Opel-Mutter GM macht fast 31 Milliarden Dollar Verlust

Die Zahlen sind schlimmer als von Analysten befürchtet: General Motors hat 2008 einen Verlust von knapp 31 Milliarden Dollar eingefahren. In Europa, wo Opel für einen Großteil des Geschäfts verantwortlich ist, verbrannte der Konzern 1,6 Milliarden Dollar.

Detroit - Der schwer angeschlagene Opel-Mutterkonzern General Motors  hat im vergangenen Jahr tiefrote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand 2008 ein Minus von 30,9 Milliarden Dollar. Das teilte General Motors (GM) am Donnerstag mit.

Im Europa-Geschäft machte der Konzern im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Dollar Verlust vor Steuern. Im vergangenen Jahr hatte die Tochtergesellschaft GM Europe, bei der Opel rund 80 Prozent des Geschäfts ausmacht, noch 55 Millionen Dollar vor Steuern verdient.

Im vierten Quartal lag der Verlust bei 9,6 Milliarden Dollar. Das Minus fiel weit höher aus als von Experten erwartet. Der GM-Umsatz brach im Schlussquartal angesichts der Krise auf den Automärkten nochmals um mehr als ein Drittel auf 30,8 Milliarden Dollar ein. Im Gesamtjahr stürzten die Erlöse um 17 Prozent auf 149 Milliarden Dollar.

Im Jahr 2007 hatte GM - nach inzwischen angepassten Zahlen - auf vergleichbarer Basis einen Rekordverlust von mehr als 43 Milliarden Dollar eingefahren.

GM kann derzeit nur durch staatliche Notkredite überleben und ist ohne neues Geld in wenigen Wochen pleite. Zusammen mit schon erhaltenen Hilfen fordert der Autobauer für seine Sanierung von der US-Regierung bis zu 30 Milliarden Dollar. Dafür muss GM bis Ende März seine Überlebensfähigkeit konkret beweisen. Der größte amerikanische Autokonzern hat bereits staatliche Hilfen in Höhe von 13,4 Milliarden Dollar erhalten. Manager des Konzerns wollen am Donnerstag mit Vertretern der US-Regierung über eine weitere Unterstützung verhandeln.

Bei dem deutschen Tochterunternehmen Opel sind am Donnerstag Tausende Mitarbeiter zu einer Demonstration zusammengekommen. Sie kämpfen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Der Betriebsrat rechnete mit bis zu 18.000 Teilnehmern bei der Kundgebung am Firmensitz in Rüsselsheim. Auch von anderen Opel-Standorten wie Bochum und Eisenach reisten demnach zahlreiche Mitarbeiter mit Bussen an.

manager-magazin.de mit Material von dpa und dpa-afx

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