Dienstag, 23. Juli 2019

Krisenticker US-Börsen fallen nach GM-Milliardenminus

JP Morgan Chase baut 12.000 Stellen bei Washington Mutual ab. In den USA ist die Zahl der Verkäufe neuer Häuser im Januar auf ein neues Rekordtief gesunken. Immerhin will ThyssenKrupp auf Kündigungen verzichten. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.42 Uhr: Beim weltweit zweitgrößten PC-Hersteller Dell Computer hat sich der Gewinn zuletzt fast halbiert. Der Überschuss stürzte in dem Ende Januar abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um 48 Prozent auf 351 Millionen Dollar (275 Millionen Euro) ab. Der Umsatz brach um 16 Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar ab. Die weltweite IT-Nachfrage der Verbraucher bleibe vorerst unsicher, teilte Dell am Donnerstagabend in Round Rock (Texas) mit.

22.15 Uhr: Die US-Börsen haben am Donnerstag in rotem Terrain geschlossen. Der Dow Jones schloss 1,22 Prozent tiefer bei 7182,08 Zählern und blieb damit etwas über seinem Tagestief bei 7173,56 Zählern aus der letzten Handelsstunde. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 1,58 Prozent auf 752,83 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq büßte der Composite-Index 2,38 Prozent auf 1391,47 Zähler ein.

21.35 Uhr: Der Dow Jones hat seine Gewinne nicht halten können und deutlich ins Minus gedreht. Zuletzt verlor der US-Leitindex 0,95 Prozent auf 7202,15 Punkte. Börsianer verwiesen auf die negative Kursentwicklung bei Bankentiteln - hier belaste ein Bericht, dass die Zahl der Institute mit Problemen im vierten Quartal gestiegen sei. Zudem drückten die Abschläge bei Pharmawerten auf die Stimmung, da US-Präsident Barack Obama nach einem legalen Weg sucht, günstigere Nachahmerprodukte von Biotech-Präparaten zuzulassen. Auch das Ausmaß des GM-Verlustes schockierte Börsianer.

Der Insolvenz immer näher: General Motors schockte wie erwartet
20.40 Uhr: Die französischen Sparkassen und Volksbanken haben Details der bevorstehenden Fusion zum zweitgrößten Finanzinstitut des Landes bekanntgegeben. Den Angaben zufolge wird der Staat den Zusammenschluss mit bis zu fünf Milliarden Euro unterstützen. Dafür soll er unter anderem stimmrechtslose Vorzugsaktien erhalten. Diese wiederum können unter bestimmten Umständen in normale Aktien umgewandelt werden. Damit würde der Staat bis zu 20 Prozent an der neuen Aktiengesellschaft halten, teilten Sparkassen und Volksbanken mit.

20.05 Uhr: Der Aufsichtsrat von ThyssenKrupp Steel hat sich darauf geeinigt, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Das war nach der Sitzung vonseiten der IG Metall zu erfahren, die im Aufsichtsrat vertreten ist. Zuvor hatten 10.000 Stahlarbeiter vor der Stahlzentrale von ThyssenKrupp gegen das Sparprogramm des Managements protestiert. Die Geschäftsführung der Stahlsparte von ThyssenKrupp hatte betriebsbedingte Kündigungen vor der Aufsichtsratssitzung nicht ausgeschlossen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer wollten jetzt nach Einsparmöglichkeiten suchen, sagte eine IG-Metall-Sprecherin.

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