Sonntag, 8. Dezember 2019

Krisenticker US-Börsen fallen nach GM-Milliardenminus

6. Teil: AIG könnte zerschlagen werden

8.25 Uhr: Die wegen der Finanzkrise verstaatlichte britische Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) Börsen-Chart zeigen hat den größten Jahresverlust eines Unternehmens in der britischen Wirtschaftsgeschichte verbucht und muss zu weiteren staatlichen Hilfen greifen. Die Bank will Vermögenswerte mit einem Nennwert von 325 Milliarden Pfund beim Staat gegen Zahlungsausfälle versichern, teilte das Institut am Donnerstag in London mit. Die Höhe der versicherten Vermögenswerte fiel höher aus als zuletzt von Experten erwartet. Für die Versicherung von möglichen Ausfällen muss die angeschlagene Bank der Regierung 6,5 Milliarden Pfund als Prämie zahlen. Zudem sagte die RBS der Regierung zu, die Kreditvergabe an Hausbesitzer und Unternehmen deutlich ausweiten.

2008 war die Bank mit 24,1 Milliarden Pfund tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Minus fiel allerdings im Rahmen der Ankündigung von Mitte Januar aus. Damals hatte die Bank einen Verlust von bis zu 28 Milliarden Pfund in Aussicht gestellt.

8.20 Uhr: Der schwer angeschlagene Versicherer AIG könnte laut einem Bericht zerschlagen werden. Wie die "Financial Times" auf ihrer Internetseite berichtete, ist AIG in fortgeschrittenen Gesprächen mit der US-Regierung über eine Teilung des Unternehmens in mindestens drei staatlich kontrollierte Sparten. Auf diese Weise solle der einst weltgrößte Versicherer, der sich seit 2008 zu 80 Prozent staatlicher Hand befindet, vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Demnach könnte AIG die Umstrukturierungspläne schon am Montag bekanntgeben.

Schützender Schirm: RBS bittet ein weiteres Mal den Staat um Hilfe
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Schützender Schirm: RBS bittet ein weiteres Mal den Staat um Hilfe
8.13 Uhr: Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im Januar erstmals seit einem knappen Jahr wieder unter die Marke von 40 Millionen gesunken. Sie nahm um 704.000 oder 1,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 39,83 Millionen ab, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

8.10 Uhr: Die Stimmung bei den deutschen Verbrauchern hat sich im Februar dank stabiler Preise und der Abwrackprämie verbessert. Wie das Marktforschungsinstitut GfK Börsen-Chart zeigen am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, haben die zuletzt rückläufigen Konjunktur- und Einkommenserwartungen wieder zugelegt. Die im Vormonat gestiegene Anschaffungsneigung habe nur minimale Einbußen verzeichnet und liege über dem Vorjahresniveau. Aus den drei Komponenten errechne sich ein leichter Anstieg des Konsumklima-Indikators von revidiert 2,3 Punkten im Februar auf 2,6 Punkte im März. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 2,0 Punkte gerechnet.

7.16 Uhr: Die Börsen in Fernost haben sich am Donnerstag uneinheitlich präsentiert. In Tokio drückten Gewinnmitnahmen im Handelsverlauf die Kurse und stoppten den anfänglichen Aufwärtstrend, der von Exportwerten infolge des schwächeren Yen gestützt worden war. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index Börsen-Chart zeigen nahezu unverändert bei 7457 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,4 Prozent auf 742 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Singapur sowie der chinesische Leitindex tendierten schwächer, während die Börse in Taiwan zulegen konnte.

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