cervantes am Donnerstag in Puebla. Zudem würden die Arbeiter in der Osterwoche noch eine Woche in Zwangsurlaub geschickt. Es drohten weitere 1050 Entlassungen, sagte Cervantes.

3.30 Uhr: Die Zahl der privaten und Firmenpleiten in den USA ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Dieser Trend werde sich vermutlich auch 2009 fortsetzen, erklärten Experten. Wie die Verwaltungsstelle der US-Gerichte am Donnerstag mitteilte, stiegen 2008 die Privatinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 1.074.225. Die Firmenpleiten stiegen gar um 54 Prozent von 28.322 im Jahr 2007 auf 43.546 im vergangenen Jahr.

3.11 Uhr: Der US-Autokonzern General Motors  (GM) ist nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Freitagausgabe) nicht mehr im Besitz der Patente seiner deutschen Tochterfirma Opel. GM habe die Patente als Sicherheiten an das US-Finanzministerium abgegeben, um Hilfen der US-Regierung in Milliardenhöhe zu erhalten, meldet die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Das gehe aus dem von Opel vorgelegten Rettungskonzept hervor.

1.43 Uhr: Die japanische Finanzmarktaufsicht will die seit Oktober geltenden Beschränkungen für Leerverkäufe nach Angaben aus Finanzkreisen verlängern. Wie lange die eigentlich Ende März auslaufenden Regelungen in Kraft bleiben sollten, sagten die mit dem Vorhaben vertrauten Personen am Freitag allerdings nicht. Leerverkäufe (Short Selling) sind Spekulationen auf fallende Kurse. In Deutschland war das Verbot im Dezember um drei Monate bis Ende März verlängert worden.

manager-magazin.de mit Material der Nachrichtenagenturen

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