Außenhandel Autobranche belastet Export

Die Kraftfahrzeugexporte sind im vierten Quartal des Jahres 2008 um ein Fünftel eingebrochen, berichtet das Statistische Bundesamt unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse. Das belastet auch die Gesamtbilanz des deutschen Außenhandels.

Wiesbaden - Der deutsche Außenhandel hat die weltweite Finanzkrise im vierten Quartal 2008 besonders im Bereich der Kraftfahrzeugexporte zu spüren bekommen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurden von Oktober bis Dezember 20 Prozent weniger Kraftfahrzeuge exportiert, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte. Insgesamt sanken die deutschen Exporte im letzten Quartal 2008 um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile im Wert von 174,1 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert. Im Vergleich zu 2007 bedeutet dies einen Rückgang um 5,4 Prozent. Exportzuwächse konnten noch in den ersten zwei Quartalen 2008 verbucht werden, aber bereits im dritten Quartal gingen die Exporte um 7,1 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal zurück. Autos und Kraftfahrzeugteile bleiben aber weiterhin Deutschlands wichtigste Exportgüter vor Maschinen und chemischen Erzeugnissen.

Auch in der Maschinenbaubranche gingen die Exporte Ende 2008 zurück. Konnten in den ersten drei Monaten noch Zuwächse verbucht werden, war von Oktober bis Dezember ein Minus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Insgesamt aber stiegen im Maschinenbaubereich die Exporte im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf 146,9 Milliarden Euro an.

Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich auch bei den Exporten von chemischen Erzeugnissen. In diesem Bereich stiegen die deutschen Exporte im Jahr 2008 um 6,5 Prozent auf 138 Milliarden Euro an. Während die ersten drei Quartale noch positive Veränderungsraten gegenüber 2007 zeigten, lagen die Exportergebnisse im vierten Quartal um 4,2 Prozent niedriger als im Vorjahr.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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