DZ Bank Grünes Licht für Milliardenspritze

Der Aufsichtsrat der DZ Bank hat grünes Licht für eine Kapitalspritze von rund einer Milliarde Euro für das genossenschaftliche Zentralinstitut gegeben. Die Kapitalstärkung soll in zwei Schritten erfolgen.

Frankfurt am Main - Zunächst sollen die Eigner der DZ Bank AG - also Volks- und Raiffeisenbanken - gebeten werden, Kapital im Volumen von 500 Millionen Euro bereitzustellen, teilte das Frankfurter Institut am Mittwoch mit. Nach Abschluss der Fusion der DZ Bank mit der Düsseldorfer WGZ Bank soll dann wie geplant das Grundkapital erhöht werden. Der Zusammenschluss der beiden Institute soll Mitte des Jahres rückwirkend zum 1. Januar vollzogen werden.

Ergänzend habe der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in Aussicht gestellt, "dass der genossenschaftliche Finanzverbund temporär Instrumente zur Eigenkapitalentlastung" bereitstelle, etwa "durch Abschirmung von Wertpapierportfolien zu marktüblichen Bedingungen". DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch erklärte in der Mitteilung: "Hierdurch gewinnen wir Zeit, um eine Grundkapitalerhöhung für die neue Zentralbank mit der gebotenen Sorgfalt vorzubereiten und durchzuführen."

Die DZ Bank hatte im Januar anhand einer Schätzung mitgeteilt, sie erwarte für das von der Finanzmarktkrise gebeutelte Jahr 2008 einen Verlust von gut einer Milliarde Euro. Endgültige Zahlen will der Konzern am 4. März vorlegen. Die Kernkapitalquote der Gruppe, zu der etwa die Bausparkasse Schwäbisch Hall und die R+V-Versicherung gehören, lag nach Angaben vom Mittwoch zum Jahresende bei vergleichsweise niedrigen 7,4 Prozent. Ins Geschäftsjahr 2009 sei die DZ Bank operativ gut gestartet.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.