Konjunktur Deutschlands Einkäufer ermüden

Die deutschen Einzelhändler haben im Januar weniger Geld eingenommen. Der Umsatz sank um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Wiesbaden - In Deutschland ist der Einzelhandelsumsatz im Januar überraschend und deutlich gesunken. Die Umsätze seien im Vergleich zum Vormonat preis- sowie saison- und kalenderbereinigt um 0,6 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Experten hatten indes einen unveränderten Wert erwartet. Im Dezember waren die Einzelhandelsumsätze real noch um 0,5 Prozent zum Vormonat gestiegen. Nominal sanken die Umsätze im Januar zum Vormonat um 0,5 Prozent. "Das entspricht grundsätzlich dem Trend, den wir für dieses Jahr sehen. Die Einzelhandelsumsätze sind schwach, aber nicht katastrophal", sagt Simon Junker von der Commerzbank .

Im Jahresvergleich gingen die Umsätze real um 1,3 Prozent zurück. Hier hatten die Experten einen Rückgang um 0,6 Prozent erwartet. Im Dezember waren die Einzelhandelsumsätze real noch um 0,4 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Nominal sanken die Umsätze im Januar im Jahresvergleich um 1,2 Prozent. So auch Junker: "Im Jahresverlauf sehen wir aber einen starken Rückgang beim Umsatz. Die niedrigere Inflation stützt zwar leicht, der Arbeitsmarkt belastet aber deutlich. Die Angst vor einem Jobverlust und ein Jobverlust selbst dürften die Verbraucher zurückhaltender machen."

Das Ergebnis für den Januar 2009 wurde aus Daten von sieben Bundesländern berechnet, in denen rund 76 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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