Freitag, 6. Dezember 2019

Krisenticker US-Börsen fallen nach GM-Milliardenminus

2. Teil: IWF fordert doppelte Einlagen von seinen Mitgliedern

19.08 Uhr: Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA erwägt das Opel-Management, sich vom Werk Eisenach zu trennen. Die "Financial Times Deutschland" meldet, dass es mit Daimler bereits einen Interessenten gebe. Der Stuttgarter Konzern hatte in den vergangenen Tagen immer wieder dementiert, sich an Opel beteiligen zu wollen. Für die Gerüchte um einen Kauf des Eisenacher Werks gibt es bislang keine Bestätigung.

Arbeiter von ThyssenKrupp: Demonstration mit 10.000 Teilnehmern
19.03 Uhr: Im Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Mitgliedsländer zur Verdopplung ihrer Einlagen aufgefordert. Immer mehr Länder ersuchten um Hilfe, begründete der IWF die Anfrage. Der schnellste Weg, die Mittel kurzfristig aufzustocken, seien Darlehen der Mitglieder. Die Ausstattung des Fonds seien ausreichend. Da sich die Krise aber verschärfe, sei Vorsicht geboten. "Hoffe auf das beste, bereite dich auf das schlimmste vor", sagte Reza Moghadam, beim IWF unter anderem zuständig für Strategie.

18.35 Uhr: Der insolvente Remscheider Automobilzulieferer Edscha soll eine Zukunft haben. Wie das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium nach einem Krisengespräch in Düsseldorf mitteilte, haben die Kunden von Edscha ihre Unterstützung zugesichert. Das Unternehmen solle umstrukturiert und "an die aktuellen Marktentwicklungen angepasst" werden, hieß es. Sobald ein Investor gefunden sei, stehe das Land für Gespräche über eine Bürgschaft bereit.

18.33 Uhr: Wenn das Opel-Management dem Aufsichtsrat den mit Spannung erwarteten Zukunftsplan vorlegt, rechnet das Opel-Werk Bochum mit einer Zusage für die sogenannte Delta-2-Plattform. Dies sagte der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel. Mit dieser Technik könnten nicht nur der nächste Zafira und verschiedene Astra-Modelle gebaut werden, sondern auch das Elektroauto Ampera. Im Gegensatz zum Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz macht Einenkel keinen Hehl daraus, dass der Ampera durchaus in Bochum gebaut werden könne. Die dafür nötige "Delta-Architektur" sei in vielen Vorgesprächen so gut wie zugesichert, wenn auch in erster Linie für die Produktion der neuen Astra und Zafira.

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