Opel-Mutter GM warnt vor eigener Insolvenz

Der nur noch dank Staatshilfen überlebende US-Autobauer General Motors hat vor der eigenen möglichen Insolvenz gewarnt. Unterdessen wird die Spitze der GM-Tochter Opel morgen im Kanzleramt erwartet.

Detroit - Es bestünden grundsätzliche Zweifel, ob das Unternehmen fortgeführt werden könnte, sollte es nicht in der Lage sein, die Verluste zu beschränken und neue Barmittel zu generieren, hieß es im bei der Börsenaufsicht SEC eingereichten Jahresbericht.

Es gebe keine Sicherheit, dass sich die weltweiten Automärkte erholten und es nicht zu einem weiteren deutlichen Abschwung kommen werde, hieß es weiter.

Der Automobilhersteller hat insgesamt bis zu 30 Milliarden Dollar an Staatskrediten beantragt, um die Krise zu überstehen. Wegen der Zweifel über den Fortbestand des Konzerns brach der Kurs von General Motors  an der Wall Street zeitweise um knapp 20 Prozent ein und fiel unter die Marke von zwei US-Dollar.

Opel-Spitze im Kanzleramt

Opel-Aufsichtsratschef Carl-Peter Forster trifft sich unterdessen am morgigen Freitag im Berliner Kanzleramt mit Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Kanzleramtschef Thomas de Maizière. Das verlautete am Donnerstag aus dem Kanzleramt.

An dem Treffen nehmen den Angaben zufolge auch der Finanzvorstand des Opel-Mutterkonzerns General Motors, Frederick Henderson, und Opel-Chef Hans Demant teil. Für die Bundesregierung sitzt außerdem Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen mit am Tisch. Die Spitzen der Großen Koalition hatten zuletzt am Donnerstag einerseits weiterhin ihre Hilfsbereitschaft für den angeschlagenen Autobauer bekundet. Zugleich bezeichneten sie aber das von Opel vorgelegte Konzept als weiterhin unzureichend.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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