Royal Bank of Scotland 20.000 Jobs bei RBS in Gefahr

Die angeschlagene britische Großbank Royal Bank of Scotland will einem Zeitungsbericht zufolge bis zu 20.000 Jobs streichen. Die RBS, die bereits zu 68 Prozent dem Staat gehört, dürfte in zwei Wochen den höchsten Verlust in der britischen Unternehmensgeschichte melden.

London - Der Jobabbau sei Teil eines Sparprogramms von mehreren hundert Millionen Pfund bei der teilverstaatlichten Bank, berichtete die Sonntagszeitung "Sunday Times". Dabei würde sich die Bank auch aus Märkten in Schwellenländern wie Rumänien und der Slowakei zurückziehen.

Die Royal Bank of Scotland , die zu 68 Prozent dem Staat gehört, steht vor einem Rekordverlust in der britischen Unternehmensgeschichte. Ende Februar legt das Institut voraussichtlich einen Verlust von 28 Milliarden Pfund (31 Milliarden Euro) vor.

RBS war im Strudel der Finanzkrise ins Schlingern geraten, auch weil sie 2007 Teile der niederländischen Bank ABN Amro übernommen hatte. Danach beschäftigte sie fast 230 000 Mitarbeiter. Nach Medienangaben sei RBS mit der niederländischen Regierung in Gesprächen, dass diese nun Teile des Geschäfts in den Niederlanden übernehme.

RBS hatte nach Angaben der "Sunday Times" bereits im vergangenen April angefangen, 13.000 Jobs zu streichen.

Die Bank wollte den Bericht der Sunday Times am Sonntag nicht kommentieren.

manager-magazin.de mit Material von dpa und ap